3.05.2010 - Weinfelden: Schlamm des Lächelns
Viel Regen und Reiten auf der Wiese, das verträgt sich nicht gut. Erfahrene Concoursreiter wissen was sie erwartet. Umso erstaunlicher, dass im OKV-Coupe Halbfinal Ost nicht eine einzige Equipe abgemeldet hat. Und sie ritten mit fröhlichen Gesichtern. Chapeau! Auf dem Podest standen Amriswil, vor Seerücken und Uzwil.

Sieger im OKV-Coupe Halbfinal Ost wurde der Reitverein Amriswil mit Stefan Kuhn, Nathalie Koch und Urs Himmelberger (v.l.), rechts OKV-Präsident Peter Fankhauser. (Foto: Bruno Eigenmann)
von Bruno Eigenmann
Eine interessante Teamaufgabe und Abwechslung ist der OKV-Coupe immer. Es treten Dreier-Vereinsequipen an. 21 Hindernisse stehen im Parcours, auf welchem Kurs sie gesprungen werden, ist dem Team überlassen. Jeder Reiter springt sieben Hindernisse, reitet dann in den Warteraum zurück und der nächste startet. Bei Naturhindernissen wie in Weinfelden mit Pulvermann, Wall, Teich und Gräben kann es schon einmal einen Stopp geben. Nach der zweiten Verweigerung muss der Reiter zurück und die Kollegen „dürfen“ auch seine Hindernisse springen. Es ist ein offenes Geheimnis, wäre nur jeder für sich gestartet so hätte es bestimmt Absagen gegeben. Aber dem Team kann man so was doch nicht antun. Sympathisch in einer Sportart, wo in der Regel nur jeder für sich reitet.
Guter Sport
Für den OKV-Coupe hatten die beiden Parcoursbauer Urs Wiesmann und Nik Nauer die Bodenverhältnisse berücksichtigt. Weil auf dem Vereinsplatz des RV am Ottenberg auch sonst fleissig geritten wird, war der Boden zwar anhänglich und klebrig, aber durchaus zu reiten. Angesichts der Witterung verzichtete die Jury auf das geplante Stechen, rangiert wurde nach Wertung A. 19 Vereinsequipen waren am Start. Der RC Uzwil eröffnete mit einer schnellen Runde und nur einem Abwurf, was Schlussrang drei bedeutete. Dem RC Seerücken mit Cornelia und Raphael Jud und Roman Zbinden gelang der erste fehlerfreie Parcours in einer hervorragenden Zeit. Wer kann sie schlagen? Die erstaunlich zahlreichen Zuschauer kamen in Genuss von vielen sauberen Runden, doch nützen zwei Nuller wenig, wenn ein Kollege zwei Stangen zu beklagen hat. Amriswil war wie gewohnt mit einer starken Equipe auf dem Platz. Urs Himmelberger eröffnete mit null, Stefan Kuhn, seines Zeichens Chef Springen im SVPS, blieb ebenfalls fehlerfrei und Natalie Koch steuerte CORLEONE über den Platz, als wäre das die leichteste Sache der Welt. Amriswil hatte den Kurs so gut eingeteilt, dass sie mit sechs Sekunden Vorsprung den Sieg holten. OKV-Präsident Peter Fankhauser liess es sich nicht nehmen, allen Klassierten persönlich zu gratulieren.
Erfrischende Jugend
Zu den beiden CC Jump Green – Prüfungen vom Sonntagmorgen traten je über 50 Paare an. Absagen gab es auch hier praktisch keine. Da wird erfrischend unbekümmert um eine gute Platzierung gekämpft. Offensichtlich geniessen es die besten Paare, erfolgreich über Naturhindernisse zu reiten, was ganz im Sinne der CC-Nachwuchsförderung an der Basis ist. Auf JULIANE gelang Jessica Jucker (Kefikon) das Kunststück, gleich beide Prüfungen für sich zu entscheiden. Bravo.