Katie Gygax und der OKV-Sekundenkrimi

CS Fehraltorf ZH mit OKV-Vereinscup: Vier Tage Springsport, wechselhaftes Wetter und Entscheidungen auf Messers Schneide: Die Pferdesporttage Fehraltorf hatten alles im Programm. Zwischen Sonne und Regen blieb es auf dem Platz durchgehend spannend. Im OKV-Vereinscup der NOP-Pferdeversicherungen entschieden am Ende wenige Sekunden über die Rangierung, und auch im N 140 fiel die Entscheidung erst im letzten Moment.

Ramona Bischof

In der Hauptprüfung N 140 blieb es bis zum Schluss spannend – und ein bisschen Nervenstärke war definitiv von Vorteil. Fünf Reiter meisterten den anspruchsvollen Grundparcours fehlerfrei und sicherten sich das Ticket für das Stechen. Den Auftakt machte Franziska Meierhans mit Dakota und legte gleich eine solide Zeit vor (45.93). James Shore zog mit Pittsburgh B das Tempo an und übernahm zwischenzeitlich die Spitze (43.86). Dann aber setzte Nicole Baumgartner-Müller mit Caprice S in 42.45 Sekunden die neue Bestmarke – die Entscheidung war lanciert. Letzter Start: Katie Gygax ging mit Feufolet du Feugré in den Parcours. Sie nutze ihre Startnummer perfekt aus, fand die engsten Linien, ritt entschlossen und stoppte die Uhr bei 40.94 Sekunden. Die Adliswilerin siegte vor Baumgartner-Müller und Shore. Meierhans klassierte sich mit Ishan B und Dakota auf den Rängen vier und fünf. Alle fehlerfrei – in diesem Stechen zählte nur die Uhr.

 

RVZrU behält die Nerven

Auch im OKV-Vereinscup der NOP-Pferdeversicherung blieb es bis zum Schluss eng. Fünf Equipen lösten das Ticket für die Barrage und machten den Sieg unter sich aus. Den besten Riecher für Tempo und Nervenstärke hatte der RV Zürichsee rechtes Ufer. Georgina Bärlocher (auf Zamira TH CH), Samuele Curti (Geneve de Toxandria), Jan Honegger (Calino M) und Corinne Schneider (CelineXVIII) legten bereits im Normalumgang die Basis und blieben auch in der Entscheidung cool genug, um den Sieg ins Ziel zu bringen. Bärlocher und Curti waren im Stechen zusammengerechnet in unter 80 Sekunden im Ziel. Besonders der RC Grüningen setzte die späteren Sieger aber gehörig unter Druck. Als die Schlusszeiten feststanden, fehlten den Grüningern (Loana Brestel, Nina Fuhrer, Sacha Fuhrer, Manuela Hernandez) weniger als zwei Sekunden zum Sieg. So blieb Rang zwei, während sich der KV Dübendorf den dritten Platz sicherte. Die letzte Gelegenheit, Punkte für die Finalqualifikation zu sammeln, bietet sich am 12. Juli in Turbenthal. Der Final selbst findet Ende August in Hüntwangen statt.

 

«Jump & Drive» – wenn mehr als ein PS benötigt werden

Ein fester Bestandteil der Pferdesporttage ist jeweils das «Jump & Drive». Dabei wird Teamwork einmal anders gefragt: Zuerst absolviert ein Reiter den Springparcours, danach übernimmt der Fahrer und absolviert einen Geschicklichkeitsparcours mit dem Auto. Am besten harmonierte das Duo Corinne Schneider mit ihrer Stute Celine und Fahrer Philipp. Mit einem fehlerfreien Parcours und einer schnellen, sicheren Fahrt sicherten sie sich den Sieg. OK-Präsidentin Anigna Locher zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. Trotz wechselhafter Bedingungen sei dank des grossen Einsatzes der Helfer alles reibungslos über die Bühne gegangen und das Turnier rundum gelungen gewesen.

 

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