5.10.2010 - Wädenswil: Final des OKV-Greeny-Cup als Krönung
Jasmin Büchel aus Volketswil gewinnt die Gesamtwertung des OKV-Greenycups, Rafael Huber (Bronschhofen) entschied mit Digital Coin die Finalprüfung für sich.

Jasmin Buechel mit Calypso

Jasmin Buechel vor Dominique Hässig (links) und Rafael Huber

Andrea Schnieper mit Wembly

Irene Scherer mit Unit of Colors (Fotos: Katja Stuppia)
von Katja Stuppia
Birkenoxer, Heuraufe, Auf- und Absprung, Trockengraben oder Besensprung – die Finalteilnehmer des OKV-Greenycups liessen sich am Sonntag am Herbstspringen in Wädenswil durch nichts erschüttern.
Der anspruchsvolle und lange Parcours auf dem idyllischen Springplatz Geeren forderte von den Finalisten einiges, denn nebst zahlreichen Natursprüngen mussten auch die Wendungen taktisch geschickt geritten werden. So war es erst der elfjährige Reto Weishaupt aus Appenzell mit der Startnummer acht, der mit dem sicher springenden Special Choice den ersten – und auch gleich sehr schnellen – fehlerfreien Ritt hinlegte.
Die Jungs an der Spitze
Lange sah es so aus, dass niemand mehr in die Nähe der Spitzenzeit kommen würde. Dann aber folgte – als Zweitletzter – Rafael Huber aus Bronschhofen mit Digital Coin – und ritt noch einmal fünf Sekunden schneller. Somit belegten die einzigen Jungs im Feld die Ränge eins und zwei der Finalprüfung. Mit seinem Ritt zeigte sich der 13-jährige Gymnasiast Rafael Huber sehr zufrieden. «Mein Pferd springt eher besser, wenn es schwierig ist», meinte er. Die beiden sind ein routiniertes und gut harmonierendes Team: «Mit Digital Coin habe ich reiten gelernt. Er ist genau wie ich 13 Jahre alt und wir kennen uns seit wir sechs Jahre alt sind.»
Trotz Krankheit gesiegt
In der Gesamtwertung aber behauptete die bislang Führende, Jasmin Büchel (Volketswil) mit Calypso die Spitze. Sie war, nach einem Abwurf am letzten Hindernis, Sechste der Finalprüfung geworden. Über den Sieg in der Gesamtwertung freute sie sich besonders, denn sie war krank zur Finalprüfung angetreten, hatte mit Schwindel und Übelkeit zu kämpfen. An der Siegerehrung lobte sie dann ihr Pferd: «Calypso ist für jeden Spass zu haben und ein grosser Kämpfer.» Die Finalprüfung sei recht schwer gewesen und sie sei vor allem erleichtert gewesen, dass Calypso den Graben gesprungen habe. «Das ist nicht seine Stärke.» Jasmin Büchel besucht derzeit die 3. Sekundarschule und möchte danach eine Lehre im Zoofachhandel machen. «Nun bin ich auf der Suche nach einer Lehrstelle.» Mit dem bereits 19-jährigen Calypso übrigens machte sie auch das Brevet, derzeit absolviert sie mit ihrem zweiten Pferd, einem Siebenjährigen, Stilprüfungen zum Erlangen der Springlizenz.
Intensives Jahr
Mit der Finalprüfung des OKV-Greenycups ging für die Mitglieder des Kavallerievereins Wädenswil ein arbeitsintensives und ereignisreiches Jahr zu Ende. Nebst der traditionellen Sprinki im Frühling und den Dressurprüfungen im August standen sie nun erneut im Einsatz. Im Mittelpunkt dieses Jahr aber war die Realisation des neuen Springplatz-Bodens gestanden. Und genau dieser Boden stösst bei den Reitern auf äusserst positives Echo. Kein Wunder, dass auch am Herbstspringen sämtliche Felder bis auf den letzten Platz gefüllt waren.
Bereits am frühen Freitagmorgen war das Turnier mit der ersten Abteilung der RIII/MI-Prüfungen eröffnet worden (Sieger Philip Bär und Irene Scherer). Mit zwei Siegen machte Andrea Schnieper (Samstagern) an diesem Tag von sich reden: Zuerst gewann sie mit der bewährten Wembly ein RII/LII-Springen, danach wurde sie mit Mac Dooley neue Vereinsmeisterin.
Doppelsieg für Simon Boss
Nach RI-Prüfungen (Doppelsieger Simon Boss mit Nina) und Freien Prüfungen am Samstag, standen am letzten Turniertag nebst den Greeny-Finalprüfungen, nochmals zwei RIII/MI-Prüfungen auf dem Programm. Sie endeten mit Siegen von Dominik Fuhrer (Tobel) auf Colin des Pres und Jolanda Lötscher (Sins) mit Flag King, die ihr zweites Pferd Ciacometty gleich noch auf Rang vier klassierte.
Gemeinsam mit bewährten Helfern hatte OK-Präsident Samuel Bosshard dafür gesorgt, dass der umfangreiche Anlass absolut reibungslos über die Bühne gegangen war.