28.04.2011 - Horn: Junioren reiten mit Stil
An vier Turniertagen wurden 19 Ehrenrunden geritten. Von B 90 bis R/N 125 reichte die Palette der Prüfungen, von den Senioren bis zu den Junioren. In der ersten Tageswertung zum OKV A+S - Cup heissen die Sieger: Marilen Ledergerber (Arnegg), Gianna Kling (Gossau ZH) und Raphael Müller (St. Gallen).

Gianna Kling gewinnt die A+S Tageswertung Stufe II.

Raphael Müller Sieger der A+S Tageswertung Stufe III. (Fotos: Bruno Eigenmann)
von Bruno Eigenmann
„ Nicht nur gut, sondern auch stilistisch sauber sollen unsere Junioren reiten“ meinte die Verantwortliche für die OKV-Newcomers Patrizia Volpez. So wichtig ist diese Grundüberlegung, dass in diesem Jahr für alle Necomers zwei Starts an A+S -Turnieren zur Pflicht wurden. A steht für Zeit und S für Stil. Die erste Prüfung wird ganz „normal“ nach Fehler und Zeit entschieden. In der zweiten hingegen hat die Stilnote die Priorität. Ein qualifizierter Reitlehrer beurteilt Sitz, Einwirkung, Führung und den Gesamteindruck. Für jeden Springfehler gibt es einen halben Punkt Abzug. Erst bei Punktgleichheit entscheidet die Zeit. In der Stufe I über 85 cm starten Reiter mit Ponys und Brevet, Stufe II geht über 95 cm mit Pferden. Die Stufe III über 105 cm ist Pferden/Ponys und Reitern mit Lizenz vorbehalten. Aus beiden Prüfungen wird eine Tageswertung erstellt. Horn war die erste Station, Andelfingen, Dielsdorf und Mörschwil folgen. Am Schluss gibt es eine Jahreswertung mit Medaillen.
Gute Leistungen
Mit 35 Paaren war für Nicole Josuran, die im OKV für den A+S – Cup verantwortlich ist, die Teilnahme in Ordnung. Es ist halt nicht ganz leicht für die Jugendlichen sich am Lautsprecher die Qualifikation anzuhören, besonders wenn die Vorstellung nicht nach Wunsch geglückt ist. Guido Balsiger übernahm in Horn diese Aufgabe. Der versierte Reitlehrer war streng in der Beurteilung. Aber er fand immer aufbauende Worte und gab den Jugendlichen ganz konkrete Hinweise für Verbesserungen. Auch der Humor kam nicht zu kurz. Die vielen Zuschauer sahen erfreut, wie sich die Junioren anstrengten stilistisch sauber zu reiten und sie durften für manche gelungene Vorstellung applaudieren. Und die Junioren? Als Lohn winkt, im Sattel als Stilist zu gelten. Dafür lohnt es sich am Stil zu arbeiten.