4.12.2011 - Rekordbeteiligung an der OKV-Delegiertenversammlung in Aadorf
Die 156. Delegiertenversammlung des Verbands Ostschweizerischer Kavallerie- und Reitvereine (OKV) in Aadorf stand im Zeichen der neuen Reitsportdisziplinen. Vor 420 anwesenden Vereinsvertretern aus der gesamten Ostschweiz konnte Präsident Peter Fankhauser feststellen, dass es dem OKV gelungen ist, die boomende Freizeitreiterei in den Verband zu integrieren. Das Verhältnis zum schweizerischen Dachverband (SVPS) bleibt hingegen angespannt.

OKV-Präsident Peter Fankhauser

Mit 420 Delegierten war die DV 2011 in Aadorf ausserordentlich gut besucht.

Peter Fankhauser verabschiedet die abtretenden Vorstandsmitglieder Andreas Stutz, Heidi Wolf und Peter Stern (v.l.)

Die neuen Vorstandsmitglieder (v.l.): Heidy Dietiker, Chefin Kommunikation, Ruedi König, Chef WEF, und Danièle Kaufmann, Chefin Ausbildung. (Fotos: Sascha P. Dubach)
>>> Bildergalerie (weitere Fotos folgen in Kürze)
Die diesjährige OKV-Delegiertenversammlung fand in Aadorf statt. Organisiert wurde sie durch den Kavallerieverein Hinterthurgau anlässlich seines 100-Jahr-Jubiläums. OK- und Vereinspräsident Georges Zehnder durfte die rekordverdächtige Anzahl von 420 Delegierten aus 123 von insgesamt 147 dem OKV angeschlossenen Vereinen im Gemeindezentrum in Aadorf begrüssen. Rund 100 Mitglieder des KV Hinterthurgau standen an den beiden Tagen im Einsatz.
In seinem Jahresbericht hob OKV-Präsident Peter Fankhauser (Kloten) den wachsenden Stellenwert der Freizeitreiterei hervor. Mit der Schaffung des neuen Zukunftsressorts für die boomenden Disziplinen Western, Endurance und Freizeit (WEF) sei ein wichtiger Meilenstein für die Bedürfnisse der neuen Reitergeneration gelegt worden. Nach einer dreijährigen Versuchsphase hat das neue Ressort definitiv den Platz in den Strukturen des OKV gefunden. Zum ersten Ressortvorstand wurde Ruedi König (Turbenthal) gewählt. Mit Danièle Kaufmann (Bichelsee) und Heidy Dietiker (Wildberg) haben die Delegierten ausserdem die Vorstandsfunktionen „Ausbildung“ und „Kommunikation“ neu besetzt.
Verhältnis zu SVPS bleibt angespannt
Bereits im vergangenen Jahr hatte OKV-Präsident Fankhauser den Schweizerischen Verband für Pferdesport (SVPS) wegen zu hoher Gebühren und mangelnder Transparenz in der Kommunikation gerügt. Frustriert stellte er in seiner diesjährigen Rede fest, dass diesbezüglich keine namhaften Verbesserungen stattgefunden hätten. Zwar habe der SVPS ein weiteres Kommunikationskonzept verabschiedet, bisher sei es jedoch bei einem „Papiertiger“ geblieben. Bei den angekündigten Gebührensenkungen des Dachverbands handle es sich um Augenwischerei. Statt mit wirksamen Sparmassnahmen, würden die Einnahmeausfälle noch immer durch ein längt veraltetes Pflichtabonnement des Pferdesport-Bulletins quersubventioniert.
Finanziell auf Kurs
„Nicht nur strategisch, sondern auch finanziell befindet sich der OKV auf Kurs“, konnte Präsident Fankhauser in Aadorf festhalten. Mit einem Gewinn von knapp 40‘000 Franken und einem Vermögen von rund 600‘000 Franken haben die Delegierten die Jahresrechnung und das dazugehörige Budget einstimmig genehmigt.
Drei neue Verbandsmitglieder
Seit der heutigen Delegiertenversammlung zählt der OKV drei Mitglieder mehr.
So nahmen die Anwesenden den Reitverein Schönenberg sowie das
Reitsportzentrum Elgg und das Reitsportzentrum Weierhof in den Verband auf.
