1.09.2009 - Vierkampf in Zug: Wo Freunde auch Konkurrenten sind

In kaum einer Sportart geht es so freundschaftlich zu und her, wie im Vierkampf. Trotzdem leben die Jugendlichen auch eine gesunde Konkurrenz.

Vierkampf in Zug: Wo Freunde auch Konkurrenten sind

Sieger Kategorie A: Das Team Birkenhof Affoltern (Bild: Yvonne Marty)

Vierkampf in Zug: Wo Freunde auch Konkurrenten sind

Sieger Kategorie B: Das Team Kerns Taurus (Bild: Yvonne Marty)

von Pia Wertheimer

 

Der Weiher Zimbel ob Baar schlummert an diesem Sonntag im Sonnenlicht. Heitere Rufe durchbrechen die morgendliche Stille. „Hej, hesch guet gschlafe?“, schallt es von einem Pferdetransporter zum anderen. Ein unterdrücktes Gähnen macht die Antwort unverständlich. Die Vierkämpfer treffen die letzten Vorbereitungen, die Nervosität bringt sie in Fahrt. Auf dem Abreitplatz steht Barbara Zoller, Mannschaftsführerin des VK Zug. Nichts entgeht ihrem scharfen Blick, sie gibt ihren vier Schützlingen Gregor Bruhin, Miguel Jenni, Beatrice Schlumpf und Helena Stevenson die letzten Anweisungen, bevor es in der Halle dann ernst gilt. „Mir ist wichtig, dass die Jugendlichen als Team harmonisieren“, so Koller. Die Jugendlichen verbrächten viel Zeit im gemeinsamen Training, da sei es auch wichtig, dass sie Freude daran hätten. „Es ist für mich darum von grosser Bedeutung, dass sie auch fair und ehrlich miteinander umgehen.“ Vierkampf schaffe zudem eine gute Grundausbildung vor allem im Reiten. „Die Teilnehmer müssen sich immer wieder auf neue Pferde einstellen und müssen so lernen innert kürzester Zeit mit den Tieren richtig umzugehen.


Für Conrad Schär, Dressur-Juror in der Reithalle im Zimbel, steht ebenfalls ein einheitliches Mannschaftsbild im Vordergrund. „Jeder muss auf seine Mitstreiter Rücksicht nehmen. Die Reiter müssen eine Aufgabe gemeinsam lösen.“ Meist trete der beste Reiter vorne, der zweitbeste Reiter zu hinderst an. „Damit ist es aber nicht getan. Der Vorderste muss seine Augen nach vorne und nach hinten richten.“ Nur so gelinge es der Mannschaft im Takt und in der gefragten Losgelassenheit das Programm zu zeigen. Die Zuger zeigen an diesem Morgen eine solide Leistung, schaffen es aber nach drei Disziplinen knapp nicht aufs Podest. Tatsache, die sie auch im Springparcours nicht ändern können. Doch genau so aufgeräumt wie Petrus Stimmung, kann auch das knapp verpasste Podest den Teamgeist des VK Zug nicht trüben.

 

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