7.09.2010 - Obfelden: Ein krönender Abschluss

Der OKV Patrouillenritt-Final war der krönende Abschluss der Obfelder Patrouillenritt Geschichte. Die Veranstalter wollen mit der 10. Austragung dieses Kapitel abschliessen.

Obfelden: Ein krönender Abschluss

Von weither angereist: Franziska Kasper und Catherine Heizmann vom Reit- und Fahrverein Klosters-Serneus

Obfelden: Ein krönender Abschluss

Alexandra Meng und Nicole Huber vom Distanzreitverein Endurance

Obfelden: Ein krönender Abschluss

Freiberger, Friese oder Fjord? (Fotos: Pia Wertheimer)

von Pia Wertheimer

Sie waren aus allen Ecken des OKV-Gebiets angereist, die Teilnehmer des Patrouillenritt Finals. „Wir waren zwei Stunden lang unterwegs“, sagt Franziska Kasper. In den Farben des Reit- und Fahrvereins Klosters-Serneus ist sie mit Catherine Heizmann in Obfelden am Start. Sie hatten sich im Juni in Davos für den Final qualifiziert. „Ein gutes Viererteam“, so lautet Heizmanns Rezept für eine erfolgreiche Patrouille. „Es kommt aber immer auch auf die Tagesform von uns allen an“, ergänzt sie. Gemeinsam treten sie jährlich an sechs Veranstaltungen an. „Neue Posten sind immer wieder willkommene Herausforderungen für Pferd und Reiter“, sagt Kasper. Die beiden nutzen denn auch auf ihren Ausritten alltägliche Situationen, um zu trainieren. „Schneeschleudern eignen sich dafür sehr gut. Während andere einen grossen Bogen darum machen, nähern wir uns der Maschine.“

"Andalusier sind Spanier!"

Von einer ganz anderen Disziplin sind Alexandra Meng auf Thermes und Nicole Huber im Sattel von Najra. Sie tragen die Farben des Distanzreitvereins Endurance. „Wir wollen zeigen, wozu Endurance-Pferde sonst noch fähig sind“, sagt Huber schmunzelnd. Zudem nutzen sie solche Anlässe, um ihren Verein bekannter zu machen. „Wir sind wohl die einzigen ohne Standarte“, bedauert Meng. Auch wenn ihre eigentliche Disziplin eine Einzelsportart ist, zeigten die beiden vor allem am achten und letzten Posten eindrückliche Teamarbeit. Während Meng ausgewählten Pferderassen die richtige Länderfahne zuordnen musste, hatte Huber die Aufgabe Bilder dieser Rassen zu erkennen. Es wäre aber nicht der Obfelder Patrouillenritt gewesen, hätten nicht auch die Vierbeiner mitwirken müssen. Das Ganze spielte sich im Sandviereck ab und musste hoch zu Ross erledigt werden. „Andalusier sind Spanier“, rief Huber ihrer Kollegin zu, während sie das nächste Rassenbild von der Tonne aufhob und sich wieder in Richtung Pinnwand machte, wo die Namen der Pferdearten angeschlagen waren. Das Paar bewies, dass nicht nur Ausdauer sondern auch Geschicklichkeit ihre Stärke ist und rangierte auf dem dritten Finalplatz. Als Sieger gingen Stephanie Wüthrich und Nicole Ammann des RVZO hervor.

10 Mal ist genug

„Es ist mir wichtig, dass bei den Frageposten auch immer die Pferde mitwirken müssen, sonst könnte man ebenso das Velo nehmen“, so OK-Präsidentin Carole Streich. Seit zehn Jahren hat sie die Zügel beim Obfelder Anlass in der Hand – dieses Jahr wohl zum letzten Mal. „Wir haben im Voraus schon gesagt nach zehn ist genug.“ Festlegen mag sie sich jetzt aber noch nicht. Ein solcher Anlass gebe immer sehr viel zu tun. Dank den rund 20 Helfern,  gelinge es immer wieder den Reitern ein tolles Erlebnis zu bieten. „Die Stimmung ist dann so gut, dass es schwierig ist Abschied zu nehmen.“ 

Rangliste