13.04.2009 - Wo ein Wall ist, ist auch ein Weg

Viele Kursteilnehmer versammelten sich am Ostersamstag auf der Frauenfelder Allmend. Das mit Augenmerk der drei Instruktoren lag auf Gräben und Wälle. Sie forderten von Pferd und Reiter Willenskraft und Mut.

Wo ein Wall ist, ist auch ein Weg

Aufmerksame Kursteilnehmer lauschen den Worten von Bruno Kalt.

Wo ein Wall ist, ist auch ein Weg

Beherzter Ritt durch den Wasserteich.

Wo ein Wall ist, ist auch ein Weg

Der Einsprung ins „Kiesgrüebli“.

Wo ein Wall ist, ist auch ein Weg

Der Graben bei der Europatreppe.

Von Cornelia Hasler

 

Bei herrlichen Frühlingstemperaturen und idealen Bodenverhältnissen kam der OKV Kurs Gräben und Wälle für Concoursreiter zur Austragung. Dass die Nachfrage nach solchen Kursen gross ist, zeigten die zahlreich eingegangenen Anmeldungen. Seit der erstmaligen Durchführung verzeichnete dieser Anlass seinen Teilnehmerrekord. In Gruppen von sechs bis sieben Paaren hatten die Reiter die Möglichkeit, optimal vom Kurs zu profitieren. In einer 40-minütigen Einheit pro Übungsposten vermittelten die drei Instruktoren den Reitern die wichtigsten Grundsätze im Anreiten von Naturhindernissen und brachten konstruktive Verbesserungsvorschläge mit ein. Weitere zehn Minuten benötigten die Gruppen jeweils zum Postenwechsel und zugleich zur Erholung und Vorbereitung auf die neuen Sprünge und ihre Herausforderungen. Dieser intensive und lehrreiche Tag wurde von einem Zwischenfall eines Reitpaares getrübt, bei welchem aber glücklicherweise Reiterin und Pferd unverletzt blieben.

 

Mit Wille und Konsequenz zum Ziel

Um acht Uhr versammelte sich die erste Gruppe beim „Kiesgrübli“. Hier trainierten die Paare vor allem Auf- und Absprünge unter dem fachmännischen Auge von Käthi Zjören. Ebenfalls in diesen Übungen integriert waren fallende Hindernisse, beispielsweise ein Steilsprung mit blauem Tuch als nachgeahmter Wassergraben. Schon früh erkannte die Instruktorin allfällige Unstimmigkeiten zwischen dem Pferd und dessen Pilot. Auch spielte der Faktor Skepsis oder sogar Angst bei diesem Posten eine bedeutende Rolle. „Du musst über den Sprung wollen und diesen auch konsequent anreiten“, ermahnte Ziörjen eine Reiterin.

 

Im Trab oder Galopp ging es über die Wiesen der Frauenfelder Allmend zu Posten zwei und Jean-Claude Borgeaud. Mit zwei fallenden Hindernissen, welche am Hang zu einem Doppelsprung zusammengestellt worden waren, galt es die Sprünge in einer ruhigen, kontrollierten Manier anzureiten. Diese Reitweise überprüfte der Instruktor auch bei der nächsten Übung. Ein fester Sprung über einen Graben und der darauf folgende Aussprung in Form eines Baumstammes erforderten eine fehlerfreie Reitweise.

 

Für jeden Teilnehmer ein Erfolgserlebnis

Die Übungen von Bruno Kalt bildeten Posten drei und somit den Schluss der Trainingseinheiten. Er hatte Übungen mit Ein- oder Aussprung ins Wasser mit eingebaut. Sein Augenmerk lag dabei vor allem auf den korrekten Hilfestellungen und genauen Reitweisen der Kursteilnehmer. „Reitet die Sprünge in der Mitte an“, forderte er seinen Schülern. „Ihr macht die Aufgabe euren Pferden so viel einfacher“.

Kalt stellte bei den Kursteilnehmern starke Niveau-Unterschiede fest. So nahmen Paare mit wenig Erfahrung wie auch die „alten Füchse“  am Kurs teil. Darum seien erfahrene Lehrmeister gefragt, welche mit solchen Gegebenheiten eine Unter- oder Überforderung der Teilnehmer entgegenwirken könnten. Kalt: „Wir gestalten die Einheiten so, dass der Tag für jeden zu einem Erfolgserlebnis wird.“