28.07.2008 - Newcomerslager: Teamgeist und Spass
Knapp dreissig Pferde waren einzustallen. Nur vier wurden nicht von jungen Frauen geritten. Die Woche der Newcomers in Elgg war eine gelungene Ablösung des früheren OKV Juniorenlagers.
von Bruno Eigenmann
Vielseitig liest sich das Programm, das Patricia Volpez, Chefin Nachwuchsförderung im OKV, für das erste Newcomers Lager zusammengestellt hat. Dressur, Springen und Gymnastik, Geländesprünge, Parcoursspringen, Sportprogramm, Velotour, Patrouillenritt, Theorie und Tierarztvortrag, Pferdepflege und Stalldienst belebten das Lager vom Montag bis Freitag. Zum Schlafen blieb wenig Zeit, denn Spass unter Gleichgesinnten musste ja auch noch Platz haben. Von den Experten Urs Appert und Lotti Kunz wurde die offensichtlich gute Lager-Stimmung und Leistungsbereitschaft der Teilnehmer bestätigt. Mit ihrem kameradschaftlichen Führungsstil hatte Patricia Volpez etwas mehr Mühe das jugendliche Temperament in Schach zu halten, als der charismatische Paul Weier. Aber alles in allem sei sie sehr zufrieden. Anfangs August folgt ein zweites Lager, mit nochmals über dreissig Anmeldungen.
Ernsthafte Arbeit
Am Anfang und am Schluss muss die Jugendlichen ihr Dressurprogramm einem Richter vorreiten. Von Fachfrauen wurde der Sitz mit Dressurarbeit jeden Tag gefördert. Auch im Springen wurde der Stil bewertet. Im Training auf der „Chrämerhalde“ liess Urs Appert keines der zum Teil anspruchsvollen Geländehindernisse aus. Tierarzt Christian Haas fesselte mit seinem Vortrag über Rückenprobleme beim Pferd. Und Carola Müller forderte mit einem saftigen Sportprogramm die Kondition der Nachwuchsreiter.
Spass darf sein
In den zwanzig Jahren OKV Juniorenlager hat sich ein, von den Jugendlichen die schon einmal in Elgg dabei waren, begeistert gelebtes Ritual etabliert. Am Abend vor dem Lagerabschluss werden die „Frischlinge“, die zum ersten Mal in Elgg Luft schnupperten, im Dorfbrunnen „gegautscht“. Auch im Newcomers Lager waren bestandene Lagerteilnehmer dabei. Scheinheilig wurde nach dem Nachtessen - ohne Zutun der Lagerleitung - ein Dorfrundgang organisiert. Schliesslich sollten die Neulinge doch auch sehen, in was für einem hübschen Dorf sie zu Gast waren. Wie zufällig führte die Route am grossen Dorfbrunnen vorbei. Mütter dürfen sich nicht über nasse Kleider im Koffer wundern. Aber Spass hat es gemacht, vor allem den „alten Hasen“.


