1.09.2009 - Dressurfinal in Schaan: Heimspiel der Liechtensteinerinnen
Die OKV-Dressurreiter kürten ihre Meister am letzten Sonntag auf der Reitanlage von Martin Hilti im liechtensteinischen Schaan. Eleonore Ospelt, Christina Dietsche und Monika Sutter heissen die frischgebackenen OKV-Meisterinnen.

Stufe III: Gold für Eleonore Ospelt vor Andrina Suter und Sibylle Nüesch.

Stufe II: Christina Dietsche gewann vor Rita Schulthess und Denise Hensch.

Stufe I : Monika Sutter vor Alexandra Suter ud Vreni Rentsch. Fotos: ( Heidy Dietiker)
von Heidy Dietiker
Die grosszügige Anlage in Schaan bot den Teilnehmern des OKV-Dressurfinals ausgezeichnete Bedingungen. OK-Präsident Martin Hilti und der Fahrverein Liechtenstein waren Garanten für eine perfekte Organisation und das schöne Spätsommerwetter sowie die herrliche Gebirgskulisse verpassten dem ganzen Anlass einen eindrücklichen Rahmen.
Die Ausgangslage vor diesem Final war relativ offen, gab es doch in den gesamthaft 40 einzelnen Ausscheidungsprüfungen immerhin 30 verschiedene Sieger. Besonders viel Spannung versprach die Entscheidung in der Stufe III. Denn während in den Stufen I und II doch einige Doppelsiege während der ganzen OKV-Saison zu verzeichnen waren, gelang es in der Stufe III nur Brigitte Lienhard, zwei Prüfungen zu gewinnen. Und Lienhard verzichtete auf einen Start in Schaan.
Goldmedaille bleibt im Land
Das Niveau war sehr hoch und es gab – vor allem an der Spitze – wenig Fehler. Passierte trotzdem ein Lapsus, wirkte sich dieser dementsprechend verheerend auf den Zwischenrang aus. Ein tolles Heimspiel gelang Eleonore Ospelt aus Vaduz. Mit zwei ausgeglichenen Vorführungen, und mit drei, respektive zwei Punkten Vorsprung entschied sie mit dem dunkelbraunen El’Dorin sowohl das L 13/60 als auch das L 16/60 knapp zu ihren Gunsten und durfte sich mit der idealen Rangpunktzahl zwei die Goldmedaille umhängen lassen. Die Silbermedaille sicherte sich Andrina Suter aus Dörflingen mit der Ponystute Diva VI mit einem zweiten und einem dritten Rang. Zur riesigen Freude der vielen Zuschauer blieb nicht nur die Gold- sondern auch die Bronzemedaille im „Ländle“: Sibylle Nüesch aus Balzers sicherte sich den dritten Podestplatz mit dem routinierten Rocky’s Gamin CH. Tosender Applaus der begeisterten Liechtensteiner Fans begleitete die Medaillengewinnerinnen auf der Ehrenrunde.
In der Stufe III ging es jedoch nicht allein nur um Titelehren. Zusätzlich wurde hier auch noch um Startplätze an der R-Schweizer Meisterschaft in St. Blaise NE am 5./6. September gekämpft. Die Farben des OKV werden neben den drei Medaillengewinnerinnen durch die weiteren Klassierten Vreni Scherer, Cornelia Maas, Cornelia Doffey, Max Schnabel, Elisabeth Moser und Ann-Julie Dulex vertreten.
Rundum gute Leistungen
Nicht nur in der Stufe III sondern auch in den Stufen I und II waren schöne Darbietungen zu bewundern. Es ist offensichtlich, dass sich das Niveau in den letzten Jahren stetig verbessert hat. Bei den Nichtlizenzierten gewann Monika Sutter aus Hünenberg mit Inconnue des Bles vor der jungen Alexandra Suter aus Dörflingen mit Stone und Vreni Rentsch aus Guntershausen mit Ninio Star. Und in der Stufe II machten drei Reiterinnen, welche jeweils zwei Ausscheidungsprüfungen während der Saison für sich entscheiden konnten, die Medaillen unter sich aus. Die Nase vorne hatte dabei Christina Dietsche aus Kriessern mit It’s Woody. Damit blieb eine weitere Medaille in der Region. Silber gewann Rita Schulthess aus Thayngen mit Double Delight vor Denise Hensch, Grüningen, mit Zulana.
Kür als Höhepunkt
Am Freitag und Samstag gelangten verschiedene Prüfungen der Kategorien GA, L, M und S zur Austragung. Höhepunkt war dabei die S-Kür vom Freitagabend, welche Melanie Hofmann mit GB Riccione mit 73,5 Prozentpunkten überlegen gewann. Mit GB Cazzago C CH entschied Hofmann ebenfalls die anspruchsvollste Prüfung des Wochenendes, die Intermediaire II, zu ihren Gunsten.
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Positves Miteinander
Ein positives Fazit zog OK-Präsident Martin Hilti am Schluss der dreitätigen Veranstaltung: „Ich bin sehr zufrieden. Das Wetter hat toll mitgespielt und der Zuschaueraufmarsch war gewaltig. Vor allem die S-Kür am Freitagabend war ein wahrer Publikumsmagnet.“ Schade sei nur, dass man als OK-Präsi leider nicht genug Zeit habe, den gebotenen Sport auch wirklich zu geniessen. Er hob aber auch die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem Liechtensteiner Fahrverein hervor. Es sei ja nicht selbstverständlich, dass ein Fahrverein Dressurprüfungen organisiere. „Aber wir helfen den Fahrern und die Fahrer helfen uns. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen.“
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