5.07.2011 - Andelfingen: Ein Distanzritt "light" im Zürcher Weinland

In Andelfingen ging es am vergangenen Wochenende nicht nur hoch hinaus, es war auch Ausdauer gefragt: Das erst zweite OKV Endurance Light in der Geschichte genoss Gastrecht an der Andelfinger Springkonkurrenz. Diese vereinfachte Form des Distanzreitens soll die Disziplin den Freizeitreitern näher bringen.

Andelfingen: Ein Distanzritt "light" im Zürcher Weinland

Es kann losgehen...

Andelfingen: Ein Distanzritt "light" im Zürcher Weinland

denn die Tierarztkontrolle vor dem Start ergab grünes Licht

Andelfingen: Ein Distanzritt "light" im Zürcher Weinland

Teamgeist statt Konkurrenz

Andelfingen: Ein Distanzritt "light" im Zürcher Weinland

Erschöpft, aber zufrieden im Ziel (Fotos: Jennifer Steiner)

von Jennifer Steiner

 

„Ich habe ein Pferd, welches das Laufen liebt“, sagt Martina Nussbaumer-Graf, „damit ist das Endurance Light perfekt auf uns zugeschnitten.“ Gerade war sie mit ihrer Freiberger-Stute Paco Rabanne bei der Veterinärskontrolle. Die Tierärztin hat grünes Licht gegeben – „nun kann es losgehen“, freut sich die Reiterin.

 

Exakt 20 Kilometer liegen vor dem Paar. 20 Kilometer, auf welchen leichte Steigungen und flache Galoppstrecken immer wieder Action versprechen – wo  aber auch Zeit bleiben soll, um die ländliche Idylle im Zürcher Weinland zu geniessen. Hilfskräfte und Schilder führen die Teilnehmer von der Start- bis über die Ziellinie, zudem stellen die Veranstalter sämtliches Material an den Steckenposten zur Verfügung.

 

Das Konzept des Endurance Light richtet sich somit an Reiter wie Martina Nussbaumer-Graf, die gerne einmal Distanzluft schnuppern wollen. „Es geht hier nicht um den Sieg“, hält die Reiterin fest, der Anlass biete vielmehr einen guten Einstieg in die Disziplin. Doch auch die Light-Version der Sportart hält gewissen Tücken und Herausforderungen bereit: „Das Wichtigste ist, sich die Zeit gut einzuteilen“, betont Nussbaumer-Graf. Insbesondere die letzten Kilometer sollte man nicht zu schnell in Angriff nehmen, damit das Pferd bei der anschliessenden Veterinärskontrolle die zulässigen Pulswerte nicht überschreite. Den optimalen Mittelweg zwischen Tempo und Erholung fand am Samstag Jutta Möckli: Sie sicherte sich mit Vollblüter Tedesco den obersten Platz auf dem Siegertreppchen.

 

„Wenn die Reiter nach den 20 Kilometern ins Ziel kommen, sehe ich meistens ein breites Lachen im Gesicht“, freut sich Nina Puschmann. Die OK-Präsidentin ist massgeblich dafür verantwortlich, dass die junge Sportart Ende Mai bei der Springkonkurrenz Pfannenstiel ihre Feuertaufe feiern konnte. Sie erhofft sich, durch das Endurance Light viele Neueinsteiger gewinnen zu können. „Wir wollen den Reitern die Angst nehmen und sie für einen ‚richtigen’ Distanzritt wappnen.“ Die Zeichen stehen gut: So hat das Team um Puschmann nach dem ersten Endurance Light ein überaus positives Feedback erhalten.

 

Und auch in Andelfingen kommen die Teilnehmer freudestrahlend ins Ziel. Wenn ein Haflinger dabei neben einem Araber einläuft und die Tierärztin den Reitern erklärt, wie sie bei ihren Vierbeinern den Puls messen können – dann kommt der Geist des Endurance Light voll zum Tragen.

 

Rangliste