12.07.2011 - Wil: Fehler waren nicht erlaubt
Der Kavallerieverein Egnach und Umgebung gewann mit einem blanken Fehlerkonto die zweite OKV-Fahrcup-Ausscheidung in Wil.

Die Altstadt von Wil bot eine einzigartige Kulisse für die Traditionsfahrt in Wil (Foto: Tobias Schönenberger)
von Werner Schönenberger
Charlotte Diethelm, Hans Bauer und Hans Landis holten für den Kavallerieverein Egnach und Umgebung mit einer absolut makellosen Leistung den Sieg in der OKV-Fahrcup-Prüfung in Wil. Der Reitverein Alttoggenburg, der Reitclub Amriswil und der Reitverein am Nollen folgten mit nur drei Punkten auf den nächsten Rängen. Mehr als ein Drittel der 27 Gespanne absolvierten beide Umgänge im Hindernisparcours ohne Ballabwurf und Zeitüberschreitung. Bereits in der Einlaufprüfung zeichnete sich das hohe Niveau des Hindernis-Fahrsportes im OKV-Gebiet ab.
OKV-Vertreter Werner Meier betonte in Wil das hohe Niveau der Fahrerinnen und Fahrer und hob die besten als wahre „Profi-Döggeler auf Weltmeisterschafts-Niveau“ hervor. „Diese Entwicklung fordert aber gleichzeitig die Parcourbauer heraus, denn ihre Aufgabe wird bei den grossen Leistungsunterschieden der Gespanne immer schwieriger“, meinte der erfahrene OKV-Vertreter am Schluss der Veranstaltung.
Parallell zum OKV- Fahrcup organisierte der Fahrverein Wil auch eine Traditions- und Distanzfahrt. In diesen Prüfungen selektionierten das Hindernisfahren, die Gespannsbewertung und die fahrerischen Einzelaufgaben auf der 15 Kilometer langen Strecke weit mehr als in der OKV-Prüfung. Für die Teilnehmer hinterliessen die Fahrten durch die Altstadt und um den Stadtweiher sowie der Apéro unter der Linde einzigartige Eindrücke. In der Traditionsfahrt gewann Max Rüber mit einem naturlackierten Phaeton vor Werner Tanner mit einer Reise-Chaise. Dritter wurde Thomas Wegmann mit einem naturlackierten Break. In der Distanzfahrt, bei der die Schönheit des Gespannes nicht bewertet wurde, siegte Hans Müller vor Markus Gull und Albert Michel.