Frauenfeld: Vielseitigkeit bewiesen

Abwechslungsreiche und rasante Aufgaben erwarteten die Teilnehmer des OKV-Patrouillenrittfinals in Frauenfeld. Die Goldmedaille nahmen Nicole Beeler und Maja Eggenschwiler vom RV Regensdorf mit nach Hause.

17.09.2019

Von Corinne Hanselmann

Auf einer rund 15 Kilometer langen Strecke absolvierten die 34 am Final startenden OKV-Equipen zehn verschiedene Posten. Zuerst transportierten sie im Springgarten der Allmend flink Plüschtiere durch einen Flattervorhang und über den Wall. Im Innenraum der Rennbahn war zu zweit ein Pneu durch einen Slalom zu ziehen. Weiter ging es mit einem kniffligen Geometriepuzzle und «Polospielen». Zum Verpflegungsposten gehörte ein Quiz mit Fragen über den OKV und Brevetwissen. Auch ein Gymkhanaparcours mit Podest, Brücke, Poolnudeln und Wippe fehlte nicht. Zurück auf dem Gelände der Allmend wurden im Springwäldli innert zwei Minuten möglichst viele Gegenstände eingesammelt, bevor es im Teich darum ging, mit Netzen kleine Schildkröten und Bälle zu fischen. Für viele war dann der Posten neun ein Höhepunkt: Eine Runde auf der Frauenfelder Grasrennbahn! Wann hat man sonst schon diese Gelegenheit. Doch es ging nicht darum, die Schnells­ten zu sein, sondern die 1500 Meter möglichst genau in einem vorgegebenen Trab- oder Galopptempo zu absolvieren. Zum Schluss waren auf dem Sandplatz noch die Kenntnisse von Bahnfiguren gefragt.

Silber für RV Müllheim

Gold gewannen Nicole Beeler und Maja Eggenschwiler vom RV Regensdorf mit ihren vierbeinigen Partnern Little Papillon (Schweizer Kleinpferd) und der Niederländerstute DD Maccarena. In dieser Kombination waren die vier erst zum zweiten Mal an einem Patrouillenritt unterwegs. Maja Eggenschwiler ist nämlich für ihre verletzte Tochter eingesprungen, jedoch mit demselben Pferd. «Der Galopp auf der Bahn und die abwechslungsreichen Posten haben uns gut gefallen», schwärmen die strahlenden Siegerinnen. Silber gewannen Karin Huber und Tina Kohler vom RV Müllheim. Bronze ging an Katja Ott und Corin Koch vom RV Tösstal. Auch für Nicht-OKV-Equipen gab es beim Patrouillenritt eine Startmöglichkeit. Susanne Portmann-Noll und Jessica Magistri gewannen in der offenen Kategorie, in der 27 Equipen teilnahmen.

Gute Voraussetzungen genutzt

Dass der Reitverein Frauenfeld nach vielen Jahren überhaupt wieder einen Patrouillenritt organisiert, habe man sehr spontan an der OKV-Delegiertenversammlung entschieden, erzählt OK-Präsidentin Sabrina Huber. «Auch weil wir ein schönes Ausreitgelände und eine gute Infrastruktur haben.» Diese konnte dank guter und enger Zusammenarbeit mit dem Rennverein Frauenfeld und dem Reitbahnverein Frauenfeld für den Patrouillenritt genutzt werden. Huber zeigte sich sehr zufrieden gegen Schluss des Anlasses. «Ich habe viele positive Stimmen gehört zu den Posten und ich bin natürlich froh, sind alle gesund zurück.»

Weniger Freude als die wirklich tollen Posten machte den Teilnehmern die anschliessende lange Wartezeit auf die Rangverkündigung der OKV-Kategorie. Sie begann mit rund 90 Minuten Verspätung.

Hier finden Sie die Rangliste des OKV Patrouillenritt-Finales in Frauenfeld

zurück
nach Oben