13.06.2011 - Frauenfeld: Pferde-Mekka auf der Frauenfelder Allmend

Der Reitverein Frauenfeld lud vom 8. bis zum 13. Juni zu den traditionellen Pferdesporttagen in Frauenfeld. Auf der grosszügigen Allmend massen sich die Teilnehmer in Fahr-, Spring- und Dressurprüfungen. Im Springen gewann der RV Sulgen den OKV-Vereinscup. In der Dressur dominierte Eleonore Ospelt mit El’Dorin mit einem Sieg und einem zweiten Platz in der OKV-Stufe III sowie einem zweiten Platz in der Qualifikation für die Schweizermeisterschaft.

Frauenfeld: Pferde-Mekka auf der Frauenfelder Allmend

Eleonore Ospelt mit El Dorin

Frauenfeld: Pferde-Mekka auf der Frauenfelder Allmend

Cornelia Maas gewinnt das L18 vor Eleonore Ospelt (l.) und Vreni Scherer (r.)

Frauenfeld: Pferde-Mekka auf der Frauenfelder Allmend

OK-Präsident Norbert Hasler (Mitte) und Parcoursbauer Felix Widmer (r.). (Fotos: Conny Ruppli)

von Conny Ruppli

 

Nach zwei Qualifikationen in Amriswil und Homburg fand in Frauenfeld am vergangenen Wochenende die dritte Qualifikation des Rayon Nord für den Final des OKV-Vereinscup statt. Vierzehn Equipen massen sich in dieser Prüfung, welche zur Vereinsmeisterschaft zählt. Die vier besten Equipen nach allen erfolgten Qualifikations-Prüfungen, werden den Rayon Nord am Finale vertreten. Die beste Ausgangslage bislang hat hierfür der RV Sulgen, welcher die beiden ersten Qualifikationen für sich entscheiden konnten. Selbstredend zählten sie auch in Frauenfeld zu den Favoriten. Nach den zwei Reitern der Stufe I war es einzig der RV Berg, welcher noch auf ein makelloses Konto blicken durfte. Alle anderen Equipen mussten sich bereits Fehler notieren lassen, welche sie nur noch durch fehlerfreie Runden der nachfolgenden Reiter korrigieren konnten. So waren es der RV Sulgen, RC Seerücken, RC Uzwil, RV Amriswil und der heimische RV Frauenfeld, welche mit fehlerlosen Ritten der nachfolgenden Reiter noch ein Blankokonto erreichen konnten. Doch der von den Parcoursbauern Felix Widmer und Ueli Häuptlin konzipierte Parcours hatte es in sich – die enge Wendung auf den schmalen Sprung Nr. 3, ein ganz in schwarz gehaltener Sprung, technisch anspruchsvolle Linien und der abschliessende Graben forderten den Reitern und ihren Pferden vieles ab. Das Bild nach drei Reitern hatte sich leicht verändert – unangefochten stand der RV Berg mit drei Nullern an der Spitze jedoch dicht gefolgt vom RV Sulgen, welcher nach Abzug des Streichresultates als einziger ebenfalls noch die Möglichkeit auf ein Blankokonto hatte.

 

Der Schlussreiter des RV Sulgen musste also Nerven behalten und eine fehlerfreie Runde absolvieren. Thomas Blatter meisterte diese nicht ganz einfache Aufgabe mit Nobody BS bravurös und bestätigte damit seinen zweiten Platz in der Einlaufprüfung. Somit lag der RV Sulgen auf Siegeskurs mit Null Fehlern und einer schnellen Zeit. Die Schlussreiterin des RV Berg war gefordert, denn die gerittene Zeit ihrer Teamkollegen lag noch etwas über derjenigen des RV Sulgen. Also musste sie ebenfalls eine Nullrunde jedoch in einer schnellen Zeit erreichen. Doch es sollte nicht sein und somit gewann der RV Sulgen auch die dritte Qualifikationsprüfung vor dem RV Berg und der schnellsten Vierer-Equipe des RC Seerücken.

 

Prallel zu den Springprüfungen fanden auf dem grosszügigen Sandplatz Dressurprüfungen für fast Jedermann/frau statt. Von Jungpferdeprüfungen über die OKV-Dressuren bis hin zu Qualifikationsprüfungen für die Schweizermeisterschaft wurde alles angeboten. In der Stufe I gewann Joy Fäh und Fils du Gue die erste Prüfung, der Sieg im GA04 ging an Alexandra Amstalden mit Emilia, welche sich im GA01 mit einem dritten Platz bereits weit vorne zeigten. In der Stufe II gab es im schwierigeren Programm, einem GA10, einen Doppelsieg für Natascha Renfer. Sie ritt ihre beiden Pferde Desperado und De Luxe Reve mit zehn Punkten Differenz auf die ersten beiden Plätze. In der OKV-Stufe III entschied Eleonore Ospelt das L15 ganz knapp mit einem Punkt Vorsprung vor Janine Reznar für sich. In der zweiten Prüfung, einem L16, musste sich Eleonore Ospelt mit El’Dorin jedoch von Fabienne Bachmann und Dolce Vita geschlagen geben.

Als Novum im OKV gilt die neue Qualifikationsregel für die Schweizermeisterschaft Dressur. In einem L18 und zwei M22 können sich die Paare für die Teilnahme an der Schweizermeisterschaft qualifizieren. Das hierzu zählende L18 wurde in Frauenfeld durchgeführt und zog versierte R-Dressurreiter an den Start. Das Programm gilt als sehr schwierig, folgen doch viele Lektionen rasch aufeinander. Schulterherein, Kruppherein,  Galoppwechsel auf der kurzen Diagonale und Schlangenlinien im Aussengalopp sind nur ein paar der geforderten Figuren. Unter den strengen Augen der Dressurrichterinnen Karin Roshard und Lotti Kunz zeigten die Paare ihr Können. Zum Schluss durfte Cornelia Maas mit ihrem Wygold die Siegerschleife abholen. Auf den zweiten Platz ritt Eleonore Ospelt ihren El‘ Dorin knapp mit nur einem Punkt Vorsprung auf Vreni Scherer mit Benjamin Blümchen.

 

Der OK-Präsident Springen Norbert Hasler resümierte „Eine disziplinenübergreifende Veranstaltung lohnt sich“ und zeigt auf die zahlreich anwesenden Zuschauer. Eine gute Durchmischung von Dressur-, Spring- und Fahrsportbegeisterten Zuschauer aber auch die vielen „Nicht-Rössleler“ genossen das emsige Treiben auf der Frauenfelder Allmend. „Es läuft ständig etwas – so ist auch immer für Abwechslung gesorgt“ so das Fazit einer begeisterten Zuschauerin.

 

Rangliste OKV Vereinscup

Rangliste Vereinscup Einlaufprüfung

 

Rangliste Stufe I /1

Rangliste Stufe I/2

Rangliste Stufe II/1

Rangliste Stufe II/2

Rangliste Stufe III/1

Rangliste Stufe III/2