Voltige

Voltigieren beinhaltet turnerisch-gymnastische Übungen, welche alleine oder in der Gruppe auf dem Pferd ausgeführt werden. Die akrobatischen Elemente werden oftmals in den Zweier- und Dreiergruppen auf dem galoppierenden Pferd gezeigt und verlangen viel Gleichgewicht, absolute Bewegungspräzision, harmonische Bewegungen zur Musik.

Seit dem Verbandsjahr 2007/2008 ist das Voltigieren im OKV wieder mit einem eigenen Ressort vertreten. Das Voltigieren verbindet in idealer Weise das Interesse am Pferd mit der körperliche Bewegung. Pferd, Voltigierer und Longenführer bilden eine Einheit. Dabei steht der Umgang mit dem Pferd im Mittelpunkt. An das Voltigepferd werden hohe Anforderungen gestellt.

Um den sportlichen Erwartungen langfristig gerecht zu werden, ist viel Ausgleichsarbeit gefragt. Ein gute Kondition und das Gleichgewicht müssen an der Longe und „unter dem Sattel“ aufgebaut werden. Trainiert werden Pflicht und Kür. Die vorgegebenen Pflichtübungen turnt jeder Voltigierer einzeln. Die Kür besteht aus frei gewählten Übungen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, bei denen sich ein, zwei oder drei Voltigierer gleichzeitig auf dem Pferd befinden.

Der Ursprung des Voltigierens liegt in der Kavallerie. Ziel der Übungen war es dabei Gleichgewicht, Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer der Soldaten zu schulen. Voltigieren war 1920 in Antwerpen sogar schon einmal olympisch, damals noch unter dem Namen Kunstreiten. Seit den ersten World Equestrian Games (WEG) im Jahr 1990 in Stockholm gilt der Voltigiersport als eigenständige Disziplin. Das Voltigieren erfreut sich zunehmend grösserer Beliebtheit.
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