30.09.2008 - Vereinsmeisterschaft 2008: Wanderpokal reist nach Affoltern

Der Kavallerieverein des Bezirkes Affoltern holt sich dieses Jahr nun den Sieg der Allianz Suisse OKV Vereinsmeisterschaft in Elgg.

Vereinsmeisterschaft 2008: Wanderpokal reist nach Affoltern

Die Siegerequipe des KV Affoltern.

Vereinsmeisterschaft 2008: Wanderpokal reist nach Affoltern

Voller Einsatz im Springparcours.

von Sandra Leibacher

 

Nachdem sie ihn 2007 knapp verpassten sicherten sich die vier Reiter Jrina Geisswein, Max Schnabel, Mirjam Dobler und Nathalie Olivieri den Sieg. Den zweiten Rang belegte die Gastequipe des ZKV mit Esther Meyer, Ursula Schneider, Bettina Huwyler und Melanie Eisele. Den dritten Rang sicherten sich die Damen des RV Wallisellen, Anna Zemanska, Monika Rufer, Denise Peyer und Sonja Monsch-Lattmann.

 

Pokal vom Präsidenten überreicht

Überreicht wurde der Pokal in Form eines Pferdekopfes aus Messing, vom OKV Präsidenten Peter Fankhauser mit dankenden Worten an den Veranstalterverein VEP (Verein Elgger Pferdefreunde). Unter der Leitung von Vereinspräsident Paul Weier, der das 50 jährige Amtsjahr feiert, organisierte der VEP die Allianz Suisse OKV Vereinsmeisterschaft 2008 in Elgg.

30 Equipen à 4 Reiter waren am Start, eine wichtige Teilnahme, da die Vereinsmeisterschaft doppelt für die Verbandsmeisterschaft zählt. Gewertet wurden die einzelnen Resultate der jeweiligen Equipenreiter aus allen Disziplinen und daraus resultierte der Schlussrang. Klassiert wurden insgesamt 10 Mannschaften.

 

Kalter Start fürs Dressurreiten

Bereits um acht gingen die ersten DressurreiterInnen der jeweiligen Equipen an den Start. Bei Hochnebel und noch kühlen neun Grad musste auf dem Aussensandplatz das Dressurprogramm CCB2 / 1998 geritten werden. Der Jurypräsident und Richter Conrad Schär bewertete zusammen mit Käthy Zjörjen das Programm aus den etwas speziellen Richterhäuschen. Als Richterhäuschen dienten nämlich zwei Autos; Grund dafür waren die vom Strom aus der Autobatterie lebenden Laptops der Schreiberinnen, welche laufend mit den Kommentaren gefüttert wurden. Die Leiterin des Sekretariats Yvonne Bont holte sich die Resultate via USB-Stick auf ihren Hauptcomputer, was den aktuellen Stand der Zwischenrangliste sicherte.

Die CCB2 - Prüfung entschied Jrina Geisswein mit Escuina vom Kavallerieverein des Bezirks Affoltern für sich. Der zweite Rang ging an den RV Zürcher Oberland, Corinne Rapold und Fleur du Chene CH. Auf dem dritten Rang klassierte sich Willy Monti mit Campino IV vom KV Zürichsee r.Ufer.

 

Das Dressurprogramm GA07 / 40 wurde in der Halle geritten und von Bruno Kalt und Alfred Oertli gerichtet. Andrina Suter mit Popcorn II sicherte sich und der Reitgesellschaft Thayngen den ersten Platz. Dicht gefolgt von Barbara von Grebel mit Lessing CH, die für den RV Zürcher Oberland am Start war. Der dritte Rang ging an Peter Spühler mit John Player S für den RV Stuhlen am Greifensee.

 

Cross auf dem Hohbühl

Vor dem Mittag zeigte sich nun die Sonne und bei idealen Bodenverhältnissen ging es ab 11.30 Uhr auf die 2100 m lange Crossstrecke des allseits bekannten Geländes im Hohbühl. Die Parcoursbauer Paul Weier und Ludwig Luhr haben sich bei der Linienführung einiges einfallen lassen. Der Cross führte über insgesamt 22 Hindernisse und es standen zudem 12 Alternativen zur Auswahl. Die Strecke konnte bereits am Vorabend besichtigt werden und die ideale Linie mit dem Equipenchef besprochen und ausgewählt werden. Ausgeschrieben war das Cross I, ein B2, max. 90cm hoch und mit Tempo 430 m / min, also eine Idealzeit von 4 Min. 53 sek. Das Cross II, ebenfalls Stufe B2, jedoch ein schnelleres Tempo, nämlich 460 m / min, also eine Idealzeit von 4 Min. 33 sek. Zu hören war von einigen Startenden, dass es schwierig sei, doch entsprachen alle Hindernisse und die Anforderungen den Normen eines B2 Militarys. Wer etwas Erfahrung und Training in Sachen Military und Natursprünge mitbrachte, war hier wohl klar im Vorteil.

 

Die „Sunken Road“ hatte es in sich

Nun galt es also die 22 Hindernisse zu bewältigen, die zum Teil spezielle Namen wie Mont Blanc, Elgger Wall, „Entenhäuschen“, Piano, „Sunken Road“ und Säntisblick hatten. Beim Hindernis 19, die „Sunken Road“ ein In – Out Tief-Sprung, gab es einige Verweigerungen, da es hier eine gehörige Portion Mut brauchte, um in zügigem Tempo den tiefen Absprung mit eher matschigem Untergrund, zu wagen. Auch am Teich wurde oft die Alternative gewählt, ein längeren Weg um den Teich mit einem schmalen Sprung, dann durchs Wasser und ein Sprung aus dem Teich. Der direkte Weg führt mit einem Sprung in den Teich, durchs Wasser und ebenfalls ein Aussprung. Einige Reiter entgingen hier knapp einem Bad in der „trüben Suppe“. Die zahlreichen Zuschauer welche die herrliche Kulisse und die angenehmen Temperaturen auf dem Hohbühl genossen, wurden hier bestens durch den Speaker Peter Stern im Cross I und Georges Zehnder im Cross II informiert. Alle wussten, wer gerade auf der Strecke und bei welchem Hindernis war, denn gestartet wurde im 2 min Intervall. Esther Meyer der Gastequipe des ZKV mit dem Pferd Lodysee de Bonneville und Urs Wiesmann mit Licord CH, der RBG Seebachtal absolvierten die Strecke fehlerfrei und zeitgleich in 4 min 52 sek. Den dritten Platz sicherte sich mit 4 min. 51 sek. Sonja Monsch – Lattmann mit Corthago  für den RV Wallisellen.

 

Das Cross II entschied Tamara Imfeld, Kerns mit Chemara vom Kappensand für den KV Rorschach fehlerfrei in der Idealzeit von 4 min 33 sek. für sich. Nur 1 sek. zu schnell war Marianne Seiler, Balterswil mit ihrer Stute Copine II CH, vom Nachbarverein KV Hinterthurgau und belegte den zweiten Rang. Den dritten Rang konnte sich Susanne Krähenbühl mit Ricarda V CH vom organisierenden VEP in der Zeit von 4 min 29 sek. sichern.

 

Die Springprüfungen änderten nichts mehr am Schlussklassement

Um 14.00 Uhr wurde die Prüfung RI in Wertung A mit Zm auf dem Springplatz Chrämerhalde eröffnet. Sonja Monsch-Lattmann, mit Corthago sicherte sich und dem RV Wallisellen den Sieg in dieser Prüfung. Der zweite Platz ging an Valerie Würzer mit Jessica vom Nagelstein CH für den KV Rorschach und Dritte wurde Sibylle Nyikos mit Colombe III CH für den RV Tösstal.

Die zweite Springprüfung auf dem Niveau RII, ebenfalls Wertung A mit Zm, schien doch schwierig gestellt zu sein, gelang es nur gerade 3 Reitern fehlerfrei ins Ziel zu kommen. Gewinnen konnte diese Prüfung Simone Bodmer mit Warrenstown Bess für den RV Gossau vor Monika Krähenbühl mit Wango IV CH vom VEP. Auf dem dritten Platz klassierte sich für den RV Schaffhausen Nina Keller mit Tobias van de Zelm.

 

Newcomerssaison 2008 erfolgreich abgeschlossen

Anlässlich der OKV Vereinsmeisterschaft feierten die OKV Newcomers den Saisonabschluss 2008 in Elgg. Zwischen den beiden Springprüfungen am Nachmittag wurden im Festzelt die Eltern, Pferdebesitzer und Helfer der Newcomers durch die Chefin Nachwuchs Patricia Volpez Stern begrüsst. Sie erhielten von den Jugendlichen eine Rose als Dankeschön. Ein kurzer Jahresrückblick über das Erlebte und Geleistete durch Patricia Volpez Stern und die anschliessende Vergabe der Plaketten und Diplomen, welche für die Erfüllung der geforderten Leistungen vergeben wurden, unterstützte Peter Fankhauser, Präsident OKV. Patricia Volpez Stern teilte mit Freuden mit, dass sich für die kommende Saison bereits wieder 85 Newcomers angemeldet haben und rund ¾ aufgrund ihrer Leistung ohne Sichtung für 2009 ins Programm aufgenommen werden können. Newcomers müssen sich jährlich wieder anmelden um am Programm teilnehmen zu können. Vom Dachverband SVPS wurden durch den anwesenden Präsidenten Urs Oberholzer rund  Fr.100'000.- für die Newcomers zugesprochen. Eine grosszügige Geste zugunsten des Nachwuchses, den der erweist sich als Stütze jedes Vereins und sichert dessen Fortbestehen.

 

Alles vor Ort

Das OK und die Mitglieder und Helfer des VEP haben keine Mühen gescheut um allen Teilnehmern optimale Wettkampfbedingungen zu bieten. Die Anlage von Markus und Natascha Wiesli – Gathen erwies sich als ideal für diese Veranstaltung. Abreitplätze, Dressurvierecke, weitläufige Geländestrecke, schöner Springplatz, Festzelt und genügend Parkplätze; alles Vorort. Kein Unfall während der ganzen Veranstaltung und das Wetter ebenfalls auf Seiten des Veranstalter, es darf auf einen gelungenen Anlass zurückgeblickt werden.

 

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