23.06.2008 - Coupefinal: Reitverein Elgg und Umgebung gewinnt
Der sportliche Höhepunkt des 50-Jahr-Jubiläums der Reitgesellschaft an der Limmat war der OKV-Coupefinal. Das Stechen wurde vom Reitverein Elgg und Umgebung gewonnen. Rang zwei ging an den Reitverein Muri-Bremgarten und Bronze holte sich der Kavallerieverein Bülach.

Die ersten drei Equipen des diesjährigen OKV-Coupefinals (von links): Reitverein Muri-Bremgarten, Reitverein Elgg und Umgebung und der Kavallerieverein Bülach. (Foto: Karin Omran-Marty)
von Karin Omran-Marty
Der sportliche Höhepunkt des 50-Jahr-Jubiläums der Reitgesellschaft an der Limmat war der OKV-Coupefinal. Nach dem rund einstündigen Jubiläumsakt am Sonntag, ritten 23 Dreierequipen um den Sieg. Das Stechen der vier fehlerfreien Teams wurde vom Reitverein Elgg und Umgebung gewonnen. Rang zwei ging an den Reitverein Muri-Bremgarten und Bronze holte sich der Kavallerieverein Bülach. Daneben gab es noch 17 Springprüfungen der Kategorien Freie Prüfungen, OKV-Jump-Green sowie R- und M-Springen.
23 Dreierteams am Start
In drei Halbfinalprüfungen qualifizieten sich insgesamt 23 Dreierteams für den prestigeträchtigen Coupefinal. Dieser fand in diesem Jahr auf dem Reitplatz im Fondli in Dietikon statt. Gastgeber war die Reitgesellschaft an der Limmat. OK-Präsident Peter Aregger organisierte zusammen mit dem gut eingespielten Helferteam der RGL einen tollen Anlass mit spannendem Pferdesport. Die Teilnehmer aller 18 Springprüfungen fanden beste Verhältnisse im Fondli in Dietikon vor. So konnte Aregger eine positive Bilanz ziehen: «Wir sind absolut zufrieden. Es ist alles bestens gelaufen. Die Teilnehmer zeigten den zahlreichen Zuschauern tollen Springsport.»
Höhepunkt, aus der Sicht des Springsports, war der OKV-Coupefinal. Diese Prüfung ist ein Dreierequipenspringen, bei dem alle drei Reiter im Parcours sind. Es gilt die 21 Hindernisse, - jeder Reiter muss siebe Hindernisse absolvieren – möglichst ohne Fehler und der schnellsten Zeit zu absolvieren.
Von den 23 gestarteten Equipen waren es am Schluss lediglich vier Teams, die ohne Fehler über die 21 Hindernisse kamen. Lang sah es fast danach aus, als ob neun Mannschaften um die Bronzemedaille stechen müssten. Denn das Reglement besagt, dass bei punktgleichheit um die Medaillen gestochen werden muss. Am Schluss waren es vier Equipen, welche um den Sieg und die Medaillen ritten.
Stechen um die Medaillen
Als erstes Team mussten die beiden Reiter vom Reitverein Muri-Bremgarten in den Parcours. Auch in der Barrage musste jeder der beiden Reiter sieben Hindernisse absolvieren. Das Team vom RV Muri-Bremgarten legte die Messlatte gleich zu Beginn der Entscheidung hoch. Hans Bürgisser auf Carola und Petr Reznar mit De Gaulle blieben auch im Stechen fehlerfrei in der Zeit von 85,46 Sekunden. Doch diese Marke hatte nicht lange Bestand.
Die beiden Reiter vom Reitverein Elgg und Umgebung blieben auch in der Barrage ohne Abwurf. Doch Ivo Baumgartner mit seinem Irländer Fuchswallach Newrath Prince sowie Fritz Krähenbühl auf der Hannoveraner Stute La Luna unter boten die Zeit von Muri-Bremgarte um fast sechs Sekunden. Ob dies wohl zum Sieg für das Elgger Trio reichte?
Nach Elgg war die Reihe am dem beiden Amazonen Nicole Schmid auf Vanessa und Brigitte Kousz mit Glacier, welche für den KV Bülach den Start gingen. Leider fiel bei Brigitte Kousz eine Stange. Nun war eine Medaille ernsthaft in Gefahr. Denn nach den Bülachern war nur noch der organisierende Verein, die Reitgesellschaft an der Limmat, am Start. Aber irgendwie war nun der Wurm drinn. Völlig untypisch fielen bei Startreiter Felix Rast und seinem Schweizer Wallach Cloud Seven CH zwei Stangen. Damit war sowohl der Sieg als auch die Chance auf eine Medaille weg. Dem Trio der RGL blieb in der Endabrechnung der undankbare vierte Rang. Natürlich war das einheimische Publikum im ersten Moment etwas enttäuscht. Jedoch nicht lange, und schon feierten die Zuschauern die Mannschaften an der Preisverteilung.
"Super Publikum und tolles OK"
Das Publikum verbreitete eine tolle Stimmung und spornte die Reiterinnen und Reiter zu Höchstleistungen an. «Die Stimmung hier in Dietikon war super. Das war beste Werbung für diesen Final», freute sich Norbet Hasler, OKV-Chef Springen. Und auch OKV-Präsident Peter Fankhauser wand der organsierenden Reitgesellschaft an der Limmat wie auch dem Publikum ein Kränzchen: «Toll diese Ambiance und der super Springsport hier.»
Ein grosses Lob erhielt auch die RGL für die Organisation des diesjährigen Jubiläumsanlasses. OK-Präsidet Peter Aregger, Vereinspräsident Sämmy Brunner sowie die vielen Helfer der Reitgesellschaft an der Limmat organisierten eine nahezu perfekte Veranstaltung.
Jubiläumsakt
Seit 50 Jahren gibt es die die Reitgesellschaft an der Limmat (RGL). Anlässlich der diesjährigen Springkonkurrenz wurde dieses Jubiläum mit einem rund einstündigen Festakt gefeiert. Dabei erwiesen 19 Vereine aus der Umgebung, Prominenz aus der Lokalpolitik sowie Vorstandsmitglieder vom OKV der Jubilarin die Ehre.
Bereits am Samstagabend wurde das Jubiläum mit einem Country-Abend mächtig gefeiert.
Spannende Springprüfungen
Natürlich fanden neben dem OKV-Coupefinal 17 weitere hochstehende Springprüfungen statt. Die Aufgaben vom Parcoursbauerduo Urs Bopp und Felix Widmer waren anspruchsvoll aber immer fair.
In den RIII/MI-Prüfungen konnten sich Roman Späni mit Haiti d’Elle sowie Franz Hugener auf Korrigam de Mescam gegen die Konkurrenz durchsetzen. Spänni war im Stechen rund eineinhalb Sekunden schneller als Katrin Bettschart mt Ingo III CH. Und Hugener verwies Caroline Widmer auf Jasmine de Gorgon um fast drei Sekunden auf den Ehrenplatz.
Ein Renner, was die Anzahl an Anmeldungen angeht, war sicher die OKV-Jump-Green-Prüfungen. Diese Kategorie musste auf zwei Tage verteilt werden. Am Donnerstag gewann Jill Meyer auf Vasari vom Eigen CH beide Jump-Green-Prüfungen. Und auch am Sonntagmorgen gab es mit Conny Rupli und Rubina R eine Doppelsiegerin.
Dank des OKV Chef Springen
Bei schönstem Sommerwetter und idealen Bodenverhältnissen führte die RG an der Limmat in Dietikon den Coupe Final durch. Sehr erfreulich, dass sich alle qualifizierten Equipen, sowie je eine Gastequipe des PNW und ZKV zum Final gemeldet haben.
Ein grosses Dankeschön geht an:
- - OK-Präsident Peter Aregger und allen Helfern der RG an der Limmat
- - Jury-Präsident Gerhard Erni und allen Richtern
- - den Parcoursbauern Urs Bopp und Felix Widmer für die fairen Parcours
- - Damian Müller für den umfassenden Speakerdienst
4 Equipen ritten im Normalparcours eine Nullrunde. Ein spannendes Stechen entschied über die Medaillenvergabe. Mit dem schnellsten Blankoritt erkämpfte sich der RV Elgg die Goldmedaille, gefolgt vom RV Muri-Bremgarten und dem KV Bülach. Herzliche Gratulation an alle Medaillenträger und alle weiteren Klassierten.
Norbert Hasler
Chef Springen OKV