18.06.2009 - Einziger Nullfehlerritt entschied den Sieg
Spannung bis zum Schluss beim OKV Coupe. Der einzige Nullfehlerritt durfte sich schliesslich als Sieger feiern lassen.
Von Cornelia Hasler
Bei schönsten Wetterbedingungen konnten die Zuschauer auf dem Pfannenstil abwechslungsreichen Pferdesport erleben. In diesem Jahr feiert der Reitverein Zürichsee rechtes Ufer sein 100-jähriges Bestehen und schenkte darum dem Rahmenprogramm eine speziell hohe Beachtung. „Wir möchten unsere Gäste mit kulinarischen und sportlichen Höhepunkten verwöhnen“, so Williy Monti, OK.-Präsident der Veranstaltung.
Spannung pur im OKV-Coupe
Die Qualifikationsprüfung des OKV-Coupe bildete den sportlichen Höhepunkt auf dem Pfannenstiel. Insgesamt 19 Equipen aus dem Rayon West, wollten die 21 Sprünge in der schnellsten Linienwahl überspringen. Die Parcoursbauer Urs Jegen und Roland Jud platzierten die Hindernisse so, dass sie in verschiedenen Varianten angeritten werden können. Auch viele Naturhindernisse, wie Wallkombinationen, Auf- und Absprünge und Wassergraben gehörten zum Parcours. Zudem wurde auch auf wettertechnische Einflüsse das Augenmerk gelegt. „Das Tallue wird von der Sonne weggesprungen und ist so für das Pferd einfacher zu taxieren“, weiss der Parcoursbauer Roland Jud. Ideale Reitwege wurden auch von den Startenden und Ihren Equipenverantwortlichen in der 30 minütigen Parcoursbesichtigung gesucht. Marion Kuhn ist Equipenverantwortliche vom KV Affoltern und legte die Linien vor allem auf die Charaktereigenschaften der drei Pferde aus. „Wir haben Pferde für welche niedrige Sprünge ideal sind und andere, die mit Naturhindernissen Mühe bekunden. Zudem schaute ich, dass die Reitwege nicht nur aus Volten bestehen.“ Diese Merkmale galt es nun zu berücksichtigen und trotzdem eine schnelle Linienwahl zu suchen.
Stille vor dem zweiten Rang
Um Punkt 15.30 Uhr ertönte das Glockenzeichen für die Equipe eins. Mit drei Stangenfehlern und einer schnellen Zeit, lancierte der KV Zurzach den Wettkampf. Die nächste Equipe vom RV Muri Bremgarten unterbot diese Marke und beendete den Parcours mit acht Fehlerpunkten. Die weiteren Equipen bissen sich die Zähne am vorgelegten Resultat aus. Lang konnte dieses nicht unterboten werden. Viele Paare bekundeten am Wassergraben Probleme. Dieser war im Schatten eines Baumes gelegen und musste aus der Sonne angeritten werden, was für viele Pferde schwierig einzustufen war. Der RC Grüningen mit Startnummer elf konnte erstmals wieder das Resultat mit einer schnelleren Zeit unterbieten. Plötzlich wurde es still auf dem Pfannenstil, denn der organisierende Verein Zürichsee rechtes Ufer nahm die Plätze im Warteraum ein. Claudia Küpfer überwand als erste Reiterin ihre sieben Sprünge und patze an einem Sprung mit einem Stangenfehler. Anita Jenny und Willy Monti blieben fehlerfrei. Dies bedeutete der zweiten Schlussrang im Zwischenklassement. Mit grossem Applaus wurde die Equipe verabschiedet. Noch immer gelang es keiner Equipe den Parcours fehlerfrei zu überwinden, bis für den VTB der Start freigegeben wurde. In einer schönen Manier, überwanden die Paare ihre sieben Sprünge und gingen als klare Leader vor. Auch der RV Wallisellen, als letztstartende Equipe, konnte das Resultat nicht mehr unterbieten und platzierte sich mit 4 Punkten auf dem zweiten Schlussrang.


