26.09.2011 - Egnach: KV Egnach verteidigt OKV Fahrcup-Final Sieg
Mit einem hauchdünnen Abstand von 0,5 Punkten vermochte der KV Egnach im OKV Fahrcup-Final auf seinem Heimplatz den Erfolg vom letzten Jahr zu wiederholen. Auf den zweiten Rang setzten sich der RV Amriswil und mit nur einem weiteren Punkt Abstand der KV/RV Gossau.

Der KV Egnach gewinnt den Fahrcup-Final

Charlotte Diethelm, KV Egnach

Robert Portmann, RV Amriswil

Hans Landis, KV Egnach (Fotos: Marianne Hübscher)
von Marianne Hübscher
Leicht wurde es den Egnachern mit Charlotte Diethelm, Hans Landis und Hans Bauer aber nicht gemacht. Nur minime Zeitüberschreitungen trennten die erstplatzierten vier Equipen voneinander. Charlotte Diethelm kam mit ihrem grossen Braunen mit einem Töggel über die Runden. Als dann aber Hans Bauer ungewohnte zwei Bälle im ersten Umgang kassierte, begann das Zittern bei den Fans und Vereinskameraden. Im zweiten Lauf fuhr er dann ohne Abwürfe, aber sieben Sekunden zu langsam über die Ziellinie. Der Jubel war ihm trotzdem sicher. Hans Landis als letzter Fahrer startete sorgfältig ,aber nervenraubend langsam. Das schien ihm dann plötzlich bewusst zu werden und er forderte von seinem Freiberger Lars Tempo. Ohne Zeitstrafen aber mit einem Ball kam er aus dem ersten Umgang, mit nur einem Zeitstrafpunkt aus dem Zweiten.
Die Ausgangslage war spannend gewesen. Klettgau hatte souverän alle vier Qualis gewonnen. Egnach deren drei und Affoltern zwei. Im Final war alles anders! Als bei Klettgau und Affoltern den Startfahrern ihre Umgänge nicht ganz glückten, schienen die Nachfolgenden unter Druck zu stehen und liefen auch nicht zu gewohnter Form auf.
Brücke und Wassergraben klassierten
Absolut finalwürdig präsentierte sich der Parcours auf der Anlage der Familie Hess im Fetzisloh. Das idylische Gelände ist leicht kupiert und kräfteraubend. Für „Mostindien“ selbstverständlich standen auch Obstbäume im Parcours. Wer den Kopf unter den Bäumen nicht senkte, dem lüpfte es den Hut. Dem Wassergraben trauten längst nicht alle Pferde. Je nach Temperament gings dann doch noch vorsichtig im Schritt oder mit grossen Sätzen und einer folgenden Vollbremsung hindurch, denn die nächste enge Wendung war nicht weit. Zwar konnte das nicht allzuviele Nass auch umgangen werden, aber dies machte einen sehr engen Schlenker vor dem nächsten Hindernis nötig. Einige Pferde und Ponies suchten sich einen Kompromiss und wichen dem Wasser aus, der Wagen lief halb halb auf dem Wasser und der leicht schrägen Umfassung des Grabens mit Kopfstellung nach der Linie, die eigentlich vorgesehen war. Das für seine jeweiligen Fahrer sehr engagierte Publikum kam so auch auf seine Kosten, da für Lacher und atemanhalten gesorgt war. Vor der Brücke vollführten einige Vierbeiner akrobatische Ausweichmanöver und die nötigen Volten für einen erneuten Versuch benötigten viel Zeit. Zwei Drittel der Startenden mussten denn auch Zeitfehler in Kauf nehmen. Einen Doppelnuller schaffte einzig die für den RV Amriswil startende Stefanie Straub mit dem Falb-Pony Kros.
Volle Einlaufprüfung und alter neuer Vereinsmeister
Mit 34 Startenden war die offene Einlaufprüfung sehr gut besetzt. Durch die 30 Zentimeter Spurzugabe, anstelle der 25 Zentimeter im Fahrcup-Parcours, flitzten die startenden OKV-Fahrer nur so durch die Hindernisse und es resultierten 13 Doppelnuller. „War etwas zu einfach, aber auch die Vereinsfahrer sollen ja gut durchkommen“, meinte Parcoursbauer René Staub. Neuer Vereinsmeister des KV Egnach wurde der letztjährige Sieger Hans Bauer mit dem Freiberger Espoir , der mit sechs Sekunden Abstand die Konkurrenz hinter sich liess. Zwei Drittel der OKV Final-Fahrer war in dieser Prüfung schon am Start, aber Schlussfolgerungen auf eine überragende Tagesform einer Equipe konnten keine gezogen werden.
Parcoursbauer René Staub, OK-Präsident Werner Hess und Chef Fahren OKV Peter Koradi zogen eine sehr positive Bilanz für den gesamten Anlass.