5.04.2010 - Über Gräben und Wälle dem Sommer entgegen
Das Ressort Springen des OKV lud am vergangenen Wochenende zum Kurs „Gräben und Wälle“ unter der Leitung von Paul Weier in Frauenfeld. Rund 50 Teilnehmer erfreuten sich bester Bedingungen, denn auch Petrus öffnete, entgegen den Wettervorhersagen, die Wasserschleusen noch nicht.
von Conny Ruppli
„Aufreihen zum Appel“ begrüsste Peter Bleiker in militärischer Manier die Teilnehmer am ersten Posten. Vor dem Start wurde Anwesenheits- und Zahlungskontrolle gemacht. Stimmte die „Buchhaltung“ konnte mit dem Kurs begonnen werden. Peter Bleiker führte Pferd und Reiter behutsam an die ersten Aufgaben. Es galt im Rennbahn Ost-Bogen über Wälle zu reiten. Aufbauend auf dem Gelernten wurde immer mehr zusammen gehängt bis schlussendlich alle eine ganze Reihe von Wällen mit Auf- und Absprüngen sowie Kreuzen überwanden. „Haltet eure Hände tief beim Absprung“ ermahnte Peter Bleiker die Teilnehmer – eine Anweisung, welche die Reiter an diesem Tag nicht zum letzten Mal hören sollten.
„Immer schön geradeaus reiten nach dem Sprung“ forderte Jean-Claude Borgeaud die Teilnehmer am zweiten Posten auf. Hier standen Auf- und Absprünge über Baumstämme auf dem Programm. Das am ersten Posten Gelernte konnte hier noch einmal angewandt und vertieft werden. Pferd und Reiter hatten sichtlich Spass, waren es wohl für viele die ersten Sprünge im Freien in dieser Saison. In ruhigem Galopp ging es weiter zum nächsten Posten. Bruno Kalt begrüsste die Teilnehmer an der Ochsenfurt, wo die Pferde zuerst mit dem Wasser vertraut gemacht wurden, um dann verschiedene Aufgaben am und um das Wasser zu lösen. Aufmunternd motivierte er die Teilnehmer, die gestellten Aufgaben gemeinsam mit dem Pferd zu absolvieren. „Haben Sie mit Ihrem Pferd geredet?“ fragte Bruno Kalt eine Teilnehmerin nach dem etwas rasch absolvierten Abrutsch und munterte die Reiter auf, die Stimme zur Hilfe zu nehmen.
An der Europatreppe wartete der Kursleiter Paul Weier auf die Teilnehmer. Der grosse Wall wurde zur Einstimmung auf die Europatreppe genutzt. Weiter wurde im Wäldchen neben der Treppe zuerst ein offener Graben und anschliessend der Birkensprung gesprungen. „Ihr lernt 30 Prozent vom Zuschauen“, betonte Paul Weier und forderte die Teilnehmer auf, ihren Gruppen-Kollegen zuzuschauen und von ihnen zu profitieren.
„Mit diesem Kurs möchten wir vor allem die Springreiter ansprechen, welche ihre Pferde mit festen Hindernissen vertraut machen möchten“ erklärte der sichtlich zufriedene Norbert Hasler, Chef Springen OKV, und er ergänzt: „deshalb haben die Instruktoren, im Vergleich zu einem reinen CC-Kurs, auch Stangen und Kreuze in ihre Posten eingebaut“.



