Fehraltorf: VEP ist neuer Vereinsmeister

An der äusserst attraktiven OKV-Vereinsmeisterschaft holte sich der Verein Elgger Pferdefreunde (VEP) den begehrten Titel. Das Viererteam aus Elgg lieferte ausgezeichnete Ergebnisse in allen drei Teilbereichen und verwies den Reitverein Stammheimertal sowie den Reitverein Uster auf die Ehren­plätze. Zuschauer und Teilnehmer genossen bei herrlichen Bedingungen einen OKV-Sportanlass ganz im Zeichen der Basis.

18.09.2018

Von Sandra Leibacher

Nachdem bis im Mai kein Veranstalter für die OKV-Vereinsmeisterschaft in Sicht war, entschied sich Vereinspräsident Hans­ueli Schmid vom Reitverein Kempttal aufgrund der Ini­tiative von Roland Küpf­er (Herrliberg) zusammen mit seinen Vereinsmitgliedern und Helfern, die Meis­terschaft durchzuführen. «Es kann doch nicht sein, dass ein so toller Anlass nicht stattfindet, weil kein Organisator gefunden werden konnte», so Küpfer. Gesagt, getan und das Resultat konnte sich sehen lassen. 32 OKV-Vereins­equipen traten am letzten Samstag zum Titelkampf an. Der VEP mit Jennifer Eicher, Claudia Zimmermann, Eveline Bodenmüller und Nicole Anderes holten sich mit tollen Leis­tungen in allen sechs Ritten und 63,3 Punkten den Titel «OKV-Vereinsmeis­ter 2018». Der Reitverein Stammheimertal mit Caroline Hofer Basler, Floyd Basler, Saskia Benz und Sonja Thalmann gewann mit 67,7 Punkten, lediglich einem Punkt weniger, Silber. Mit 68,7 Punkten holten sich die vier Amazonen vom RV Uster, Corina Gerhäuser, Gabriela Gräff, Michaela Lacher und Samira Kunz, die Bronzemedaillen. Der RV Seebezirk klassierte sich mit 72,9 Punkten auf dem vierten und der RV Wallisellen mit 73,4 Punkten auf dem fünften Schlussrang.

Grosses Interesse

Die OKV-Vereinsmeisterschaft wird von der Basler Versicherung als Haupt­sponsor unterstützt und ist der grösste OKV-Sportanlass. Er bietet der Basis mit ihren Amateurreitern hervorragende Bedingungen, sich in den drei Disziplinen Gelände, Dressur und Springen zu bestätigen.  Die Vereins­equipen, bestehend aus vier Reitern, mussten in drei Disziplin­en je zwei Ritte absolvieren, wobei ein Reiter pro Disziplin nur einmal starten durfte. Daher war es nicht verwunderlich, dass der Zuschaueraufmarsch gross war, es wurde mitgefiebert und fleissig applaudiert, was der Stimmung auf dem Platz sehr zuträglich war. «Eine äusserst gelungene, bestens organisierte Veranstaltung», lobte OKV-Präsident Michael Hässig, der zusammen mit seiner Frau Barbara selber noch fleissig bei den Vorbereitungen Hand anlegte. Dem RV Kempttal mit seinen rund 50 Helfern ist es gelungen, auf der Reitanlage Barmatt eine tolle und gesellige Veranstaltung zu organisieren. Da alle Austragungen in Fussdistanz zu sehen waren, konnten die Zuschauer viel abwechslungsreichen und schönen Pferdesport sehen. Rund 500 Blumen verliehen den Hindernissen und der Anlage das «Tüpfelchen auf dem i» und am Schluss der Veranstaltung durften sich alle Anwesenden an den Blumen bedienen und diese mit nach Hause nehmen.

Cross begeisterte

Für den Geländeritt Niveau B1 mit 18 Hindernissen auf der Höhe 80 Zentimeter und einer Streckenlänge von 1950 Meter galt das Tempo 450 Meter pro Minute. Bereits um acht Uhr gingen die 32 Startenden im Drei-Minuten-Intervall auf die Strecke. In dieser Teilprüfung brillierte mit einem fehlerfreien Ritt und einer zeitlichen Punktlandung Nicole van der Meer aus Bichelsee des Reitclubs Sonnenberg. Für den zweiten Umgang im Cross CC B2 wurde der Schwierigkeitsgrad von Parcoursbauer Daniel Rath­geb leicht erhöht. 21 Hindernisse auf einer Höhe von 90 Zentimeter, 2500 Meter Streckenlänge und einem Reittempo von 480 Meter pro Minute waren aber auch für diese Reiter kein Problem. Corina Gerhäuser vom Reitverein Uster trug mit ihrem Sieg in dieser Teilprüfung zum ausgezeichneten Endresultat des Vereins bei. «Eine tolle Geländeprüfung, genau für uns gemacht, flüssig zu reiten und nicht zu schwer, also genau unser Ding», so hörte man viele Voten der Reiter nach dem Zieleinlauf. Bei beiden Cross-Umgängen schied lediglich eine Reiterin am Teich aus und dies spricht sicherlich für den ausgezeichnet gestellten Parcours. Damit der attraktive Geländekurs überhaupt vom RV Kempttal gestellt werden konnte, zeigten sich die fünf Landbesitzer äusserst grosszügig und kulant, stellten sie doch ihre Wiesen zu Verfügung, was vom Vereinspräsidenten Hansueli Schmid persönlich verdankt wurde. «Die Geländeprüfung soll Spass machen und der Ritt soll Freude bereiten. Hier sind keine ausschliesslichen CC-Reiter am Start, sondern Amateurreiter, die Freude am Geländereiten haben. Daher hat der Veranstalter auch sehr viel Wert auf ein faires und ansprechendes Cross gelegt», so OKV-Präsident Michael Hässig, der zusammen mit den Landbesitzern und den Sponsoren einen Rundgang auf dem Gelände machte und über die Veranstaltung informierte.

Dressur entscheidend

Aus der Endrangliste ist deutlich ersichtlich, dass die Klassierungen in den beiden Dressurprüfungen für das Endergebnis entscheidend waren. Gezeigt wurden ebenfalls schon am Morgen auf dem Dressurviereck in der ersten Stufe das Dressurprogramm B1 und auf Stufe II ein GA 07. Als Richterinnen amteten Veronika Eggler und Ursula Milz. Der VEP mit den beiden Dressurreiterinnen Jennifer Eicher und Claudia Zimmermann setzte in den beiden Prüfungen wichtige Meilensteine für seinen späteren Sieg. Eicher wurde Zweite und Zimmermann Fünfte ihn ihrer jeweiligen Prüfung. Sophie Schiesser vom KV Dübendorf er ritt sich mit Canus Lupus ein Endresultat von 71,0 Prozent und gewann die Teilprüfung der Stufe I. Das GA 07 entschied Denise Hensch mit Zulana (70,7 Prozent) vom KV Bülach und Umgebung für sich.

Spannung im Springen

Den Springparcours am Nachmittag stellten die Parcoursbauer Roland Küpfer und Conny Ruppli. In Stufe I standen zehn Hindernisse mit elf Sprüngen auf einer Höhe von 100 Zentimetern. Den ers­ten Umgang gewann Carole Schneider aus Amlikon auf Acordino vom Reitverein Nieselberg fehlerfrei in der schnellsten Zeit. Michaela Lacher und Zaza II vom Reitverein Uster waren lediglich 14 Hundertstel langsamer und holten sich den zweiten Rang. Für die letzte und entscheidende Prüfung wurde die Startliste anhand des Zwischenklassements zusammengestellt. Gestartet wurde in umgekehrter Reihenfolge, am Schluss die Führenden, was der Spannung äusserst zuträglich war. Für die zweite Prüfung wurde der Parcours anspruchsvoller gestellt und die zehn Hindernisse mit 13 Sprüngen auf 110 Zentimeter erhöht. Die Spannung stieg von Ritt zu Ritt, denn die Vereine lagen im Zwischenklassement punktemässig sehr nahe zusammen und alleine ein Abwurf konnte einen Verein einige Ränge nach hinten werfen. Also setzten die Schlussreiter alles daran, fehlerfrei zu bleiben. 13 von ihnen gelang das und auch Jennifer Eicher vom VEP, die sich einen Abwurf hätte leisten können, zeigte als letzte Reiterin einen sauberen Ritt. Gewonnen wurde die letzte Teilprüfung übrigens von Franziska Bader mit Oisette de la Cour vom KV Dielsdorf und Umgebung.

Hier finden Sie die Rangliste der OKV Vereinsmeisterschaft 2018

OKV-Vereinsmeisterschaft 2018 in Fehraltorf
An der äusserst attraktiven OKV-Vereinsmeisterschaft holte sich der Verein Elgger Pferdefreunde (VEP) den begehrten Titel. Das Viererteam aus Elgg lieferte ausgezeichnete Ergebnisse in allen drei Teilbereichen und verwies den Reitverein Stammheimertal sowie den Reitverein Uster auf die Ehren­plätze. Zuschauer und Teilnehmer genossen bei herrlichen Bedingungen einen OKV-Sportanlass ganz im Zeichen der Basis.

Fotos von Sandra Leibacher und Barbara Urech Hässig
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