22.06.2009 - Die „Oldies“ stiegen wieder in den Sattel

Erstmals bot der KVA Säuliamt ein Vierkampf-Turnier an, bei welchem Einsteiger und Oldies teilnehmen konnten. Die Freude am anspruchsvollen Sport stand den Konkurrenten ins Gesicht geschrieben.

Die „Oldies“ stiegen wieder in den Sattel

Kim Steiner mit Princess Pride

 

Von Pia Straw-Wertheimer

 

Fröhliches Plaudern und laute Neckereien belebten am vergangenen Wochenende das Foyer der Birmensdorfer Reithalle Vogelsang. Die Vierkämpfer hatten sie in Beschlag genommen. Sie alle hatten am Morgen im Dressurviereck und am Vortag im örtlichen Hallenbad und auf der Laufstrecke ihr Können gezeigt. Die Stimmung erinnerte viel mehr an ein Lager als an ein Wettkampf. „Das zeichnet die Vierkampf-Anlässe aus“, weiss OK-Präsidentin Nathalie Olivieri. Weil es in der Schweiz nur wenige Trainingsorte gebe, würden sich die Teilnehmer gut kennen. Nicht nur die anderen Teilnehmer sind den jungen Vierkämpfern bekannt – auch die Pferde. Die antretenden Mannschaften bringen jeweils zwei Pferde mit, welche sie der Konkurrenz zur Verfügung stellen. Kim Steiner vom Team Birkenhof Albis: „Mit der Zeit kennen wir auch die Pferde, welche die Mannschaften mitbringen.“ Trotzdem sei der Sitz in den Sattel eines fremden Pferdes immer wieder eine Herausforderung. Und auch beim Pferdetausch herrscht eine sportlich-familiäre Atmosphäre. „Es kommt oft vor, dass beim Anreiten die Mannschaft, die das Pferd mitbringt noch letzte Tipps mit gibt.“ Die 13-Jährige trainiert für ihr Hobby zwischen fünf und sieben Stunden wöchentlich und dies schon die vierte Saison. Sie schätzt die Abwechslung der verschiedenen Disziplinen. In vier Jahren wird sie aber ihre Vierkampf-Laufbahn beenden müssen. Dies ist nämlich die offizielle Altersgrenze ihres Hobbys. Knüpft aber der Kavallerieverein des Bezirks Affoltern am Albis und Umgebung am diesjährigen Erfolg an, muss dies nicht sein. „Im OK sind viele ehemalige Vierkämpfer und irgendwie vermissen wir alle diesen Sport“, so OK-Mitglied Regina Sigrist. Darum setzte das achtköpfige OK eine Kategorie für „Oldies“ aufs Turnierprogramm. In der Kategorie E starten also Vierkämpfer die durchschnittlich um die 30 Jahre alt sind. „Es geht dabei primär um Spass und ums Wiedersehen“, erklärt Sigrist. Darum würden die Disziplinen Laufen und Schwimmen in dieser Kategorie auch als Stafette durchgeführt. Und diese respektvolle Wettkampfatmosphäre gelte es auch den Junioren weiterzugeben. „So lernen sie fürs Team zu denken und Kompromisse einzugehen. Oder ganz einfach miteinander Erfolge und Misserfolge einzustecken.“

 

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