28.06.2011 - Elgg: RV Uster gewinnt den OKV-Vereinscup
Alle zwei Jahre, dafür mit allem 'Drum und Dran' veranstaltet der renommierte Elgger Reitverein seine Springkonkurrenz. Im OKV Cup war es das Damenquartett vom Reitverein Uster, das als einzige fehlerfrei blieb. Als besondere Attraktion wurde die Schweizermeisterschaft im Offroadkjöring ausgetragen.

Das Damen-Quartett des Reitvereins Uster gewann die dritte Vereinscup-Ausscheidung des Sektor 4. (Foto: Gabriela von Rotz)
Gabriela von Rotz
Die zwölf Vereinsequipen boten einen spannenden Wettkampf um die OKV-Cup-Ausscheidung des Rayon Zentral, wo auch die Elgger Teams, der veranstaltende Verein sowie der VEP (Verein Elgger Pferdefreunde) am Start sind. Die vier Reiter, jeweils zwei auf 105 cm respektive 115 cm Höhe startend, hatten einiges zu kämpfen mit dem anspruchsvollen Platz; vor allem der Wallaufsprung gab einige Verweigerungen. Bis zur letzten Equipe der Warmblutpferdezuchtgenossenschaft Kloten konnte noch auf ein Stechen gehofft werden. Die Schlussreiterin kam jedoch nicht makellos ins Ziel was im fünften Schlussrang resultierte, und so gehörte der Sieg den Damen vom RV Uster. Nathalie Scheidegger, Rebekka Rüegg , Deborah Juon und Corina Hunger ritten alle fehlerfrei und sie verzeichneten nur einen Viertel Zeitstrafpunkt auf dem Konto, der als Streichresultat gewertet wurde. Sie hätten auch ohne dieses gesiegt, denn das nachfolgende Team von RV Stammheimertal hatte nach dem Ausscheiden ihres Startreiters zwar ebenfalls drei fehlerfreie Runden, allerdings waren zwei von den Damen auch mit einem ärgerlichen Viertelpunkt in Ziel gekommen. Auf dem dritten Schlussrang totalisierten die Teilnehmer vom RV Schaffhausen ebenfalls einen halben Punkt für Zeitüberschreitung, insgesamt waren sie aber sechs Sekunden langsamer als die Stammer Damen. Auf dem vierten Rang wurde der Elgger VEP vom zahlreich erschienenen Fanclub gefeiert. Das Männerquartett des - übrigens nur aus männlichen Mitgliedern bestehenden RV Elgg, mit den beiden Co-OK-Präsidenten Sommer und Schöchli am Start konnte leider nicht in die Entscheidung eingreifen. Reto Thalmann (Elsau-Räterschen) durfte allerdings im R/N100 auf Calingo CH doch noch einen Heimsieg abholen.
Bevor am Samstag das Trio Pop-Alpin zur Abendunterhaltung aufspielte, wurde der Springplatz mit Rampen an den Hindernissen zum Offroad-Kjöring-Platz umgerüstet. Zehn Paare stellten sich zum Wettkampf um den Schweizermeister-Titel auf. Zwei spannende Umgänge mit rasanten Fahrten, dem Reiter mit dem hinter ihm über die Sprünge fliegenden Blader sowie ein Stimmung machender Speaker ergaben ein ganz besonders kurzweiliges Spektakel. Eine bekannte, bereits in früheren Jahren mehrfache Meisterin durfte sich wieder zuoberst aufs Treppchen stellen: Verena Hänni aus Langnau am Albis mit neuem Pferd (Powell) und auch neuem Partner Urs Neuhauser (Kümmertshausen) auf den Rollerblades hatten aus den beiden Umgängen über zehn Sekunden Vorsprung auf ihre Verfolger. Gleich mit Silber und Bronze konnte die Präsidentin vom Offroad Kjöring Verein Nicole Kuster (Berg TG) ausgezeichnet werden, zum Einen mit Daniel Seitz, Gais, dem Weltrekordhalter im Hochsprung, auf dem Silberplatz und für Bronze zusammen mit Timon Ochsner aus Oberuzwil.
Der beste Reiter vom Sonntag im R/N110 und R/N115 war Gilbert Näf (Frauenfeld) auf Links Lodge Lena, mit der er die Hauptprüfung im Stechen gewann und nach Wertung C mit einer halben Sekunde Rückstand auf Simon Scherrer (Rickenbach) den Ehrenplatz belegte. Noch erfolgreicher mit vier Klassierungen war allerdings Sabrina Casty aus Zuoz, die in den geteilten Konkurrenzen der R/N100 Prüfungen zwei Siege und zwei Ehrenplätze verzeichnen durfte, abwechselnd mit Iroko und Violina II.
Von den Siegerpferden am Freitag kamen deren fünf aus dem Stall Baumgartner: allen voran Ivo selber, der mit seinem alten Kämpfer Newrath Prince eine der Seniorenprüfungen gewann sowie einen Ehrenplatz verbuchte. Er will seinen gewinnreichen 20-jährigen mit diesem tollen Erfolg beim eigenen Vereinsturnier nun in Pension schicken. Dazu kamen die Brüder Peter und Fritz Krähenbühl (Elgg), die ebenfalls Senioren-Siege davon trugen. Zum Sieg den Fritz mit La Luna VII errang, kam auch in der anderen Prüfung noch ein zweiter Platz auf Silverster de Guldenboom hinzu. Und dann war es bei den Jungpferde-Konkurrenzen noch der 'Nachwuchsstar' Estor, im Besitze von Esther Baumgartner, der beide Male mit einem Fehlerfreien Parcours und der Eins auf der Rangliste den Parcours verliess. Einzig der Aargauer Lienhard Suter wusste in die Phalanx einzubrechen: er siegte mit 'Cuffesgrange no doubt' auf der Stufe Senioren 110.