Drama, Freude, OKV-Cupfinal
CS Hüntwangen ZH mit OKV-Vereinscupfinal: Der RC Sonnenberg und Umgebung setzt sich im Stechen des Finals gegen den KV Oberrheintal und den RV Amriswil durch. Im N140 siegt Lilly Steinmann auf Jivago GG de la Saveniere vor Andreas Ott und Nicole Müller-Baumgartner. Im R/N 135 liess Timo Heiniger mit Despacito die Konkurrenz hinter sich.
Kirstin Burr
Da der KV Dübendorf auf den Start verzichtete, waren 15 Equipen im Final des OKV-Vereinscups der NOP-Pferdeversicherung am Start. Je zwei Paare reiten den Parcours über 105 Zentimeter, zwei über 115 Zentimeter. Dabei gibt es ein Streichresultat. Die besten acht Paare qualifizierten sich für den zweiten, etwas verkürzten Umlauf. Das Publikum durfte sich über spannenden Sport freuen. Bis zum Ende war es für die meisten Teams offen, wer den Einzug in die Entscheidung schafft. Nur für den KV Bülach waren die Chancen nach zwei Paaren schon fast vorbei. Mit 20 Punkten und einer Elimination nach einem – zum Glück glimpflich ausgegangen – Sturz waren die Chancen minimal. Der RC Sonnenberg und Umgebung sicherte sich nach drei Reitern schon das Optimalergebnis. Martin Wüthrich (Doemar Z), Matthias Bodenmüller (Ceur de Picard M) und Sandro Gabathuler (Hawaii de la Cense) blieben alle null. Glena Schneider und Landwind L legten als Vierte im Team dann noch einen Nuller nach. Kurz darauf gelang das auch dem RV Zürichsee rechtes Ufer (RVZrU) dank den fehlerfreien Ritten von Jan Honegger (Naleika), Corinne Schneider (Celine XVIII) und Georgina Bärlocher (Zamira TH CH). Hier bildete Samuele Curti mit Geneve de Toxandria nach einem Abwurf am Einsprung der ersten Kombination das Streichergebnis. Das dritte Team, das nach drei Startern schon alles klar machte, war die Equipe des RV Amriswil. Urs Himmelberger (C’est la Princesse), Cheyenne Stadler (Calvin Klein IV) und Daniela Sennhauser (Iliade de la Cense) kamen ohne Abwurf ins Ziel. Michelle Schlegel und Thimo II wurden nach drei Vorkommnissen eliminiert. Nach vier Reitern gesellten sich auch der PSV Balzers/RV Chur, der RV Stammheimertal und der KV Oberrheintal zu den Mannschaften dazu, die im Umgang zwei mit null Punkten starten würden. Der RV Oberriet, der mit vier Punkten belastet war, hatte das Nachsehen gegen die Bronzemedaillengewinner vom Vorjahr, dem RC Grüningen, und dem RV Nieselberg. Die beiden Vereine waren schneller und schafften es so unter die ersten Acht.
Sprung nach vorne
Manuela Hernandez (Lajana von Worrenberg), Tim Fuhrer (Balou Star’s Premier), Loana Brestel (Cadogan) und Bruno Wolf (Queen vom Schlösslihof) vom RC Grüningen lieferten in der zweiten Runde alle ab. Sie belegten Rang fünf hinter dem RV Nieselberg. Mireille Schäpper (Jaline van de Kapel), Michelle Gantner (Crevil Z), Denise Horn (Valeria-T) und Tina Jelinek (La Jolie) machten mit vier Nullern den grössten Sprung nach vorne. Der RV Stammheimertal startete von Anfang an nur mit drei Paaren. Die Hoffnung auf ein Stechen war hoch, als sowohl Caroline Hofer Basler mit Lou du Grand Champ als auch Linda Gsell auf C Luna Z fehlerfrei waren. Doch dann fiel bei Sandra Fehr und Coco Jamba III CH die Stange am dritten Sprung und das Team auf Rang sechs zurück. Auch der PSV Balzers/RV Chur musste auf eine Reiterin verzichten. Olivia Buonvicini und Humphry traten nach ihrem Sturz kein zweites Mal an. Hanna Valenta patzte auf MBF Peppermint dann auch am dritten Hindernis, während Mirja Caveng (Laventino CH) und Catrina Arpagaus (Azur des Fontenottes) einen weiteren Nuller zeigten. Es wurde Platz sieben. Der RVZrU rutschte auf den achten Rang zurück. Auch wenn Honeggers zwölf Punkte gestrichen wurden und Bärlocher null blieb, kamen die jeweils acht Punkte von Curti und Schneider in die Wertung.
Tragik und Freude nebeneinander
Marco Thür und Singo van de Dommelbron Z eröffneten das Stechen um Gold. Er wendete eng herum auf den vorletzten Sprung und musste sich einen Abwurf notieren lassen. Himmelberger wurde dann zum Pechvogel des Tages. Er startete mit dem ersten Sprung des zweiten Umlaufs statt mit demjenigen des Stechens und war damit eliminiert. Ein ähnliches Missgeschick war auch Lui Langenegger vom KV Oberrheintal mit Celtic Rock in Runde zwei passiert. Er hatte die Startglocke nicht abgewartet und wurde abgeklingelt. Schneider gab dann richtig Gas und war fast zwei Sekunden schneller, doch ihr wurde der letzte Sprung zum Verhängnis. «Ich habe über dem Sprung schon aufgehört zu reiten und dann lässt sich Landwind gerne mal hängen. Aber er hat das ganze Turnier so für mich gekämpft», analysierte sie ihre Runde. Thür auf Jerino unterbot ihre Zeit noch einmal um über eine halbe Sekunde, doch auch bei ihm fiel die Stange an Nummer zwei. Gabathuler musste also «nur» noch null bleiben und das tat er mit einer ruhigen Runde. «Ich hatte schon im Hinterkopf, dass ich weitergaloppieren muss, aber zum Glück ist Hawaii so ein vorsichtiges und gutes Pferd, dass ich nicht auf Zeit reiten musste. Sie war so vorsichtig, dass ich sogar noch Zeit hatte, meinen Helm zu richten, damit ich auch was sehe», scherzte Gabathuler, der dem RC Sonnenberg und Umgebung damit den Sieg sicherte.
Wieder einmal Jivago
Das N 140 bildete den Abschluss des Wochenendes. Zehn Paare qualifizierten trotz des anspruchsvollen Kurses für das einmalige Stechen. Lilly Steinmann holte sich dann mit einer schnellen Runde den Sieg. Keiner kam in die Nähe der Marke von 35.21 Sekunden, die sie mit Jivago GG de la Saveniere in den Sand gezaubert hatte. «Wir freuen uns über den Sieg. Jiivago ist ein aussergewöhnliches Pferd. Er kämpft immer für mich und liebt es, ans Turnier zu gehen. Aber auch seinen Ausgleich, wenn wir zwischen den Concours ausgedehnte Ausritte machen. Die Zeit habe ich in der Wendung auf die Kombination geholt. Diese ist uns sehr gut gelungen und ich konnte die erste Distanz nehmen», so die Siegerin. Rang zwei ging an Andreas Ott mit H Donnerwolke, Nicole Baumgartner-Müller auf Caprice komplettierte das Podium. Anja Sanchez und Navia vom Tutensee CH blieben ebenfalls null. Rang fünf belegte Timo Heiniger auf Caunas, der aber auch ohne den Abwurf nur einen Rang weiter vorne gelandet wäre. Der Schweizermeister feierte dafür in der vorherigen Prüfung mal wieder einen Sieg. Mit Despacito verwies er das schnelle Paar Lea Hüsler und Gatchina de la Cense auf den zweiten Platz. Nur diese beiden kamen in unter 60 Sekunden ins Ziel. Janick Widmer benötigte mit Lendix van het Broekdal 60.21 Sekunden. Heiniger klassierte sich mit Monsieur auf dem vierten Rang vor Ott auf Antrium.





