12.07.2011 - Turbenthal: Heimsieg für den RV Tösstal
Zu den sportliche Höhepunkten des Turbenthaler Sommerspringens zählte der OKV-Vereinscup und ein Springen der Kategorie N145. Dieses gewann Manfred Müller (Wängi) mit Escudo. Zur Freude des einheimischen Publikums ging der Sieg im Equipenspringen an den RV Tösstal.

Sieg für den RV Tösstal mit Annemarie Hächler, Urs Hächler, Melanie Moser, Nicole Fehr (von links)

Urs Hächler mit Pikant

Markus Dubs für den RV Seebezirk

Karl Leysinger unterwegs als Schlussreiter des RV Stammheimertal (Fotos: Heidy Dietiker)
von Heidy Dietiker
„Ein Sieg auf dem eigenen Platz ist das Allerschönste“ strahlte OK-Vizepräsident Urs Hächler (Hittnau) beim Einreiten zur Siegerehrung des OKV-Vereinscups, einem Vierer-Equipenspringen nach Nationenpreisformel. Der Vierer des Reitvereins Tösstal mit Nicole Fehr (Hittnau), Melanie Moser (Wila), OK-Präsidentin Annemarie Hächler (Hittnau) und Ehemann Urs Hächler konnten die vierte und letzte Vereinscup-Ausscheidung im Sektor Zentral zur Freude des zahlreich erschienenen Publikums für sich entscheiden. Es war eine äusserst spannende Ausscheidung bei perfekten Bedingungen auf dem Sandplatz der Pferdesportanlage im Gmeiwerch in Turbenthal. Nach den ersten drei Reitern jeder Equipe konnten zwar nur der Reitverein Seebezirk und der RC Grüningen ein blankes Fehlerkonto vorweisen. Nach Abzug des mutmasslichen Streichresultates bestand aber auch für die Vereine Tösstal, Stammheimertal, Zürichsee Rechtes Ufer, Uster und Elgger Pferdefreunde durchaus noch die Möglichkeit, mit einem Nuller des Schlussreiters im Kampf um den Sieg noch ein Wörtchen mitzureden.
Doch erst die Schlussreiterin des Reitvereins Tösstal, Annemarie Hächler, hielt dem erhöhten Druck stand. Sie absolvierte mit Olympia vd Worfthoeve eine fehlerfreie Runde in der – wie sich nachträglich herausstellte – zweitschnellsten aller Zeiten und katapultierte damit ihre Equipe an die Spitze des Zwischenklassements. In der Folge hätten noch die Stammheimer und die Reiter vom Zürichsee den Tösstalern den Sieg streitig machen können. Karl Leysinger absolvierte für die Stammheimer zwar ebenfalls eine fehlerfreie Runde, jedoch fehlten ihm zum Sieg schlussendlich sechs Sekunden, Rudolf Isler vom KV Zürichsee rechtes Ufer riss eine Stange. Damit gewann der Reitverein Tösstal verdient vor den Seebezirklern und dem RV Stammheimertal. Mit diesem dritten Sieg in vier Ausscheidungen liegen die Tösstaler an der Spitze der Qualifikation für den Cup-Final in Sulgen.
Erfolgreiche Gebrüder Wiesli
Bei den erstmals ausgetragenen Junioren-Prüfungen im Rahmen des OKV-J-Cups am Sonntagmorgen setzten sich die Gebrüder Wiesli aus Elgg ausgezeichnet in Szene. Die Parcours mit Sprüngen auf einer Höhe von 1,15 Metern verlangten von den Nachwuchsreitern einiges an Können und Übersicht. In der ersten Prüfung belegte Sebastian Wiesli mit Utah den zweiten Rang, in der zweiten Prüfung gewann sein jüngerer Bruder Benjamin mit Angela.
Manfred Müller gewinnt Hauptprüfung
In der Prüfung der Kategorie N 145 zogen bereits bei der Parcoursbesichtigung dunkle Wolken über das Gmeiwerch. Doch sehr zur Erleichterung von OK-Präsidentin Annemarie Hächler machten die heftigen Gewitterstürme, die von Rapperswil gegen Osten zogen einen Bogen um Turbenthal.
Der Kurs von Parcoursbauer Werner Wüthrich war sehr flüssig und ohne allzu enge Wendungen. Trotzdem waren einige Klippen auszumachen: der überbaute Wassergraben verursachte einige Verweigerungen, die Alternative mit einem 1,45 Meter hohen, mächtigen Oxer war auch nicht ohne, und die Dreifach-Kombination provozierte ebenfalls zahlreiche Stangenfehler. Die Zeit war relativ knapp berechnet, sodass zügiges Vorwärtsreiten notwendig war. Dies kam insbesondere Werner Muff aus Seuzach zu spüren. Er absolvierte zwar mit allen drei Pferden den Parcours ohne Hindernisfehler, jedoch konnte er sich nur mit Unik für das einmalige Stechen qualifizieren. Mit Quax und Osiris du Goyen musste er sich jeweils einen Viertelpunkt für Zeitüberschreitung notieren lassen. Zehn von insgesamt 50 Reitern qualifizierten sich für das Stechen. Manfred Müller aus Wängi absolvierte die sieben Sprünge fehlerlos in der schnellsten Zeit und entschied die Prüfung somit zu seinen Gunsten. Seine Freude war riesig, in der ersten Prüfung riss Escudo nämlich noch 12 Strafpunkte.
Für positive Schlagzeilen sorgte in dieser Prüfung der junge Robin Schmitz aus Balterswil. Als Jüngster im Stechen zeigte er eine beeindruckende, saubere Runde. Mit einer nur gerade um drei Sekunden langsameren Zeit als der Sieger platzierte sich das aufstrebende Talent mit Quassia Sitte als Fünfter mitten unter den routinierten und langjährigen Spitzenreitern.