23.02.2011 - OKV: "Bulletin Ja - Bulletin-Pflicht Nein"
Der OKV reicht zuhanden der ordentlichen Delegiertenversammlung des Schweizerischen Verbandes für Pferdesport (SVPS) vom 26. März vier gewichtige Anträge ein. OKV-Präsident Peter Fankhauser nimmt im folgenden Interview Stellung.
Interview Heidy Dietiker
Peter Fankhauser, der OKV beantragt der SVPS DV die Abschaffung der Bulletin-Pflicht. Braucht der SVPS Ihrer Meinung nach dann kein Bulletin mehr?
Der OKV hat nie gesagt, dass das Bulletin abgeschafft werden soll, sondern lediglich die Pflicht, dieses zu abonnieren. Es geht in der heutigen Zeit nicht mehr, dass man die Reiterinnen und Reiter zwingt, das Bulletin zu abonnieren. Jedem soll freigestellt sein, auf welchem Weg er sich Informationen beschafft.
Was steht dann hinter diesem Begehren des OKV?
An der Delegiertenversammlung des OKV im Dezember wurden von Seiten der Vereine dieser Antrag gestellt und von den Delegierten angenommen. Wir folgen somit lediglich der Stimme der Basis. Die Unterstützung, die ich aus anderen Landesgegenden für diesen Antrag erhalten habe, ist sehr gross. Es zeigt mir klar und deutlich, dass man nicht nur im OKV gegen dieses Pflicht-Abonnement ist.
Der OKV beantragt zudem eine Reduzierung der Lizenzgebühr um die Bulletin-Abonnements-Gebühr. Kann der SVPS auf dieses Geld verzichten?
Selbstverständlich sollen die Lizen-z und die Brevet-Gebühren gekürzt werden. Mann kann ja nicht nur die Bulletin-Pflicht aufheben und das Geld trotzdem kassieren. Heute ist man ja so „grosszügig“, dass man pro Haushalt nur noch ein Bulletin beziehen kann, aber bezahlt werden müssen die nicht gelieferten Exemplare trotzdem. Es darf schlichtweg nicht sein, dass der Verband so viel Geld verdient.
Die Gegner Ihres Antrages behaupten, dass damit dem Dachverband viel Geld verloren ginge.
Selbstverständlich werden die Einnahmen etwas geringer. Ich erinnere mich noch gut an die Antworten an der ausserordentlichen Mitgliederversammlung auf meinen Antrag, die Gebühren nicht zu erhöhen. Man brauche diese Erhöhungen unbedingt, da sonst ein „Loch“ in der Kasse entstünde. Wenn man die Rechnung 2010 betrachtet, dann ist ersichtlich, dass man auch o hne die Gebührenerhöhungen ein grosses Plus erwirtschaftet hat.
Wie schätzen Sie die Chancen für Ihren Antrag ein?
Wenn man auf die Stimmen der Basis hört - und zwar gesamtschweizerisch – dann stehen die Chancen gut. Sollte das Ganze aber wieder sehr politisch gefärbt sein, bin ich mir nicht so sicher.
