6.09.2010 - Turbenthal: Alle Medaillen in Frauenhand
Die OKV-Dressurreiter kürten ihre Meister am letzten Sonntag auf der Pferdesportanlage des Reitvereins Tösstal. Sandra Rüesch, Sarah Krenger und Sabrina Wiehler heissen die frischgebackenen OKV-Meisterinnen.

Stufe III: Inge Zollinger, Sandra Rüesch, Vreni Scherer (von links)

Gold in der Stufe III für Sandra Rüesch und Wohlklang

Gold in der Stufe II für Sarah Krenger und Falarina

Gold in der Stufe I für Sabrina Wiehler und Wildcat (Fotos: Heidy Dietiker)
von Heidy Dietiker
Die grosszügige Anlage im Gmeiwerch in Turbenthal bot den Teilnehmern des OKV Dressurfinals ausgezeichnete Bedingungen. Der Reitverein Tösstal mit den OK-Präsidenten Susi Miedzik und Felix Moser sorgte für eine perfekte Organisation und das schöne Spätsommerwetter verpasste dem Anlass einen prächtigen Rahmen.
Die Ausgangslage vor diesem Final war relativ offen, gab es doch in den gesamthaft 36 einzelnen Ausscheidungsprüfungen mehr als 20 verschiedene Sieger. Und die beiden einzigen Reiterinnen, die gar drei Ausscheidungsprüfungen gewannen, nämlich Catherine Begre in der Stufe I und Eleonore Ospelt in der Stufe III, waren in Turbenthal nicht am Start. Thomas Hefti und Urs Wächter, die beiden einzigen Männer am Start, konnten nicht in die Entscheidung um die Medaillen eingreifen – diese blieben allesamt in Frauenhand.
Gold für Sandra, Sarah und Sabrina
Das Niveau war hoch und es gab – vor allem an der Spitze – wenig Fehler. Passierte trotzdem ein Lapsus, wirkte sich dieser dementsprechend verheerend auf den Zwischenrang aus. Mit zwei ausgeglichenen Vorführungen in der Stufe III – sowohl im L 15/40 als auch im L 18/60 erreichte sie den dritten Rang – gewann Sandra Rüesch (Wäldi) mit Wohlklang U mit 6 Rangpunkten die Goldmedaille. Auf den Rängen zwei und drei folgten Inge Zollinger (Hombrechtikon) mit Seventeen Roses und Vreni Scherer (Freudwil) mit Benjamin Blümchen. Beide Reiterinnen erzielten neun Rangpunkte. Dank dem besseren Resultat in der schwereren Prüfung sicherte sich Zollinger jedoch die Silbermedaille. Die Siegerinnen der Teilprüfungen, Regina Bachmann und Susanne Kurmann, mussten sich mit den Schlussrängen fünf und sechs begnügen. Beide belasteten ihr Konto nebst einem Etappensieg mit einen zehnten Rang.
Nicht nur in der höchsten Kategorie Stufe III, sondern auch in den Stufen I und II waren mehrheitlich schöne Darbietungen zu bewundern. „Es ist offensichtlich, dass sich das Niveau und vor allem die Qualität der Pferde in den letzten Jahren stetig verbessert hat“, sagte Konrad Werner, Dressurrichter und Technischer Delegierter. Die Goldmedaille in der Stufen I ging an Sabrina Wiehler aus Schlatt mit Wildcat, in der Stufe II an die erst 17-jährige Sarah Krenger aus Bertschikon mit Falarina.
In der Stufe III ging es jedoch nicht allein nur um Titelehren. Zusätzlich wurde hier auch noch um Startplätze an der R-Schweizer Meisterschaft vom nächsten Wochenende gekämpft. Sandra Rüesch, Vreni Scherer, Susanne Kurmann, Regina Bachmann, Christina Dietsche, Cornelia Maas, Nadine Schwendener, Denise Hensch und Alena Lenka Marthaler werden den OKV in Lostorf vertreten.
Positves Fazit
Ein positives Fazit zogen am Sonntagabend nicht nur die beiden OK-Präsidenten, die sich über einen reibungslosen Ablauf freuen durften. Auch Peter Fankhauser, Präsident des OKV Verband Ostschweizer Kavallerie- und Reitvereine, fand lobende Worte: „Es war ein ausgezeichnet organisierter Anlass in einem würdigen Rahmen. Es macht Freude, auf einer wunderschönen Anlage, wie diese hier im Gmeiwerch, Gast sein zu dürfen.“ Er hoffe, dass der Reitverein Tösstal auch in Zukunft noch viele OKV-Prüfungen durchführen werde.
Bildergalerie folgt in Kürze
Ranglisten