27.04.2009 - Dressur Turbenthal: Exaktes Reiten zahlte sich aus
Mit den OKV-Mannschaftsdressur- und Quadrillenprüfungen und dem OKV Tag der Jugend standen Teamgeist und Nachwuchsförderung im Zentrum der Dressurtage in Turbenthal. Der RV Schaffhausen entschied die Mannschaftsdressur klar zu seinen Gunsten, die Quadrillenprüfung gewann mit dem Reitzentrum Luzern die Gastequipe aus dem ZKV-Gebiet.
Von Heidy Dietiker
Am vergangenen Wochenende stand der Dressursport für einmal als Mannschaftssportart im Mittelpunkt. Höhepunkt an den vom Reitverein Tösstal organisierten Dressurtage in Turbenthal waren die OKV-Quadrillen- und Mannschaftsdressurprüfungen.
21 Vereine kämpften in der Mannschaftsdressur um wertvolle Punkte für die Verbandswertung. Eine Chance auf einen Spitzenplatz hatten jedoch nur diejenigen Equipen, welche die verlangten Figuren Figuren sehr exakt ausführten, denn die Note für den Gesamteindruck kam doppelt in die Wertung.
Deutlicher Sieg für Schaffhausen
Konrad Werner, Technischer Delegierter, hielt fest, dass in punkto Qualität der Darbietungen ein relativ grosses Gefälle festzustellen war. „Oftmals waren die Abstände zu wenig ausgeglichen und die Vorführung ungenügend koordiniert“.
Eine beinahe perfekte Darbietung gelang dem Trio des Reitvereins Schaffhausen. Mit der frühen Startnummer 7 erreichten Nicole Götz, Michèle und Jasmin Müller die hohe Punktzahl von 71,10 Prozent. Diese Marke wurde in der Folge von keinem Verein mehr erreicht und bedeutete den unangefochtenen Sieg für die Reiterinnen aus der Munotstadt. Denn zweiten Rang erreichte der Nachbarverein der Schaffhauser - die Reitgesellschaft Thayngen . Diese kam als letztstartende Equipe mit 68 Prozentpunkten als einzige noch in die Nähe der Spitze.
Demonstration der Gastequipe aus Luzern
Als zweite Dressur-Equipenprüfung stand am Nachmittag die in diesem Jahr im OKV-Gebiet erstmals ausgetragene Standard-Quadrille auf dem Programm. Neun Vereine wagten sich an diese neue Form der Quadrille, bei der ein vorgegebenes Programm ohne Kostüme und mit fakultativer Musik geritten wird. Auch in dieser Prüfung ist weniger der Schwierigkeitsgrad der verlangten Figuren die Herausforderung, sondern vielmehr deren exakte und synchrone Ausführung. Eine eindrückliche Demonstration dieser Kriterien gelang der Gastequipe aus dem ZKV-Gebiet, dem Reitzentrum Luzern. Von allen drei Richtern am höchsten bewertet, gewannen die Luzerner überlegen. Als beste OKV-Equipe erreichte der Kavallerieverein des Bezirks Affoltern den zweiten Rang gefolgt von den Reiterinnen des RV Tösstal.
Die neue Standard-Quadrille hätte sie überzeugt, sagte die Vetreterin des Ressorts Dressur OKV, Rosmarjine van Berkel, an der Siegerehrung. „Es ist eine für Reiter und Zuschauer gleichermassen attraktive Prüfung. Es wäre schön, wenn diese Quadrillenprüfung auch künftig durchgeführt werden kann“. Sie rief die teilnehmenden Vereine auf, weitere Vereine zur Teilnahme zu animieren.
Doppelsieg für Alexandra Suter
Am Sonntag waren anlässlich der zweiten Ausscheidung des OKV Tag der Jugend erneut zahlreiche Finalplätze zu vergeben. Die kleinen Nachwuchs-Dressurreiter wuchsen auf dem grossen Sandplatz über sich hinaus und zeigten konzentriert ihre Dressurprogramme. Die Einsteigerdressur gewann Nina Moser (Wila) mit It’s Sam vor Stefanie Hunziker mit Felina. Im GA 03 landete Alexandra Suter aus Dörflingen einen Doppelsieg. Mit ihren beiden Ponys Diva und Stone erreichte sie die Plätze eins und zwei. Auch in diesen beiden Prüfungen galt das gleiche wie für die Equipenprüfungen am Samstag: Nur exaktes Reiten brachte genug Punkte, um an der Spitze mitmischen zu können.
„Es ist erfreulich, dass sich das Niveau der Teilnehmer am Tag der Jugend von Jahr zu Jahr verbessert“, so Konrad Werner. Es sei jedoch schade, wenn man einzelne junge Reiterinnen im GA 03 abläuten müsse, weil sie den gestellten Anforderungen in keiner Art und Weise gerecht würden. „Die Eltern sollten ihre Schützlinge in den ihrem Können ensprechenden Prüfungen anmelden.“ Mit dem einfachen Reitwettbewerb und der Einsteigerdressur stünden ja für weniger Geübte ideale Prüfungen zur Verfügung.
Viel Publikum lockten die beiden Prüfungen am Sonntagnachmittag an. Wie die beiden Prüfungen am Vormittag, wurden auch die Führzügelklasse und der Einfache Reitwettbewerb parallel ausgetragen, sodass es für die Zuschauer viel Interessantes zu sehen gab. Fröhliches Lachen nach erfolgreichem Auftritt wechselte sich ab mit bitteren Tränen der Enttäuschung wenn die erhoffte Finalqualifikation verpasst wurde. Alles in allem aber überwog die Freude deutlich..
Bildergalerie Manschaftsdressur und Quadrille


