21.09.2011 - Engelburg: Nachwuchs auf gutem Weg
Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten hat der Reitclub St. Gallen auch noch den OKV-Coupe-Final und den Final Jump Green & Style organisiert. OK-Präsident Bruno Brovelli und sein Team haben zu Gunsten der Pferde und Konkurrenten grossartige Arbeit geleistet.

Siegerehrung OKV-Coupe-Final mit dem Reitverein Sulgen (Gold), Kavallerieverein des Bezirks Affoltern (links, Silber) und dem Reitclub Flurhof Balgach (Bonze). ( Foto: Charles Stoob)
von Charles Stoob
Der Reitclub St. Gallen war stolz darauf, gleich zwei ostschweizerische Finalprüfungen durchführen zu dürfen. Einerseits den OKV-Coupe-Final, eine Mannschaftsprüfung für Dreier-Equipen mit einem ganz speziellen Wertungssystem, andererseits den Jump Green & Style-Final, eine Prüfung, die nach einer Stilwertung gerichtet wird. In beiden Finals durften die zahlreichen Zuschauer sehr gute Ritte zur Kenntnis nehmen. In den Jump-Green-Prüfungen zum Beispiel sassen Nachwuchsreiterinnen und Reiter im Sattel, die ein Versprechen für die Zukunft sind. Da war bei den Jüngsten eine mentale Stärke vorhanden, die erstaunt und erfreut. Man hörte, wie sie ihre Pferde mit dem Zusprüchen wie «Komm mein Lieber, wir zwei schaffen es bestimmt» anfeuerten.
OKV-Coupe-Final 2011
Der RV Sulgen mit Gabriela Brugger, Manuela Kradolfer und Thomas Blatter trumpfte mit einer Glanzleistung auf. Wer auf einem derart schwierigen Untergrund wie am Sonntag mit willigen Klassepferden unter dem Sattel drei Null-Fehler-Runden reitet, hat die Goldmedaille auch verdient. Ohne dabei die ebenfalls sehr respektablen Leistungen des RV Sulgen (Silber), des RC Flawil und Umgebung (Bronze) und allen anderen platzierten Teams schmälern zu wollen.
100 Jahre RC St.Gallen Präsident Bruno Brovelli liess in seiner Jubiläumsansprache die letzten 100 Vereinsjahre Revue passieren. «Als ursprünglich militärisch geprägter Verein sind vor allem die Kriegsjahre zu erwähnen, in welchen das Vereinsleben fast vollständig zum Erliegen kam und auch kaum Dokumente vorhanden sind. Im Winter 1909/10 wurde von einigen Offizieren aller Waffengattungen der Rennclub St. Gallen gegründet. Die Gründer waren bis zu diesem Zeitpunkt Mitglieder des Kavallerievereins St. Gallen. Aller Waffengattungen deshalb, weil die Armee damals noch keine Motorisierung kannte, dadurch waren die Kommandanten aller Grade und die in den Stäben eingeteilten Offiziere beritten. Die Gründung erfolgte, weil der Kavallerieverein St. Gallen – er besteht übrigens noch heute – nach damaligen Dokumenten nicht in der Lage war, ausser der damaligen starken ausserdienstlichen Tätigkeit, auch noch pferdesportliche Anlässe durchzuführen. Die Neugründung des Rennclubs, dem fast ausnahmslos Offiziere angehörten, erfolgte im besten Einvernehmen mit dem Kavallerieverein. In den folgenden Jahren, das heisst bis zum Kriegsausbruch 1914, wurden auf der Kreuzbleiche und auf dem Breitfeld jährlich Flachrennen, Hindernisrennen, Trabfahren und Springkonkurrenzen durchgeführt. Ab dem Jahr 1935 verzichtete man auf Rennen und konzentrierte sich auf Springkonkurrenzen. 1968 bekam der Verein unter der Leitung von Präsident Oberst Paul Schärli neue Statuten, welche die Aufgaben des Vereins neu definierten. Ab diesem Zeitpunkt führt der Verein auch den heutigen Namen Reitclub St. Gallen. |