16.09.2008 - OKV Vereinscup: RC Seerücken gewinnt den Final

Als einziges Team gelang es dem Reitclub Seerücken alle Ritte ohne Fehler zu absolvieren. Damit gewann das Quartett den OKV-Vereinscup 2008 in Bülach. Silber holte sich der Kavallerieverein Bülach und Bronze ging nach einem spannenden Stechen an den Kavallerieverein Hinterthurgau.

OKV Vereinscup: RC Seerücken gewinnt den Final

Die drei besten Equipen des OKV Vereinscup Final 2008.

von Karin Omran-Marty

Erstmals in der Geschichte des OKV-Vereinscups wurde der Final in der Halle ausgetragen. Schuld an dieser Umdisponierung war der heftige Regen der vergangenen Tage, welche das Reiten auf der Wiese verunmöglichte. Das Wasser stand Knöcheltief auf der Concourswiese. Nach Absprache mit den Funktionären, den Reitern und den Vereinsmitgliedern wurde am Samstag der Parcours in die Halle verlegt. «Alle waren zufrieden mit dem Entscheid, die restlichen Prüfungen der Veranstaltungen in der Halle auszutragen», so OK- und Vereinspräsident Urs Truttmann. Die Teilnehmer dankten es mit gutem Springsport, halt nun in der Halle statt im Regen. Und dem organisierenden Verein gebührt ein grosses Lob für den Sondereffort.

Zum ersten Mal in der Halle
«Das ist eine Premiere, wir hatten den OKV-Vereinscup-Final noch nie in der Halle», meinte OKV-Präsident Peter Fankhauser. Er wie auch alle anderen Verantwortlichen sowie die Reiter waren sich einig, dass die Entscheidung, den Final ebenfalls in der Halle auszutragen, absolut richtig war.
Dem guten und spannendem Finale tat der Umzug in die Halle keinen Abbruch. Die Teilnehmer des diesjährigen OKV-Vereinscup-Finals boten guten Springsport mit einem würdigen Sieger. 16 Teams waren nach Bülach gereist, um diesen prestigeträchtigen OKV-Titel zu erringen. Der Parcours war anspruchsvoll und beinhaltete die eine oder andere Schwierigkeit. So war es denn auch nicht verwunderlich, dass nur gerade zwei Mannschaften nach Abzug des Streichresultates ein blankes Fehlerkonto aufwiesen. Damit konnte sich der RC Seerücken und der KV Bülach sich berechtigte Hoffnungen auf den Sieg machen.
Im zweiten, reduzierten Umgang waren noch zehn Teams startberechtigt. Dem Startreiter des KV Bülach unterlief ein Fehler, ebenso wie der drittstartenden Brigitte Kousz. Doch sowohl Urs Truttmann wie auch Katja Bächtold legten einen Doppelnuller hin. Leider reichte es nicht für den Titel. Das Quartett vom RC Seerücken schaffte das Kunststück, dass alle Reiter ohne Abwurf ins Ziel kamen und damit den diesjährigen OKV-Vereinscup für sich entschieden.
Silber holte sich, unter grossem Jubel und einer Champagnerdusche, der organisierende Verein KV Bülach. Und das obwohl OK- und Vereinspräsident Urs Truttmann vor seinem ersten Ritt auf dem Abreitplatz schwer stürzte. «Wichtig ist, was im Parcours abläuft. Und wenn ich nach einem solchen Sturz noch zwei Nuller hinkriege, ist das doch ganz gut oder», lachte Truttmann.
Um Bronze musste zwei Verein stechen. Der KV Hinterthurgau und der RV Tösstal wiesen nach den beiden Umgängen die gleiche Punktzahl auf. Die beiden Startreiter rissen jeweils eine Stange, so dass der zweite Reiter in der Barrage die Entscheidung bringen musste. Cornel Büsser vom KV Hinterthurgau behielt die Nerven und blieb im Stechen ohne Abwurf. Urs Hächlers Pikant hingegen riss gleich beim ersten Sprung eine Stange, was für den RV Tösstal den vierten Rang bedeutete. «Es war eine gute und spannende Prüfung. Da können wir stolz auf den diesjährigen OKV-Vereinscup-Final sein», freute sich Peter Fankhauser.

Doppelsieg von Francine Egeli
In den sportlich anspruchsvollsten Prüfungen, einem RIV/MII und dem SI-Springen vom Samstag, gelant Francine Egeli einen Doppelschlag. Die Amazone aus Amriswil war im Stechen des SI klar die Schnellste und zeigte ihren männlichen Konkurrenten die Hufe von hinten. Ihr Vorsprung auf Ernst Wettstein betrug satte fünf Sekunden. Egeli gewann zuvor schon das RIV/MII vor Martin Häfliger.
Ebenfalls in Form zeigte sich die Bülacherin Nicole Schmid. Sie gewann auf ihrer Stute Gloria am Freitag das erste Springen der Kategorie RIII/MI. Sie verwies dabei den Walliseller Felix Kunz auf Torsaire um rund drei Zehntel auf den Ehrenplatz. Im Stechen des zweiten RIII/MI musste sie sich nur René Fäh geschlagen geben und wurde, wiederum mit Gloria, Zweite. Und Felix Kunz belegte mit Torsaire Rang 4.

 

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