23.08.2011 - Crossbauerkurs Oberhallau: Crossbau ist Teamarbeit

Der Kurs mit Stephan Döll bot den Teilnehmern einen interessanten Einblick in die Entstehung von Geländestrecken und Veranstaltungen. Ausserdem wurde klar, dass die Ausbildung zum Crossbauer in der Schweiz verbessert werden müsste.

Crossbauerkurs Oberhallau: Crossbau ist Teamarbeit

Foto: Carsten Gablick

von Barbara Stocker

Nach einer kurzen Einführung  auf dem gemütlichen Gartensitzplatz der Familie Fleischli konnten die Teilnehmer die Umgebung mit ihren nicht ganz einfachen Voraussetzungen für die Durchführung einer Prüfung besichtigen. Ausser dem Dressurviereck gibt es keine permanenten Anlagen und kaum eine ebene Stelle. Wo baut man also die Festwirtschaft auf, welcher Platz eignet sich als Parcours, bzw. als Abreitplatz und wo gibt es Parkplätze. Dies sind Fragen, die sich einem Veranstalter bei der Planung von Prüfungen stellen.

Zurück auf dem Gartensitzplatz ging es mit Theorie weiter. Die wichtigsten Voraussetzungen, damit ein gutes Cross gebaut werden kann, sind laut Döll einerseits das Vorhandensein der Infrastruktur mit entsprechenden Maschinen. Andererseits braucht es ein harmonierendes Crossbauerteam, welches einladende Hindernisse zimmern kann, und diese auch noch, je nach Schwierigkeitsgrad der Prüfung, am geeigneten Ort platzieren kann.  Weitere Themen waren das CC-Reglement (man muss reglementskonform bauen) und die Bauart von Geländehindernissen (diese sollten einladend und sicher sein und versteckte Fehlerquellen beinhalten).  

Ausbildung verbessern

Auch die Ausbildung zum Crossbauer wurde diskutiert. Es ist zwar reglementarisch festgelegt, welche Voraussetzungen ein brevetierter Crossbauer erfüllen muss, leider ist das Angebot an Crossbauerkursen aber gering. Dies führt dazu, dass in einzelnen Basisprüfungen Efforts zu finden sind, die für Pferd und/oder Reiter nicht fair sind. Schon in Basisprüfungen wäre es aber wichtig, dass sich die Sprünge so pferdefreundlich wie möglich gestalten, damit Reiter und Pferd das Vertrauen ineinander und in den Sport aufbauen können.  Es wäre schön, wenn die Paare dank vermehrter Ausbildung und mehr  Fachwissen der Crossbauer bei jeder Veranstaltung Freude, Motivation und Lerneffekte erfahren könnten.

Vorführung zum Schluss                                                                                                                                    

Nach dem Theorieteil wurden gute und weniger gute Beispiele für Geländehindernisse kritisch beurteilt. Stefanie Huonker und Samira Hüttenegger ritten die dafür vorbereiteten Hindernisse anschliessend in den verschiedensten Kombinationen. Es wurde z.B. sichtbar, wie sehr ein Hindernis erschwert ist, wenn es in unebenes Gelände eingefügt wird. Mit einem köstlichen Lunch ging die Veranstaltung zu Ende.