9.05.2011 - Merenschwand: Pflaster für ehrgeizige Hürdenläufer
Nach einem Unterbruch von 15 Jahren hat der Reitverein Muri-Bremgarten wieder einen Patrouillenritt durchgeführt. Auf einer Strecke, die teilweise der Reuss entlang führte, wurde an neun Posten die Geschicklichkeit von Menschen und Pferden getestet. Auch Kondition brauchte es, waren einige Teams doch über vier Stunden unterwegs.

Die beiden Reiterinnen müssen sich den Ball über ein Netz, das mit Ballons geschmückt ist, möglichst oft zuspielen.

Mit einem Sieb hat die Reiterin zuerst einen Pingpongball mit einem Ländernamen gefischt. Nun muss sie ihn in den Becher mit dem richtigen Wappen kippen. (Fotos: Sibylle Haltiner)
von Sibylle Haltiner
Das OK rund um Christine Braun scheute keinen Aufwand, um Reiterinnen und Reitern sowie ihren Pferden einen abwechslungsreichen Ritt mit verschiedenen Herausforderungen zu bieten. Der Start lag oberhalb von Merenschwand und die rund 15 km lange Strecke führte in einer grossen Schlaufe bis an die Reuss hinunter. Die 37 Teams, darunter 6 OKV-Patrouillen, konnten dem Fluss entlang, zwischen Wiesen und Feldern und durch den Wald reiten. Am Ziel waren alle zufrieden, aber auch recht müde, waren doch einige über vier Stunden unterwegs gewesen.
Der Joker wollte klug gesetzt sein
„Die Posten waren sehr originell“, schwärmte Diana Kehrli nach ihrer Ankunft im Ziel. „Das Labyrinth war schwierig, doch auf der Baustelle ist es uns gut gelaufen.“ Auch eine Wasserbahn hatten die Veranstalter aufgestellt, wo Wasser mit einem Schwamm geschöpft und mit einer kleinen Schaufel aufgefangen werden musste. Wer das Wappen des RV Muri-Bremgarten, St. Georg mit Pferd und Drachen, kannte, hattte beim Puzzle-Posten einen Vorteil. Ausserdem war Fingerspitzengefühl gefragt: Verschiedene Gegenstände wie Auto-Glühbirne, Tampon oder Pferdeguetzli mussten durch Tasten erraten werden. Am letzten Posten sollten vom Pferd aus Pingpongbälle mit Ländernamen gefischt und den dazugehörigen Wappen zugeordnet werden. Bei einem Posten nach Wahl konnten die Patrouillen einen Joker setzen und dadurch die doppelte Punktzahl erreichen.
Hindernis nur für Reiter
Sogar Hindernisse mussten übersprungen werden, allerdings nur von den Reitern. „Einige haben in ihrem Ehrgeiz, möglichst schnell zu sein, die Beine zu wenig angezogen und sind darüber gestolpert“, erzählte Christine Braun. „Wir mussten ein paar Pflästerli auf aufgeschürfte Hände kleben.“ Gewonnen haben den Merenschwander Patrouillenritt Patricia und Nadja Patriarca vor Michelle Steinauer und Chantal Nitschké, welche die OKV-Rangierung für sich entscheiden konnten.