19.10.2008 - Vereinstrainer-Kurs in Elgg: Happy End nach drei Jahren
Am Wochenende absolvierten während drei Tagen 10 zehn angehende Vereinsausbildner in Elgg die Abschlussprüfung zum diplomierten OKV Vereinstrainer.
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Höchste Konzentration vor der Dressurtheorie Prüfung.


Instruktor Hans Baumberger und Heidi Wolf, Chefin Ausbildung OKV

Von Sandra Leibacher
Während drei Tagen galt es für die zehn angehenden Vereinsausbildner auf der Reitanlage der Familie Wiesli in Elgg ernst. Ihnen stand die Abschlussprüfung zum diplomierten OKV Vereinstrainer bevor. Die Abschlussklasse wurde von den Instruktoren Heidi Wolf, Ressortchefin Ausbildung OKV, und Hans Baumberger, langjähriger OKV Instruktor, geprüft. Die Diplome werden an der nächsten Delegiertenversammlung Anfang Dezember in Gais überreicht.
Während mindestens drei Jahren haben die angehenden Vereinstrainer insgesamt sechs Vereinstrainerkurse (Klasse 1 -6) à drei Tage (je ein Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitskurs à zwei Tage und einen eintägigen Parcoursbauerkurs) besucht. Diese Kurse sind für die Teilnahme an der Abschlussprüfung obligatorisch. Die Kurse finden jeweils im Frühling und im Herbst statt. Während der Sommermonate bekommen die Auszubildenden „Hausaufgaben“, welche im Herbstkurs geprüft werden. Pro Jahr treten 12 bis 15 „Neue“ die Ausbildung zum Vereinstrainer an. Die Abschlussprüfung absolvieren dann aber noch 8 bis 10 Azubis, denn viele brechen die intensive Ausbildung wieder ab oder absolvierein nach kürzerer Ausbildung das J&S-Leiter-Diplom. Der Frauenanteil bei den neuen Vereinstrainern ist viel grösser als jener, der männlichen Absolventen.
Die Abschlussprüfung
Zur Schlussnote zählen die fünf Hauptdisziplinen Reittechnik, Abteilungsreiten, Umgang, Theorie und Hausaufgaben, welche wiederum diverse einzelne Teilnoten enthalten. Die Notenskala geht von 1 bis 5, wobei mit der Note 5 „sehr gut“ bewertet wird.
In der Reittechnik werden unter anderem in der Dressur eine Prüfung GA07, im Springen 2 Parcours Niveau RII und im Military Niveau B1/B2 geprüft. Die Prüflinge können ihr Pferd für die einzelnen Prüfungen wechseln, das heisst, nicht alle drei Disziplin Dressur, Springen und Vielseitigkeit müssen mit demselben Pferd absolviert werden. Für die Pferdewahl gelten keine Einschränkungen.
Am Wochenende stand für die zehn angehenden Vereinstrainer in der Dressur ein GA07 auf dem Programm. Ihre Leistungen wurden von den Instruktoren bewertet. Als zweite Teilnote Dressur wurden Ausschnitte aus dem Programm besprochen, korrigiert und mussten dann nochmals vorgeritten werden. Abgefragt wurden dabei Hilfestellungen, Sinn und Zweck der Übung sowie Verbesserungsvorschläge.
Die zwei Teile der Springprüfung wurde auf dem Springplatz Chrämerhalde ausgetragen. Als erstes wurde von den Prüflingen ein Parcours gezeichnet, anhand der Angaben gebaut und von den Instruktoren geprüft und abgenommen. Bedingung waren zehn bis zwölf Sprünge mit einer maximalen Höhe von 110 Zentimeter. Der Parcours musste mindestens einen Graben, einen Wall, zwei Kombinationen und zwei Distanzsprünge beinhalten. Diese Vorgaben wurden den Azubis bereits am Vorabend mitgeteilt und da jeder während der Ausbildung einen Parcoursbauerkurs absolvierte stellte dies für sie dann auch kein Problem dar.
Auf der Cross-Strecke Hohbühl galt es die Hindernisse Niveau B1/B2 in rhythmischem, flüssigem Tempo zu überwinden. Bei herrlichem Wetter bot das schöne Gelände des Hohbühl ideale Bedingungen für eine erfolgreiche Prüfung. Auch hier wurden verschiedene Teilaspekte bewertet. Die angehenden Vereinstrainer sind über alle Punkte, die juriert werden, vorgängig informiert und jeder kann sich entsprechend vorbereiten.
Insgesamt vier Theorieblöcke standen auf der Prüfungsliste. Alles Fragen über die gesamte Ausbildung der absolvierten Kurse. Praxisbezogen mussten Reitlektionen in den Vereinen durchgeführt werden. Auch hier kommen verschiedene Aspekte wie Gestaltung und Durchführung der Lektion zum Tragen.
Bewertet wurde ebenfalls während der ganzen drei Tage der Umgang mit dem Pferd, die Kenntnisse für Brevetbedingungen.
Auch die „Hausaufgaben" wurden bewertet, darunter beispielsweise Lektionspläne, Jahresprogramme für Vereine und eine schriftliche Abschlussarbeit zu einem vorgegebenen Thema.
Definition und Zuständigkeit Vereinstrainer
Vereinstrainer und J+S-Leiter sind Ausbilder der klassischen Reitweise an der Basis, im Verein oder in gewerblichen Reitbetrieben. Die Vereinstrainer / J+S-Leiter werden von den Regional- /Kantonalverbänden, Bund und Kantonen ausgebildet. Diese führen darüber die Kontrollen. Die Koordination und das Festlegen der Anforderungen sind Sache des SVPS (Kl. 1, 2, 5, 6) und des Bundesamtes für Sport (Kl. 3 + 4). Das Ausbildungskonzept „Vereinstrainer- und J+S-Ausbildung“ gewährleistet in der ganzen Schweiz eine einheitliche Ausbildung. Diplomierte Vereinstrainer sind berechtigt Brevetkurse, Silbertests, J&S-Tests sowie vereinsinterne Prüfungen zu richten und abzunehmen.