4.05.2009 - Vierkampf: Lager in Frauenfeld

Wer hätte gedacht, dass Ende April so tolles Wetter herrschen würde, dass manche Teilnehmer den Boden bereits als hart empfanden? In einer logistischen Meisterleistung haben Susanne Schelling und ihr fleissiges Betreuerteam 23 Pferde und 21 Jugendliche auf dem Gelände des Pferdezentrums Frauenfeld 4 Tage lang untergebracht, unterrichtet und verpflegt.

Vierkampf: Lager in Frauenfeld

Vierkampf: Lager in Frauenfeld

Vierkampf: Lager in Frauenfeld

Das Programm war dicht gedrängt, über Langeweile musste sich niemand beklagen.

Gestartet wurde am Dienstag Morgen mit einem kleinen Schnupperkurs in Pat Parelli Handling. Manche Pferde haben auf die Spiele sehr gut angesprochen, anderen war das grosse Fragezeichen ins Gesicht geschrieben. Es war jedoch eine optimale Vorbereitung für den Nachmittag, wo parallel in vier Dressurvierecken Lektionen erteilt wurden. Obwohl der Wind die Absperrbänder arg hin und her rüttelte, war es doch sehr erstaunlich, wie gelassen die Pferde den Jugendlichen gehorchten, keine Nervosität, kein Scheuen, kein Bocken. Anschliessend ans Reiten ging es ab ins Hallenbad Frauenfeld ins Schwimmtraining. Nach all diesen Aktivitäten und einem vollen Bauch vom hervorragenden Essen gab es dann doch abends irgendwann Ruhe im Massenschlag.

Am nächsten Tag wurde das Lager seinem Namen gerecht. Diesmal stand alles auf dem Programm: Start mit Dressur, anschliessend Badehose packen und ab ins Hallenbad, nach einer kurzen Mittagspause hiess es dann Pferde rüsten für den Springgarten/Gelände und als Vorbereitung für das Nachtessen noch eine kleine Joggingrunde über die wunderschön blühende Allmend. Das vollgepackte Tagesprogramm hat dann schliesslich dafür gesorgt, dass mancher trotz harter Matratze schnell einschlafen konnte. Diejenigen, die das erste Mal im Gelände reiten durften, mussten auch noch die vielen Eindrücke verdauen, denn bei einigen Naturhindernissen kamen die Pferde teilweise ganz schön in Schwung. Das war dann für Reiter und Trainer eine echte Herausforderung.

Donnerstag Morgen wurde mit einem leichten Jogging über die Allmend gestartet. Einige fanden das nicht so toll vor dem Frühstück. Dafür schmeckte das immer reich zubereitete Buffet diesmal noch besser. Anschliessend hiess es wieder Pferde bereitmachen fürs Springen. Am Nachmittag ging es nochmals ins wunderschöne Gelände.

Es ist schon erstaunlich, wie anstandslos die jugendlichen Reiter all die Naturhindernisse mit ihren Pferden meistern konnten, wo vermutlich viele Erwachsene gröbere Probleme gehabt hätten. Wall, Graben, Treppe, Wasser, alle Schwierigkeiten wurden gemeistert, zum Teil mit Schulpferden. Als Bettmümpfeli hat uns Willi Monti noch das Mentaltraining näher gebracht.

Am letzten Tag wurde das Gelernte zusammengehängt. Mit einer verkürzten Version des Goldtests wurde gestartet, anschliessend musste ein kleiner Parcours im Springgarten absolviert werden und dann hiess es ab ins Gelände zu den Naturhindernissen. Kinder und Pferde gaben ihr Bestes und am Schluss war jeder stolz, so viel erreicht zu haben - unfallfrei.

Vielen Dank allen, die in irgendeiner Form dazu beigetragen haben, dass 21 Teenager und all die Pferde nach 4 Tagen bei bester Gesundheit und voll motiviert nach Hause gekommen sind.