20.09.2010 - Hosenruck: Feuerprobe am Gymkhana-Final
Auf dem Nollen in Hosenruck haben am Samstag die OKV Gymkhana Finalprüfungen stattgefunden, durchgeführt vom Reitverein am Nollen. In anspruchsvollen Parcours zeigte sich bald, welche Paare die Geschicklichkeits-Aufgaben am besten lösen.

Daniela Fischer mit Milan, Siegerin in der Stufe M

Nadja Minder mit Fränzi, Siegerin in der Stufe L

Marilen Ledergerber, 2. Rang in der Stufe M
von Corinne Hanselmann
Am Samstagmorgen kurz nach acht Uhr schallten bereits die Begrüssungsworte von Vereinspräsident Thomas Bobsin über den Platz. Der herbstlich dekorierte Gymkhana-Parcours, gebaut von Susanne Noll und Manu Wüthrich aus Wängi, stellte den Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Stufe L anspruchsvolle Aufgaben. Etwa die raffinierte Barriere, die sich nur öffnete, wenn Wasser mit einer Giesskanne in ein Rohr geleert wurde oder der enge Slalom, der sich nur durch konzentriertes Reiten fehlerfrei bewältigen liess. Enten mussten gefischt und Hufeisen in einer Tonne versorgt werden.
In der OKV Stufe L (leicht) löste Nadja Minder aus Illnau mit der 25-jährigen Fränzi die Aufgaben am besten und Gaby J. Müller, Mitglied des OKV-Ressorts WEF, gratulierte ihr zum Sieg. "Hopp Fränzi, wir schaffen das!", feuerte sie ihre Stute an, als diese bei der zu überwindenen Holzbrücke etwas zögerte. "Das war der schwierigste Posten", meinte die Zehnjährige danach, "aber Fränzi hat es dann zum Glück doch noch gemacht".
Sprudelndes Wasser und lodernde Flammen
Danach stand auf dem schön gelegenen Platz mit guter Aussicht (733 Meter über Meer) die offene Prüfung der Junioren auf dem Programm. Kurz vor dem Mittag kamen dann die Kleinsten an die Reihe. In der Kategorie Führzügel hatten sich 20 für den OKV Gymkhana Final qualifiziert. Gesichert durch ein Seil meisterten die bis zehnjährigen Kinder die Aufgaben.
Ebenfalls 20 Reiter starteten in der mittleren Stufe OKV. Die Parcoursbauerinnen stellten die Posten etwas um und erhöhten den Schwierigkeitsgrad. Ein Engpass mit Feuer musste durchritten werden. Einige Pferde bewältigen diesen Posten, ohne mit der Wimper zu zucken, andere reagierten fast panisch, als sie das Feuer nur schon witterten. Bei einem anderen Posten mussten Frösche auf dem ganzen Platz eingesammelt werden. Dabei ritten die Teilnehmer auch ziemlich vorwärts, denn die Zeit war mit acht Minuten eher knapp berechnet. Ebenfalls ein Knackpunkt war der letzte Posten, die Brücke über den Teich mit Springbrunnen. Das ungewohnte Geräusch des plätschernden Wassers liess viele Pferde zurückschrecken.
"Wir hätten nicht gedacht, dass so viele Pferde vor dem Feuer Angst haben. Bei der Haflinger-Schweizermeisterschaft bereitete dieses Hindernis weniger Pferden Probleme", so die Parcoursbauerin Susanne Noll. Vielleicht ist diese Rasse etwas "feuerfester" als andere, denn den Sieg beim OKV Final Stufe M holte sich die 26-jährige Daniela Fischer (Ebmatingen) mit dem Haflinger Milan XV CH.
Zufriedene Organisatoren
"Mit dem Nennergebnis und dem Ablauf des heutigen Tages sind wir sehr zufrieden", resümierte Thomas Bobsin am Abend. "Es ist schön, dass wir mit den offenen Prüfungen allen Jugendlichen die Chance geben konnten, bei diesem Turnier mitzumachen."
Das OKV-Ressort WEF (Western, Endurance, Freizeit) änderte das Gymkhana-Reglement vor dieser Saison. Kategorien wurden zusammengelegt und die Voraussetzungen vereinfacht. "Wir haben während der Saison Feedbacks von Teilnehmern und Veranstaltern erhalten. Wir werden diese besprechen und sicher Anpassungen am Reglement vornehmen. Das Ziel ist, grössere Startfelder zu haben", so die Ressortverantwortliche Gaby J. Müller.
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