25.05.2011 - Vaduz: Traumstart für die Bündner Fahrsportvereinigung
Im Rayon 1 wurde in Vaduz die erste Qualifikation zum OKV- Fahrcup ausgetragen. Neun Mannschaften waren am Start des anspruchsvollen Hindernis-Parcours. Überlegen holte sich die Bündner Fahrsportvereinigung die Siegerschleifen vor den RV Amriswil und Am Nollen.

Claudi Baumgärtner von der siegreichen Bündner Fahrsportvereinigung

Robert Portmann sichert Amriswil den Ehernplatz (Fotos: Bruno Eigenmann)
von Bruno Eigenmann
Im Wechsel mit einem nationalen Fahrturnier bietet sich der Fahrverein Liechtenstein alle zwei Jahre als Qualifikationsplatz für den OKV-Cup an. An zwei Tagen wurden vier Prüfungen ausgetragen. In der Nähe des Fussballstadions kann das OK unter der Leitung von Vereinspräsident Rupert Oehri den Fahrern ideale Bedingungen bieten. Und in der Bevölkerung des Fürstentums hat die Veranstaltung ein gutes Image und entsprechend viele Besucher. Auch der strömende Gewitterregen am Sonntagnachmittag konnte die gute Stimmung nicht verderben.
Hohe Fehlerquoten
Von 3 ½ bis zu 57 Fehlerpunkten reichte die Palette im Schlussklassement. Über die Hälfte der gefahrenen Umgänge kassierte eine Zeitstrafe. Der von Beat Auer konzipierte Kurs war schön rund zu fahren, auch attraktiv für die Zuschauer. Er war aber recht lang und noch nicht alle Pferde hatten am Anfang der Saison die nötige Kondition für zwei schnelle Runden. Als Beispiel gilt die Equipe vom KV Egnach. Der Cupsieger vom vergangen Jahr totalisierte mehr Strafen für Zeitfehler als für Ballabwürfe. Dass die Zeit durchaus zu fahren war, zeigten vor allem die routinierten Paare. Schon nach zwei Umgängen übernahmen die Bündner, Bronze-Gewinner 2010, resolut das Zepter im Kampf um den Sieg. Giacomin Barbüda hatte mit einem glänzenden Doppelnuller die Basis dafür gelegt. Und Urs Bicker hielt dem Druck als letzter Fahrer stand. Mit seinem Haflinger-Zweispänner totalisierte er nur einen halben Punkt für Zeitüberschreitung und verhalf damit seinem Team zu einem überlegenen Sieg. Spannend wurde es um die Plätze. Nollen hatte dreissig Punkte auf dem Konto und lag in der Zwischenwertung auf Platz zwei. Amriswil und Waldkirch konnten noch besser abschneiden, vorausgesetzt die letzten Fahrer behielten die Nerven. Robert Portmann hatte zwar einen Abwurf zu beklagen, aber das reichte für den Ehrenplatz. Conny Wager hätte für den dritten Schlussrang einen Doppelnuller benötigt.