20.10.2008 - Gymkhana-Final, Stammheim: Unüberwindbarer Graben

Der Parcoursbauer forderte kleine, grosse Vierbeiner und Reiter gleichermassen. So wurde aus dem OKV schon mal der VKO.

Gymkhana-Final, Stammheim: Unüberwindbarer Graben

Strahlende Sieger.

Gymkhana-Final, Stammheim: Unüberwindbarer Graben

Wie drei Buchstaben eine Herausforderung darstellen.

Gymkhana-Final, Stammheim: Unüberwindbarer Graben

Von Marianne Hübscher

 

Der RV Stammheimertal organisierte unter der Leitung von Caroline Hofer Basler ein Gymkhana Wochenende mit einem anspruchsvollen  OKV-Final. Einen interessanten und abwechslungsreichen Parcours hatte Hermann Imhof für die Reiter dieser Schlussprüfung in die Schelmengrube, den Concoursplatz der Stammheimer hingestellt. Zehn Posten hatten die durchwegs sehr schön herausgeputzten Paare zu absolvieren. Die langen Wege dazwischen verführten zum Galopp, aber nicht immer wollten die Sportskameraden dann bei der nächsten Aufgabe stillstehen. Nur wer über ein sehr durchlässiges Pferd verfügte, kam ohne viele Strafpunkte respektive in Stufe II ohne Strafsekunden über die Runde.

Ein zweitägiger Anlass wurde daraus, weil die OK-Präsidentin und Pony-Verband Präsidentin Hofer Basler auch für die Vereinsmitglieder und Reiter der Umgebung Startmöglichkeiten anbieten wollte. 

 

Vielfältige Rassen

 

Rund sechzig qualifizierte Reiter aus den sechs Rayons kämpften um die Medaillen in den Stufen Pony  und Pferd I, bis zum 16. Altersjahr und Pony, Pferd Stufe II, ab dem 17. Altersjahr. Bei den Ponies stellten sich u.a. Shetties, Welsh, Reitponies, Isländer und Halflinger den Aufgaben. Auch ihre grossen Kollegen kamen in den unterschiedlichsten Rassen daher, wobei die CH-Pferde überwiegten.

 

Trockengraben nicht beliebt bei Vierbeinern

 

Die Posten verlangten soliden Gehorsam von Pony und Pferd. Blachen, ob am Boden oder in einer enger Gasse aufgehängt meisterten die meisten. Dann aber kam der Graben. Nicht etwa die farbigen, sich fleissig drehenden Windrädchen verunsicherten die Tiere, sondern der „furchterregende“ Anblick des zu durchreitenden ca. 1 mal 2 Meter grossen und 15 cm tiefen trockenen Grabens. Die  Bemerkung des Speakers „bitte weiterreiten“ mussten sich etliche Teilnehmer anhören, als ihre Sportkameraden vor dem Hindernis mit in den Boden gestemmten Beinen deutlich ihre Abneigung zum Ausdruck brachten. Das mitreitende Vorstandsmitglied OKV musste hier sogar den Sattel verlassen und wurde disqualifiziert, als der dunkelbraune Inländer heftig zur Seite sprang. Der Fächer und das Labyrinth bereiteten kaum Probleme, nur durften die danebenstehenden Kübel mit den Schrifttafeln nicht vergessen werden. Diese Taflen mussten in der richtigen Reihenfolge auf dem Wall platziert werden, so dass in der Stufe I die Buchstaben OKV vor dem Wort Finale zu lesen waren. In der Stufe II waren dann gar neun Tafeln mit beiden Wörtern zu sortieren. In der Hitze des Gefechtes wurde dann schon mal VKO aus dem OKV, was die Zuschauer, die die wärmende Herbstsonne genossen amüsierte. Der riesige pink Stoffteddy war wegen seiner Grösse zum transportieren um die Kegel ein Problem, die Pferde erschreckte er nicht. Wer ihn aber nicht kopfvoran in das Fass am Ende des Slaloms steckte, der bekam Punkteabzug weil das Behältnis umkippte. Beim letzten Posten bekamen Starter, denen die Zeit knapp wurde anfeuernde Zurufe vom Speaker und die meisten kletterten in den letzten erlaubten Sekunden durch den Ring und sputeten mit dem Pferd an der Hand über die Ziellinie.

 

KV Kloten und RG Thayngen sehr erfolgreich

 

Die beiden Reiterinnen Manu Wüthrich und Susanne Noll für den KV Kloten setzten sich zusätzlich zum eigenen Pferd zu einem Start auf das Pferd der anderen und unterboten sich in den Zeiten der Stufe II, in der ein Fehler oder Ballabwurf 5 Strafsekunden ergab.  Sie belegten die Medaillenränge. Ein erfolgreiches Team war auch die Gruppe der RG Thayngen, die sich mit Mario und Ursina Bührer auf dem 4. und 6. Rang klassieren konnte. Die Sieger aller Stufen erhielten ihre Auszeichnungen auf dem Podest, die Ehrenrunde zu den Klängen des OKV-Marsches gab dem gelungenen Anlass einen würdigen Rahmen.

 

 

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