Engagement für das Pferd

In gewissen Fällen engagiert sich der OKV auch politisch für die Sache des Pferdes, so zum Beispiel im November 2013 betreffend Raumplanungsverordnung mit dem Ritt zum Bundeshaus.

12.11.2013 - Wird das Pferd aus der Landwirtschaft verdrängt?

Die neue Raumplanungsverordnung scheint eine Ausgrenzung des Pferdes aus der Landwirtschaft anzustreben. Der OKV wehrt sich dagegen.

Im Zusammenhang mit der neuen Raumplanungsverordnung wird die Pferdehaltung offensichtlich von verschiedenen Amtsstellen und Parlamentariern als reines Hobby abgestempelt und als nicht unterstützungsbedürftig eingestuft. Es wird dabei ausser Acht gelassen, welches Bruttosozialprodukt durch die Pferdebranche erbracht wird. Das Pferd in der Schweiz generiert eine Milliarde Franken Umsatz. Der grösste Teil dieses Umsatzes wird auf dem Schweizer Binnenmarkt erwirtschaftet. 

Wenn das Pferd aus der Landwirtschaft vertrieben wird, ist dessen Existenz in der Schweiz gefährdet, denn die Haltung von Pferden in der Industriezone ist für die Mehrheit der Pferdehaltenden nicht finanzierbar. Für den Verband Ostschweizer Kavallerie- und Reitvereine OKV ist es unverständlich, dass das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) keine Pferde mehr in der Landwirtschaftszone will. Es geht um Subventionenverteilung bei  stagnierender oder abnehmender Gesamtsumme. Die kleiner werdenden Unterstützungsressourcen in der Landwirtschaft führen zu einem kurzsichtigen Verteilkampf.

Falsch geplant
Über die Bundesbeiträge an die Landwirtschaft gibt es viele Pro und Contras. Wenn sich aber die Agrarpolitik der nächsten Jahre (AP14-17) die Ökologisierung auf die Fahne schreibt, muss auch das Pferd berücksichtigt werden. Die Pferdehaltung in der Schweiz trägt auch zur Autonomie und somit zum Wohlstand in der Schweiz bei, weil die Landressourcen, welche die Pferdebranche in guten Zeiten nutzt, in Krisenzeiten schnell umgenutzt werden können. Zudem ist der Medikamentenverbrauch pro GVE wie es die Swissmedic dargestellt hat, beim Pferd geringer und somit  wird die Umwelt durch die Pferdehaltung sogar geschont. Die neue Raumplanungsverordnung plant an der Agrarpolitik und dem Tierschutz vorbei.

Zusammen mit der Vereinigung Pferd konnte der OKV mit Nationalrat Hans Grunder einen profunden Kenner der Sachlage gewinnen. Hans Grunder hat eine Stellungnahme verfasst, die für die Pferdehalter und Pferdefreunde im allgemeinen auf der OKV Homepage zum Herunterladen zur Verfügung steht. Der Text kann individuell angepasst werden. 

Das gemeinsame Ziel ist es, möglichst viele Eingaben zu generieren, damit das federführende Bundesamt für Raumentwicklung ARE feststellen muss, dass die Schweizer Pferdehalter, Pferdezüchter, Pferdesportler und die Pferdefreunde im allgemeinen, diese Entwicklung nicht goutieren. Das Schreiben kann von einer Einzelperson oder von einer Gruppe, respektive von Vereinen, unterzeichnet und eingesandt werden.

OKV Verband Schweizer Kavallerie- und Reitvereine und Vereinigung Pferd

Bitte Stellungnahme direkt an die vorgedruckte Adresse nach Bern senden!

Stellungnahme zum Herunterladen und Ausfüllen
Entwurf Raumplanungsverordnung
Entwurf Technische Richtlinien Bauzonen
Ergänzung des Leitfadens Richtplanung
Erläuternder Bericht


20.11.2013 - Raumplanungsverordnung: Ritt zum Bundeshaus

Die Pferdehalter und Reiter wehren sich gegen die neue Raumplanungsverordnung. Deshalb wird am Donnerstag, 28. November, eine Delegation mit einer Kutsche und begleitet von Reitern hunderte von schriftlich begründeten Eingaben vor dem Bundeshaus an Vertreter des Bundesamtes für Raumplanung übergeben.

Der Entwurf der neuen Raumplanungsverordnung (RPV) macht die vom Gesetz vorgesehenen Lockerungen für die Pferdehaltung in der Landwirtschaftszone grösstenteils zunichte (wir berichteten). Die Vernehmlassung läuft noch bis Ende November. In Zusammenarbeit mit dem Nationalen Pferdezentrum (NPZ) Bern und Nationalrat Hans Grunder konnte die "PferdeWoche" eine persönliche Übergabe aller auf der Redaktion eingetroffenen Eingaben zur Raumplanungsverordnung (RPV) organisieren. Wie die PferdeWoche auf ihrer Homepage schreibt, wird die Übergabe mit einem Ritt durch die Stadt Bern bis auf den Bundesplatz erfolgen. Ein Zwei spänner des NPZ wird die teilnehmenden Reiter anführen.

Alle Interessierten Reiterinnen und Reiter sind herzlich eingeladen, mit ihren Pferden mitzureiten. Es geht darum, in «Bundesbern» möglichst viel Aufmerksamkeit für das Pferd zu erreichen und die Politik auf die Problemstellen der Verordnung hinzuweisen. Denn diese kehrt die vom Gesetz gewollte Öffnung für Pferde in der Landwirtschaftszone in eine massive Verschärfung um.

Wie, wo und wann?
Am Donnerstag, 28. November, um 14 Uhr geht der Ritt beim NPZ Bern, an der Mingerstrasse 3, los. Dort stehen Parkplätze für die Pferde-Transporter zur Verfügung. Äusserst wichtig ist Ihre Anmeldung mit Anzahl Pferden, beziehungsweise Anzahl Transport-Fahrzeugen bis spätestens Dienstag, 26. November an: info@pferdewoche.ch. So können die entsprechenden Bewilligungen eingeholt werden. Alle Infos zum Thema sind zu finden unter www.pferdewoche.ch oder www.okv.ch. Eine Vorlage für Ihre Eingabe sowie der zusammenfassende Artikel der letzten Ausgabe der Pferdewoche steht zum Download bereit.

ACHTUNG: Aus gesetzlichen Gründen ist nur ein Ritt (oder Pferd an der Hand sowie Kutschen) möglich! Ansonsten wäre es eine unbewilligte Demonstration und könnte kurzfristig durch die Polizei verboten werden. Also keine mitlaufenden Fussgänger.


29.11.2013 - Ritt vors Bundeshaus: Der OKV war dabei

Rund 120 Pferde - geritten, geführt und gefahren - nahmen den Weg vom NPZ Bern zum Bundeshaus unter die Hufe. Bei der Übergabe der Eingaben zur Raumplanungsverordnung war auch eine Delegation des OKV Vorstandes dabei.

Rund 4200 Eingaben zur Raumplanungsverordnung - mit den direkt nach Bern geschickten dürften es gegen 8000 sein - wurden gestern an das Bundesamt für Raumentwicklung ARE überreicht. Umrahmt wurde die von der Pferdewoche organisierte Übergabe mit einem Ritt zum Bundeshaus. 120 Pferde nahmen den Weg vom NPZ Bern zum Bundeshaus unter die Hufe.

Bei der sehr friedlich verlaufenden Kundgebung in Bern war auch der OKV (als einziger Regionalverband mit Standarte) in Bern mit einer Viererdelegation präsent.

Der Umzug sorgte für grosses Aufsehen, nicht nur bei den unzähligen Zuschauern entlang den Berner Strassen. Zahlreiche Fernsehanstalten - sogar in der Hauptausgabe der Tagesschau waren die Rösseler ein Thema - haben gestern Abend über den Ritt berichtet und beinahe jede Tageszeitung hat heute einen Bericht zu diesem Grossaufmarsch im Blatt. (dih)


2.12.2013 - Raumplanungsverordnung: Bundesrat will die Verordnung anpassen

Der Protest der Rösseler zeigt Wirkung: Der Bundesrat will die umstrittene Änderung des Raumplanungsgesetzes anpassen.

Der Bundesrat reagiert auf die Kritik an den geplanten neuen Regeln für Pferdehalter. Wie der Zürcher Oberländer auf zo-online.ch berichtet, will der Bundesrat die umstrittene Verordnung anpassen. In der Vernehmlassung habe es viel Kritik am Verordnungsentwurf gegeben, schreibe der Bundesrat in einer schriftlich nachgereichten Antwort zur Fragestunde des Nationalrates vom Montag. Er verstehe gewisse Befürchtungen und werde die Verordnung anpassen.

Vergangene Woche hatten mehr als 100 Pferdehalter mit ihren Tieren vor dem Bundeshaus gegen die geplanten Regeln demonstriert. Über 8000 Eingaben wurden im Rahmen der Vernehmlassung in Bern eingereicht. Mit einer Änderung des Raumplanungsgesetzes hatte das Parlament die Haltung von Freizeit- und Pensionspferden in der Landwirtschaftszone erleichtern wollen. Bei der Umsetzung auf Verordnungsstufe drohten nun aber aus Sicht der Pferdehalter Verschärfungen. An der OKV-Delegiertenversammlung vom Wochenende in Egnach sprach Nationalrat Max Binder gar von der Missachtung des Volkswillens. (Bericht Delegiertenversammlung) (dih)


Bericht in Schweiz Aktuell vom 28.11.2013

Bericht in der Tagesschau vom 29.11.2013

News SRF-Online vom 29.11.2013


Bericht im Zürcher Oberländer vom 29.11.2013
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