Gossau: Tückische Linien

Rund 160 Starts, welche insgesamt über 91 Hindernisse führten, absolvierten die Reiter in Gossau am CC-Indoorturnier während zwei Tagen. Ge­ritten wurden Prüfungen auf dem Niveau B1 bis B3, mit und ohne Stilwertung. Dabei hat der Technische Delegierte Stephan Döll einige Tücken eingebaut.

06.02.2019

Von Chantal Kunz

Mit einer fast idealen Zeit von 176.06 Sekunden galoppierte Alexandra Reith im Sattel von Chaps über die Ziellinie. Sie hat mit dem weissen Westfalenwallach alle 20 Hindernisse ohne Probleme überwunden und kaum Strafpunkte für den Stil gesammelt. So konnte sie den ersten Preis entgegennehmen. Vorgegeben war ein Tempo von 330 Meter pro Minute für die Strecke von 980 Meter. Gebaut hat den Parcours das eingespielte Team Daniel Rathgeb, Sven Riedener und Stephan Döll. Letzterer hebt ganz klar einige technische Schwierigkeiten des Parcours auf Niveau B3 heraus: «Eine Linie führt von der Wand weg, was Pferde sowieso nicht mögen. Dann geht es schräg über zwei Sprünge wie eine Hundehütte und ein Holzfass.» Ausserdem beinhalte der Kurs ein «S», welches über schmale Sprünge führt. «Dabei wird vom Reiter gefordert, dass er seinen vierbeinigen Partner aus der Kurve heraus möglichst schnell wieder geraderichten kann und mit genügend Schwung den Sprung anreiten kann», erklärt Döll. Auch am Halleneingang entlang muss­ten sich die Reiter einer Herausforderung stellen. An der Wand entlang galt es, eine Kombination von zwei jeweils schräg stehenden Baumstämmen zu überwinden. «Diese Situation ist oft im Gelände zu finden. Ich möchte sie vermehrt auch in der Halle nachstellen.»

Spezialpreis gesichert

Diesen Herausforderungen stellte sich auch Claudia Eichenberger mit der Stute Cool Lady II: «Der Parcours war schön und flüssig zu reiten. Die Linienführung war mit den schrägen Sprüngen aber nicht ganz einfach.» Die Wetzikerin meisterte den Parcours aber erfolgreich und klassierte sich im fünften Rang. Zusammen mit dem Sieg in der vorhergegangenen Prüfung B2 erhielt sie den ersten Preis der Spezialwertung (Prüfung vier und fünf zusammengezählt). Für Jurypräsidentin Claire Bodmer war das Turnier erfolgreich: «Wir können uns über schöne Teilnehmerfelder freuen, trotz starken Schneefalls. Auch von den Reitern habe ich positives Feedback bekommen, was mich sehr freut.»


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