28.06.2009 - Fahrchampionat Kriessern abgesagt
Am Freitag schien alles noch in bester Ordnung. Petrus öffnete dann seine Schleusen und machte die Durchführung des Fahrchampionats unmöglich.
Von Uschi Dietsche
Mit dem Feldtest für dreijährige Pferde begann das Turnier auf der Schützenwiese in Kriessern, bevor dann die Ein- und Zweispänner in Dressur und Töggelifahren ihre Sieger erkoren.
Am Freitag ging es mit den jungen Pferden los. Als erstes mussten diese an der Hand vortraben und ihren Gang zeigen, bevor sie dann unter dem Sattel ihre Rittigkeit sowie den Gehorsam unter Beweis stellten. Auch vor dem Wagen galt es ein Dressurprogramm zu absolvieren und mit dem übertreten einer Blache zu zeigen, wie unerschrocken sie sind. Alles miteinander gab dann eine Gesamtnote, bei der die Stute Novella aus Sta. Maria siegte.
Der Samstag morgen gehörte dann den Einspännerfahrern. Mit einer eleganten Dressur belegte Vereinsmitglied Hans Baumgartner aus Rebstein den zweiten Zwischenrang und mit dem 5. Rang beim Hindernis fahren reichte es zu dem hervorragenden dritten Schlussrang dicht gefolgt vom Kollegen Peter Seitz Berneck auf dem 6. Rang.
Die Jagd nach Punkten war ein heisses Rennen um Zeit. Der weit angereiste Hans Zwyssig aus Kerns siegte mit 90 Punkten Vorsprung bei den Zweispännern. Er wählte die beste Linie in Verbindung mit den schwersten Hindernissen, die auch die meisten Punkte gaben.
Mit Musik ging’s dann am Sommernachtsfest gemütlich aber lange weiter. Zahlreich kamen die Besucher, um am über die Grenzen bekannten Fahrturnier zu feiern.
Wiese statt See, dann Absage
Der Sonntag morgen gab dann doch einen kleinen Dämpfer für die gute Laune. Nach den nächtelangen Regengüssen glich die Schützenwiese einem See. Der Fahrverein war während der ganzen Woche stundenlang mit walzen und Dreck abziehen beschäftigt, um möglichste gute Verhältnisse zu schaffen. Trotzdem musste sich das OK mit dem Jurypräsident entscheiden, das OKV Fahrchampionat für diesen Tag abzusagen. „Nach spätestens fünf Gespannen hätte das Turnier nicht mehr regulär durchgeführt werden können“ so der OK Präsident. Die Fahrer zeigten viel Verständnis für die Absage und das verdankt der Verein den Teilnehmern sehr, war die Entscheidung nicht leichtgefallen. Auch den Bodenbesitzern und Anstössern des Festes gilt ein grosser Dank für ihr Verständnis gab es doch viel Dreck.