10.05.2010 - Zucht: Feldtest der Freiberger in Grüsch

Die Pferdezuchtgenossenschaft Graubünden organisierte unter dem Patronat des OKV den Feldtest in Grüsch. Insgesamt waren 17 Freiberger und ein Haflinger am Start, um sich von den vier Experten bewerten zu lassen.

Zucht: Feldtest der Freiberger in Grüsch

Rony v. L'Astuce/MV Clinquant im Besitz von Felix von Ah

Zucht: Feldtest der Freiberger in Grüsch

Leni v. Enjoy/MV Calif, geritten von Dirk Eckard, westernmässig über den Teppich

Zucht: Feldtest der Freiberger in Grüsch

Vitali v. Veinard/MV L'Astuce unter dem Sattel (Fotos: Uschi Dietsche)

von Uschi Dietsche

Der Tag begann um zehn Uhr auf dem Sandplatz der Pferdezuchtgenossenschaft Graubünden, ausnahmsweise nur in Grüsch. Der einzige Teilnehmer aus dem Engadin nahm den Weg ins Prättigau auf sich und so blieb der Schauplatz in Zernez für dieses Jahr unbenutzt. Begonnen wurde mit der Exterieur Beurteilung. Leona, die Siegerin des Tages, stach bereits ins Auge. Nicht nur die Proportionen und der Körperbau sondern auch das Hufe aufheben wird geprüft. Ist das Pferd ruhig dabei oder will es nicht stillstehen, wird bewertet.

Ruhig und gelassen sollen sie sein

Nach dem Vortraben ging es dann ans Einspannen. Wünschenswert war, dass man sein Pferd möglichst allein einspannen kann. Auch hier bewiesen die meisten der knapp dreijährigen Pferde bereits ihre Ruhe und Gelassenheit. Sicherlich auch ein Erfolg, durch die Auswahl der Hengste und Zuchtstuten, die selber in jungen Jahren erfolgreich ihren starken Charakter unter Beweis stellten und weitergeben. So ist L’Artiste, der Vater der Siegerin Leona, ein bekannter Hengst genauso wie Nejack oder Halvaro.

Angespannt, nach dem Dressurprogramm am Wagen ging es über den Rasenteppich, der doch sehr hervorstach im hellen Sand. Nur vereinzelt war die Hilfe des Richters erforderlich. Später unter dem Sattel gingen dann sämtliche Pferde problemlos über dieses Hindernis. In Grüsch wurde bewiesen, wie vielseitig das Freibergerpferd einsetzbar ist. So wurden die Pferde in Englischem und Western Stil  geritten. Und gar in punkto Farben ging es abwechslungsreich weiter. Nicht nur Füchse, Braune oder Dunkelbraune waren zu sehen,  sogar ein Schecke war dabei, das Resultat aus einer Schimmelstute und L’Astuce. Von einem jungen Mädchen geritten, war er ein richtiger Hingucker.

OK Präsident Werner Keller und sein Team konnten sogar Kundschaft aus Deutschland begrüssen, die bereits seit Jahren einen Ausflug nach Grüsch machen, wo sie vor drei Jahren ihren ersten Freiberger erstanden. Diesen loben sie auch heute noch in den höchsten Tönen loben. Das ist doch ein Kompliment an Veranstalter und Züchter, wie man’ s schöner nicht sagen kann.