20.09.2010 - Ramsen: Egnach vor Lilienthal und den Bündnern
Mit dem Final in Ramsen ging die Saison der OKV-Vereinsequipen-Fahrer zu Ende. Der KV Egnach mit seiner Herren-Einspänner-Equipe dominierte mit Null Strafpunkten vor den drei Herren-2-Spännern der PfZG Liliental und dem gemischten Team der Bündner Fahrsportvereinigung.

Finalsieg für den KV Egnach: Hans Landis, Werner Hess und Hans Bauer (v.l.)

Hans Bauer war einer der vier Teilnehmer mit Doppelnull.

Er war der Teilnehmer mit der weitesten Anfahrt: Giacomin Barbüda aus dem Unterengadin. (Fotos: Marianne Hübscher)
von Marianne Hübscher
Das Rayon II war bereits für eine Quali in Ramsen zu Gast und nun kämpften zehn Equipen auf dem schön gelegenen, aber nicht topfebenen Springplatz “Raatli“ um den Finalsieg. Die Senke musste mehrmals durchfahren werden und verlangte mitspielende, selbst Schwung holende Pferde. Eine selten im Parcours stehende Doppelboxe erschwerte die Aufgabe zusätzlich und kostete Zeit. Rund die Hälfte der Fahrer hatte denn auch einige Punkte für Zeitüberschreitung auf dem Konto. Schwierig, aber finalwürdig, wurde Beat Auer’s Parcours von den Fahrern kommentiert. Alles kein Problem sagten sich wohl Hans Bauer und Hans Landis für die Egnacher, sowie Lili Schneebeli für Affoltern und Ueli Krebser für Klettgau. Sie alle beendeten beide Umgänge mit Null Fehlern.
Schon in der Einlaufprüfung erfolgreich
Die Fahrer von Egnach belegten in der Einlaufprüfung mit Null Fehlern und schnellen Zeiten geschlossen die Ränge eins bis drei. Auf den weiteren Plätzen empfahlen sich die Bündner mit zweimal Null resp. einem Punkt für Zeitüberschreitung. Die Klettgauer hatten drei der vier Qualis gewonnen und den letztjährigen Finalsieg heimgeholt und die Einsiedler siegten 2008 und 2009. Diese beiden mussten ebenfalls zu den Final-Favoriten gezählt werden.
Mehrere Equipen sind in derselben Besetzung von Pferden und Fahrern seit Jahren erfolgreich. Die Fahrpferde werden lange eingesetzt. Eines ist denn auch bereits zwanzig Jahre alt, aber immer mit vollem Einsatz dabei. Seit der Einführung des zehn Sekunden Bonus für die Zweispänner im Fahrcup-Reglement, haben diese in engen Parcours wie in Ramsen gleichberechtigte Chancen. Die Equipe der Lilientaler mit ihren grossen, aber wendigen Gespannen haben dies mit dem 2. Finalrang eindrücklich bewiesen. Fünf weitere Zweispänner zeigten harmonische Runden mit durchschnittlich so vielen Zeit- und Hindernisfehlern wie ihre nur mit einem PS bespannten Mitstreiter. Im diesjährigen Final starteten 24 L-, vier M- und zwei Kategorie S-Fahrer.
Früh als Sieger bekannt
Giacomin Barbüda, mit der weitesten Anreise aus dem Unterengadin, startete als Erster. Mit nur einem Punkt für Zeitüberschreitung setzte er eine hohe Marke und einen guten Start für die Bündner. Nach den ersten zehn Fahrern war einmal ein Nuller und einmal eine sehr hohe Punktzahl gefahren worden, aber wie immer keine Prognose daraus zu ziehen. Am Ende des zweiten Durchgangs waren die Klettgauer zurückgefallen und Egnach setzte sich mit nur einem „Töggel“ und einem möglichen Endnuller nach Abzug des Streichresultates an die Spitze. Ein spannendes Stechen war aber nicht mehr möglich, kein anderer Verein konnte mehr strafpunktefrei bleiben. Nach dem vierten Fahrer in der Endrunde stand der Sieg von Egnach fest. Hans Landis’ fehlerfreie Umgänge wurden bejubelt. Jetzt begann der Kampf um den Ehrenplatz. Die nachfolgenden Gossauer hätten diesen mit einem Nuller noch erreichen können, ebenso Einsiedeln. Aber keiner der beiden Schlussfahrer schaffte dies. Auch die Lilientaler zitterten für ihren Teamkollegen Elmar Fischbach um den 2. Rang. Mit seinen 3.5 Strafpunkten gaben sie Silber aber nicht mehr aus der Hand.
Die schwarzen Wolken am Himmel verzogen sich wieder, als alle Gespanne in den Platz einfuhren. OK- und Vereinspräsident Helmut Schmid, OKV-Präsident Peter Fankhauser, Chef Fahren OKV Peter Koradi und Jurypräsident Walter Oertle konnten eine schöne Siegerehrung zelebrieren.
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