18.09.2009 - Junioren Vereinscup: Gold für die Veranstalter
Nachdem alle vier Junioren der 13 Vereinsteams ihren Ritt beendet hatten, war noch nicht klar wer aufs Podest steigen durfte. Zwei Stechen mussten über die Vergabe der Medaillen entscheiden. Gold gewann der KV Rorschach, Silber ging auf unglückliche Weise an den VTB Aesch und Bronze eroberte sich, gegen drei Mitbewerber, der RC Uzwil.
Silber für VTB Aesch, Gold für KV Rorschach, Bronze für RC Uzwil.

Equipe KV Rorschach gewinnt Gold.
Bruno Wolf gewinnt auf Manor Mills die Cup-Einlaufprüfung.
von Bruno Eigenmann
Am dreitägigen Turnier „in der Cholegrueben“, beim Autobahndreieck „Meggenhus“, war der Junioren Cup-Final eindeutig die Hauptprüfung. Normalerweise hätte diese am Sonntagnachmittag stattgefunden, als Abschluss und Höhepunkt. Viele der startenden Junioren machen im Nachwuchs-Förderprogramm Newcomers des OKV mit. Überraschend wurden die 20 besten Junioren aus dem Regionalkader ans internationale Turnier in Humlikon eingeladen. Um ihnen diese aussergewöhnliche Startgelegenheit nicht zu verderben, zeigten die Veranstalter grosse Flexibilität und verschoben den Final kurzerhand auf den Samstagnachmittag. Patrizia Volpez Stern, die Verantwortliche für die Newcomers im OKV, bedankte sich mit sympathischen Worten im Namen der betroffenen Junioren und brachte den Verantwortlichen Geschenke mit.
Keine Entscheidung
Geritten wurde im Final ein Umgang nach der Nationenpreis-Formel. Das heisst, es reiten vier Paare pro Verein, das schlechteste Ergebnis wird gestrichen. Als Favorit wurde Grüningen gehandelt. Sie hatten am letzten Wochenende bei den „Grossen“ im Cup die Bronzemedaille mit der nur auf einer Position veränderten Mannschaft gewonnen. Für die verzichtenden Andelfinger war Grüningen nachgerutscht. Das wäre ein Ding, den Erfolg zu wiederholen. Oder gar noch zu verbessern. Diesmal lief es aber gar nicht nach Wunsch. Mit der Entscheidung um die Medaillen hatten die Zürcheroberländer diesmal nichts zu tun. Immerhin gewann Bruno Wolf die Cup-Einlaufprüfung, in der die noch sehr junge Celine Zehnder (Guntershausen) bis fast am Schluss geführt hatte. Unter Berücksichtigung des Streichresultats führten nach dem Normalumgang der VTB Aesch und die Equipe des Veranstalters, des KV Rorschach und Umgebung mit einem blanken Konto. Über Gold und Silber musste ein Stechen entscheiden. Hinterthurgau, Egnach, Tösstal und Uzwil hatten je vier Punkte und durften um die Bronzemedaille stechen. Bei den Jugendlichen die im Finale starteten, waren sehr viele stilistisch saubere Runden zu bewundern. Die konsequente Nachwuchsförderung an der Basis durch den OKV trägt erfreuliche Früchte.
Unglücklich verloren
Zuerst wurde um die Bronzemedaille gestochen. Pro Verein mussten zwei Paare zum Stechen antreten. Nun waren die Nerven gespannt. Hinterthurgau und Uzwil führten mit je einem Abwurf nach dem ersten Reiter. In der zweiten Runde mussten beide nochmals vier Punkte akzeptieren. Uzwil gewann Bronze dank der deutlich schnelleren Zeit und verdrängte Hinterthurgau auf den undankbaren vierten Schlussrang. Im Stechen um Gold und Silber musste der VTB zuerst antreten. Nicole Hotz hatte einen Abwurf zu beklagen, Fabienne Vitzthum gelang für die Platzherren eine bejubelte Nullrunde und sie setzte damit den VTB unter Druck. Manuel Lüthi konnte seinen Start kaum erwarten. Er startete ohne das Glockenzeichen abzuwarten und musste von der Jury gemäss Reglement disqualifiziert werden. Für den VTB-Aesch war damit die Chance auf Gold vertan. Ein ärgerlicher Fehler der unter Druck halt passieren kann. Für die Rorschacher war die Sache klar, Gold war ihnen sicher. Manuela Nauer liess es sich aber nicht nehmen, mit einer schnellen Runde für einen grossen Jubel bei den Einheimischen zu sorgen.
Junges OK
Valerie Würzer amtete zum ersten Mal als OK-Präsidentin. Jung sind auch die meisten Kolleginnen und Kollegen im neu zusammengestellten OK. Darum waren die Ehrenmitglieder des Vereins, die bisher die meiste Verantwortung getragen haben, am Sonntagabend glücklich über den reibungslosen Ablauf des Turniers. „Die Jungen haben die Bewährungsprobe bestanden“ war der Tenor am Sonntagabend. Glücklich ein Verein, bei dem der Nachwuchs nicht nur erfolgreich reitet, sondern auch in der Organisation „seine Frau“ stellt. „Ich habe wo nötig Unterstützung erhalten“, meinte eine zufriedene Valerie Würzer. Für OKV-Präsident Peter Fankhauser, der sich es nicht nehmen liess die Medaillen persönlich den jungen Sportlern umzuhängen, und den Chef Springen Norbert Hasler war der Junioren Cupfinal 2009 in Mörschwil ganz einfach sehr erfreulich.