17.05.2010 - Turbenthal: RV Klettgau schon wieder auf Erfolgskurs
Fahrsport und Westernreiten standen am vergangenen Wochenende auf der Anlage des Reitvereins Tösstal in Turbenthal im Mittelpunkt. Der RV Klettgau wurde als letztjähriger Finalsieger seiner Reputation gerecht und gewann auch gleich die erste Fahrcup-Qualifikation des Rayons 2. Kröll und Kunz hiessen die Sieger im OKV-Westerncup.

Konzentration sowohl im Stangenlabyrinth...

...als auch im Hindernisparcours

Gar nicht so einfach: das Passieren des Gatters

Siegerehrung OKV Fahrcup Qualifikation (Fotos: Heidy Dietiker)
von Heidy Dietiker
Fast hätten die Klettgauer es geschafft, sechs Nullrunden in die Bahn zu legen. Aber als nach dem ersten Umgang des Schlussfahrers Ueli Wäckerlin schon vorzeitig feststand, dass der RV Klettgau als Sieger der ersten Fahrcup-Qualifikation des Sektors 2 in Turbenthal hervorgehen wird, machte die Konzentration der Freude Platz und Wäckerlin überfuhr in der zweiten Runde eine Pilone. Damit lieferte er wenigstens noch drei Punkte für das Streichresultat, aber das Schlusstotal blieb makellos. Mit dieser überlegenen Demonstration meldeten die letztjährigen Finalsieger Peter Ritzmann, Ulrich Krebser und Ueli Wäckerlin ihre Ambitionen für den diesjährigen Fahrcup bereits bei der ersten Qualifikation mit Nachdruck an.
Spannung bis zum Schluss
Richtig spannend wurde es dann nochmals beim Kampf um den dritten Schlussrang. Der Schlussfahrer der Thaynger, Bruno Stamm, durfte sich maximal drei Strafpunkte erlauben, um sich noch vor den Tösstalern zu klassieren. Stamm reizte seine Marge zwar aus, sicherte der RG Thayngen mit drei Punkten aber gleichwohl den dritten Schlussrang hinter dem RV Gossau. Dieser totalisierte dank zwei Blankorunden von Konrad Schiess und Werner Knaus lediglich drei Fehlerpunkte.
Die Fahrer kamen in Turbenthal in den Genuss von optimalen Bedingungen. Der befestigte Parkplatz, die Reithalle zum Anfahren und der Hindernisparcours auf dem Sandplatz sorgten dafür, dass trotz Dauerregen niemand mit dem grossen Wasserschlauch dem Schlamm zu Leibe rücken musste.
Beim Trail ist Coolness gefragt
Organisatorisches Neuland betrat der Reitverein Tösstal mit der Durchführung eines OKV-Western Cups. Sich statt mit Prüfungen der Kategorie R II oder GA 05, mit Trail, Horsemanship, Open und Country zu befassen, war für alle Helfer aber auch für die teils unkundigen Zuschauer eine spannende Herausforderung. Beim Trail beispielsweise kommt es nicht auf das Tempo, die Höhe oder die exakte Schrittfolge an, sondern auf das ruhige und überlegte Bewältigen verschiedener Klippen. So darf das Stangenlabyrinth am Boden nicht touchiert werden – auch nicht beim Rückwärtstreten um die Ecke. Oder der Reiter darf beim Öffnen das grosse Gatter nicht loslassen, das Tor darf aber auch das Pferd nicht berühren und gleichzeitig muss darauf geachtet werden, dass das (imaginäre) Rind nicht durch das Gatter entweicht. Besonnene Pferde, welche die gestellten Aufgaben ruhig und überlegt angehen sind bei diesen Prüfungen eindeutig im Vorteil. Die Siegerinnen im OKV-Movanorm-Western Cup – eine Wertung aus Horsemanship und Trail – heissen Rosina Kröll aus Schottikon mit Little Hanna Peppy in der Open Klasse und Sandra Kunz aus Wald mit Lets Bee Cody in der Country Klasse.