4.02.2009 - OKV Breitensport Wochenende
Am 31. Januar und 1. Februar wurde in Reithalle Barmatt Ausbildung, Veranstalterinformation und praktisches Gymkhana-Reiten also alles Rund um die Breitensportdisziplinen Gymkhana und Patrouillenritt betrieben.
OKV Gymkhana Richter / Parcoursbauer Ausbildung / WK
In der Grundausbildung und dem Wiederholungskurs für Gymkhana Richter/Parcoursbauer wurde in Theorie und Praxis am Samstag und Sonntag gelehrt und praktiziert. So konnten nicht nur die Kursleiter Jonny Roth, Reto Zimmermann und Peter Bürgler den Aspiranten gute Tipps und Wissen weitergeben, sondern auch die WK Teilnehmer in den gemeinsamen praktischen Übungen am Samstag und Sonntag.
Am Samstagmorgen um 9.00 startete die Grundausbildung für 7 neue Anwärter mit dem theoretischen Teil; was wird von einem Richter und was von einem Parcoursbauer verlangt?
Als Richter sollen sie die Einhaltung der Algemeinen- und der jeweiligen Parcoursregeln bewerten und überwachen. Aber auch den Mut zu unpopulären Entscheiden haben.
Als Parcoursbauer können sie ihrer Phantasie freien Lauf lassen und Hindernisse kreieren die den Teilnehmer Freude bereiten und sie in ihrem reiterischen Können fördert.
Seit einigen Jahren werden die Teilnehmer gleichzeitig als Richter und Pacoursbauer ausgebildet und können dann später an den Veranstaltungen beide Funktionen übernehmen.
Am Nachmittag kam die erste Gruppe der WK Teilnehmer dazu, alle zwei Jahre muss ein WK besucht werden, um immer auf dem neusten Stand zu sein.
Kinder im Reitsport/ an Patrouillenritten und Gymkhana’s
Die in den Freizeitsportarten engagierte Psychologin Caroline Hofer Basler unterrichtete in einer spannenden Form, was Kinder in welchem Alter können und was nicht. Packend konnte sie jedem klar machen, dass ein Kind zwischen 4-7 Jahren noch nicht den grossen Teddy halten, das Pony führen und mit dem Pony über eine kleine Sprung springen kann. Es hat jedoch bereits grosse Freude sich mit gleichaltrigen zu messen.
Beim nächsten Stufe 0 Parcours den die Kursteilnehmer bauen, werden sie an die Worte von Caroline Hofer Basler denken und vermehrt Kindergerechte Parcours bauen. Um so den Reiternachwuchs mit positiven Erlebnissen in der Concourswelt willkommen zu heissen.
Nach der Theorie kam der praktische Teil. Es galt zwei Gymkhana Parcours aufzustellen. Einen nach Wertung A (der Teilnehmer mit der besten Zeit gewinnt, Fehler = Zeit) und einen nach Wertung B (der Teilnehmer mit der besten Punkzahl gewinnt, bei gleicher Punktzahl entscheidet die bessere Zeit). Es entstanden zwei interessante Parcours. Diese wurden beurteilt und besprochen. Kritische, gefährliche Elemente wurden entschärft.
OKV Gymkhana und Patrouillenritt Veranstalter Information
Am Samstagabend konnten sich die Veranstalter von OKV Gymkhana und Patrouillenritten informieren was neu ist und worauf sie bei der Durchführung von OKV Veranstaltungen achten sollen.
Gymkhana:
Es konnten die neuen Gymkhana Stufen 0plus und 1plus erläutert werden. Diese wurden eingeführt, damit auch diejenigen welche mit 9-12 Jahren anfangen zu reiten geführt durch einen Gymkhana-Parcours reiten können. Für die 9-12 jährigen die schon alleine einen Gymkhana-Parcours reiten können wurde die Stufe 1 sowie die Stufe 1plus für 9-16 jährige geschaffen. Die Veranstalter haben eine grössere Vielfalt an Startmöglichkeiten zu bieten und der Teilnehmer kann entscheiden in welcher Stufe er starten möchte. Dies soll zu grösseren Teilnehmerzahlen führen.
Patrouillenritt:
Bis im letzten Jahr konnten sich nur OKV Patrouillen im eigenen Sektor für den Final qualifizieren und dies waren immer nur zwei Patrouillen pro Verein. Meist waren die Veranstalter von OKV Patrouillenritten dadurch benachteiligt oder für andere stimmte einfach das Datum nicht. Ab 2009 kann man sich auch in anderen Sektoren qualifizieren. Die genaue Formulierung ist im überarbeiteten OKV Patrouillenritt Reglement beschrieben.
Am Sonntag wurde trainiert und diskutiert
Für den Sonntag meldeten sich etliche Reiter an um in aller Ruhe ihrem Freund Pferd/Pony die am Samstag errichteten Hindernisse zu zeigen.
Über einen Teppich laufen, Slalom oder durch den obligatorischen Flattervorhang reiten. Den rosaroten Elefanten von eine Tonne zur andern transportieren, durch das Tennisball Labyrinth reiten, all dass und noch viel mehr konnte in Lektionen à je 1 ½ Std. geübt werden.
Am Nachmittag wurden dann die zwei Parcours unter der Aufsicht von Aspiranten und WK Teilnehmern unter Concoursbedingungen geritten. Nach ihren ritten erhielt jeder Reiter einen kurzen Kommentar was gut war und was besser gemacht werden kann. Auch die Reiter hatten die Aufgabe den Richtern ihre Meinung zum Parcours mitzuteilen.
So kam von einer Reiterin eines grossen Pferdes die Anregung, die Aufgaben so zu stellen, dass sie auch von Reitern auf grossen bewältigt werden können. Ideal wären verschiedene Höhen.
Alle konnten an diesem Wochenende profitieren. Am Schluss wurde gemeinsam aufgeräumt.
Peter Bürgler
Chef OKV Breitensport

