9.05.2011 - Uster: Tösstaler stellen Konkurrenz in den Schatten

Die Equipe des Reitvereins Tösstal gab in der Qualifikationsprüfung für den Vereinscup in Uster den Ton an. Ein blankes Punktekonto machte sie unbesiegbar.

Uster: Tösstaler stellen Konkurrenz in den Schatten

Urs Hächler mit Pikant unterwegs zum Sieg für die Tösstaler. (Foto: Pia Wertheimer)

von Pia Wertheimer

Die Einlaufprüfung des Vereinscup des Verbands Ostschweizer Kavallerie- und Reitvereine an den Pferdesporttagen in Uster hätte die Konkurrenz aufhorchen lassen müssen. Gleich zwei Reiter der vierköpfigen Equipe des Reitvereins Tösstal figurierten unter den besten vier Reiter. Aufs zweite Podesttreppchen stieg die Russikerin Monika Krähenbühl auf Wango IV und den vierten Rang erritt sich Sibylle Nyikos aus Turbenthal mit ihrer Stute Colombe III. Beide zeigten fehlerlose Umgänge – es war die schnellere Zeit, die den Grüninger Bruno Wolf auf Manor Mills zum Sieger kürte.

Nach drei Reitern im Stechen

Vierzehn Equipen buhlten in der darauffolgenden Prüfung um die Qualifikationspunkte und damit den Einzug ins Final, das Anfangs August in Sulgen bestritten wird. Die ersten beiden Vertreter der Tösstaler waren denn auch die beiden Reiterinnen, die in der vorgängigen Prüfung die vorderen Ränge besetzten. Sie bestätigten mit fehlerlosen Umgängen in den Mannschaftsfarben der Tösstaler ihre Leistungen. Lediglich der Reitverein Stammheimertal vermochte mit dieser Vorgabe gleichzuziehen und hatte nach zwei Reitern ebenfalls ein noch blankes Punktekonto. Auch die dritte Amazone der Tösstaler, die Hittnauerin Annemarie Hächler auf Olympia vd Worfthoeve, liess sich nichts zu Schulden kommen und brachte so die Stammheimer in Zugzwang. Sonja Thalmann im Sattel von Cindy Crawford ging wohl deshalb auf Nummer sicher und nahm sich für einen fehlerlosen Umgang Zeit – zuviel Zeit. Das Paar beging keinen Fauxpas, beendete den Parcours aber nicht in der vorgegebenen Zeit und musste 0.25 Strafpunkte für Zeitüberschreitung verbuchen. Somit war einzig der Tösstaler Mannschaft nach drei Reitern der Einzug ins Stechen sicher.

Luxus für die Tösstaler

Weil jede Equipe über ein Streichresultat verfügt, hatten aber noch sieben Teams die Chance die Führenden im Stechparcours herauszufordern. Mit einem fehlerfreien Ritt sicherte Jacqueline Minder auf Only Tame in den Farben der Elgger Pferdefreunde ihrem Verein den Einzug ins Stechen. Dasselbe taten Ursula Fehr auf Orchidee VII für den Reitverein Stammheimertal und die Lokalmatadorin Corina Hunger aus Greifensee im Sattel von Felina IV für den organisierenden Reitverein Uster. Der letzte Reiter der Tösstaler hatte die absolute Narrenfreiheit. Der Hittnauer Urs Hächler konnte mit seinem Wallach Pikant im schlechtesten Fall nur noch das Streichresultat liefern. Das Reglement verlangt aber, dass er trotzdem antritt – er hätte sonst das Stechen nicht bestreiten dürfen. Er trat an – verzichtete aber nach drei Sprüngen. Damit verschafften sich die Tösstaler einen bedeutenden Vorteil: Hächlers Pikant konnte in aller Frische im Stechen an den Start, diesen Luxus konnte sich keiner der übrigen drei Konkurrenten leisten.

Zeit verteilte die Ränge

10.65 Sekunden entschieden schliesslich über den Sieg. Hächler und Nyikos setzten mit beherzten, fehlerlosen Ritten die Latte hoch. Obwohl auch die Elgger ohne Abwurf blieben, vermochten sie mit dem Tempo der beiden Tösstaler nicht mitzuhalten und mussten sich mit dem zweiten Rang begnügen. Beide Reiter der Reitvereine Uster und Stammheimertal begingen je einen Stangenfehler. Weil die heimische Mannschaft den Parcours aber 9.31 Sekunden schneller beendete, gebührte der dritte Podestplatz.

 

 

Rangliste