18.04.2011 - OKV Stafettenritt und Standartenweihe: "Standarte - Symbol der Vereinstreue"
Aus vier verschiedenen Ecken des OKV-Gebietes überbrachten Reiterinnen und Reiter dem OKV-Präsidenten die besten Wünsche für die neue Standarte. Mit einem Umzug und einem feierlichen Akt wurde diese am Sonntag anlässlich der OFFA enthüllt und gesegnet.
von Heidy Dietiker
Hufgetrappel durchbricht am Freitagmorgen um drei Uhr die Stille am Hallwilersee. Vier Reiter des RV Hallwil reiten durch die dunkle Nacht nach Osten. Sie eröffnen den Stafettenritt zur OKV-Standartenweihe an der OFFA in St. Gallen. Rund vier Stunden später erreichen sie das erste Etappenziel auf ihrem Pilgerweg, den Hasenberg zwischen Bremgarten und Dietikon, und übergeben das mitgeführte Logbuch dem Reitverein Hasenberg.
Auf vier Pilgerwegen nach St. Gallen
Gleichzeitig machen sich Reitergruppen in Osterfingen, in Nuolen und in Chur auf den Weg. Auf vier Pilgerwegen werden die Logbücher mit den Grüssen von rund 200 Reitern und Fahrern bis nach St. Gallen getragen. Die grösste Gruppe trifft sich in Henau. Dort kommen zehn Reiter des RC Wil an und deren neun des RC Uzwil reiten weiter. Rekorde gibt es auch auf der Strecke durch das St. Galler Rheintal. Mit acht und 75 Jahren verzeichnet sie die jüngste Reiterin und den ältesten Teilnehmer des Stafettenrittes. Auf dem Weg aus der Innerschweiz findet sich die längste Etappe: Die Strecke von Ricken nach St. Gallen übernehmen zwei Endurance-Reiterinnen. Während rund acht Stunden kämpfen sie mit Sackgassen und Umwegen und erreichen nichtsdestotrotz am Samstagabend rechtzeitig das Ziel am Stadtrand.
Kameradschaft im Vordergrund
Gaby J. Müller, Chefin Ressort WEF OKV und Ruedi König haben in monatelanger Vorarbeit den Stafettenritt zu Ehren der neuen OKV-Standarte organisiert. „Ziel war es, für diesen Anlass die Sportreiter und Freizeitreiter, Alt und Jung für einen gemeinsamen Anlass zu begeistern“, so Müller. „Kameradschaft und die Freude am gemeinsamen Hobby sollten dabei im Vordergrund stehen“. Dass dieses Ziel erreicht wurde, zeigten die vielen Feierlichkeiten an den einzelnen Übergabeorten sowie die positiven Rückmeldungen der Teilnehmer.
Am Sonntagmittag besammelten sich rund 30 Vereinsdelegationen mit ihren Standarten beim Bahnhof St. Finden. Angeführt von drei Reitern der Stadtpolizei St. Gallen, vier Fahnenträgern der OFFA, einer Delegation des OKV-Vorstandes sowie Ruedi König als Träger der noch verhüllten, neuen OKV-Standarte, setzte sich der aus 50 Pferden bestehende Umzug in Bewegung Richtung OFFA-Gelände. Mit dabei ebenfalls acht Endurance-Reiter mit den vier Logbüchern. Sie absolvierten am Sonntagmorgen die letzten Teilstrecken bis ins Stadtzentrum. Im Zweispänner am Schluss des Zuges folgten OKV-Präsidenten Peter Fankhauser, die beiden Ehrenpräsidenten Urs Oberholzer und Noldi Hürlimann als Fahnengöttis und Pfarrer Ueli Sennhauser.
Symbol der Zusammengehörigkeit
Die bunten Vereinsstandarten, der strahlend blaue Himmel und die vielen Zuschauer in der Arena boten einen würdigen Rahmen für die Enthüllung der neuen OKV-Standarte. Gaby Müller überreichte dem Präsidenten die vier Logbücher mit den Grüssen aus den Vereinen. In seiner Ansprache fragte Peter Fankhauser die Anwesenden, was Fahnen eigentlich bedeuten. „Jede Fahne steht für Zusammengehörigkeit und kameradschaftlichen Gemeinsinn“, gab er gleich selber die Antwort. Die Fahne sei ein Symbol der Treue zum eigenen Verein, zu Gewohnheiten und Bräuchen. Jede Fahne sei auch ein Symbol des Lebens und der Lebensfreude. „Wir alle sind Fahnenträgerinnen und Fahnenträger! Jeder von uns kann überall die Fahne hochhalten, sich für oder gegen etwas bekennen, Wegweiser für ein harmonisches Miteinander sein.“
Anschliessend enthüllten OKV-Newcomers zusammen mit Urs Oberholzer und Noldi Hürlimann die neue Standarte. Ueli Sennhauser, pensionierter Pfarrer und Hobbyfahrer aus dem Tösstal, segnete diese mit kurzen, besinnlichen Worten und hiess sie feierlich im Kreise der OKV-Familie willkommen.



