23.06.2008 - Fahrcup: Zurzach konnte punkten
Der KV Zurzach erkämpfte sich im OKV-Fahrcup Rayon III die begehrten zwölf Rangpunkte. Das junge, aufstrebende Aargauer Team konnte seinen ersten Sieg verbuchen.
von Marianne Hübscher
Sehr kämpferisch und mit Risiko gingen sie den Parcours an und die Rechnung der Zurzacher ging auf. Eine lange Strecke lud zum Vorwärtsfahren ein, dann aber musste das Tempo für drei enge, versetzte Kegelpaare zurückgenommen werden, was nicht allen Fahrern der zehn Equipen optimal gelang und für Fehler sorgte. Doppelnuller waren keine zu feiern, ein Nuller aus einem Umgang sorgte bereits für kräftigen Applaus der zuschauenden Teammitglieder und der Fans der Vereine, die sich an den Parcoursrand begeben hatten. Die übrigen Zuschauer zogen sich aus der Hitze in den Schatten der Rennbahntribüne der Barmatt zurück.
Mit dem RV Wetzikon und dem KV Baden auf den Rängen zwei und drei sind nach der zweiten Qualifikation gleich noch zwei neue Equipen in die Favoritenpositionen aufgestiegen.
Neue Prüfung und alte Tradition
Als Einlaufprüfung bot der Fahrclub Fehraltorf ein 3-Phasen Hindernisfahren offen für alle Kategorien an. Wie schon mit der Kombiprüfung Hindernis/Dressur/Geländehinder<wbr></wbr>nis, die Vorstufe für die jetzige Lizenzprüfung MB4 war, zeigten sie Pioniergeist im Parcoursbau. Die erste Phase mit zehn Kegeln war ein normales Hindernisfahren, dann gings mit um 5 cm verringerter Spurbreite weiter und im dritten Teil musste der Fahrer selbst seinen für sein Gespann optimalen Weg suchen.
Fünfzehn schöne alte, oder nachgebaute Wagen waren am Morgen zur Traditionsfahrt gestartet. Ob 1-spännig ländlich mit Bündnergeschirr und Klappbreak von 1920 oder vierspännig in Galaanspannung mit einem Londoner Landauer aus dem Jahre 1860, alle genossen die dreistündige Fahrt von ca. 20 km zur Kyburg und zurück. Tempo 9 km/h musste eingehalten werden, und in die Wertung wurden noch eine Gespannskontrolle und vier Geschicklichkeitsposten einbezogen. Durch die Preisverteilung während des Fahrcups trafen sich Tradition und Sport in schöner Ambience. Dass sich auch beides vereinen lässt, bewies Esther Frauchiger, die mit ihrem Klappbreak und schöner Tracht ebenso erfolgreich für die Equipe des KV Baden startete.
